Thema Drogen in Wasserburg

Stadtrat will Infos hinter verschlossener Tür

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Der Stadtrat wird sich in einer der nächsten Sitzungen mit Experten über die mögliche Drogenproblematik im Stadtgebiet austauschen.
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Wasserburg – Der Hauptausschuss gab am Donnerstagabend den Startschuss für das Einholen von genauen Infos zum Thema „Drogenproblematik im Stadtgebiet“. Der Stadtrat wird nichtöffentlich mit Experten diskutieren.

„Ich glaube fest daran, dass sich die Struktur der Drogenproblematik eventuell verändern kann, wenn wir uns diesem Thema auch politisch annehmen“ erklärte Stadträtin Friederike Kayser-Büker vor dem Hauptausschuss. Aus Gesprächen mit zuständigen Stellen und sogar Usern habe sich herauskristallisiert, dass im Stadtgebiet Wasserburg Drogenkonsum und Beschaffungskriminalität, beispielsweise durch Fentanylpflaster, leider eine große Rolle spiele. Bürgermeister Michael Kölbl erinnerte daran, dass er selbst vor einigen Monaten bereits ein Gespräch mit der Polizei führte zu diesem Thema.

Die SPD-Fraktion stellte nun den Antrag, dass sich der Stadtrat in einer Sitzung mit dem Thema auseinandersetzen und sich von zuständigen Stellen und Experten genaue Fakten und Informationen zukommen lassen solle.

Der Hauptausschuss der Stadt hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, zuständige Stellen vor den Stadtrat zu laden, um Informationen über das Ausmaß des Drogenkonsums im Stadtgebiet zu bekommen und Möglichkeiten des politischen Einflusses zu diskutieren. Es kristallisierte sich in der Sitzung des Hauptausschusses heraus, dass jeder großes Interesse hege, sich dem Thema anzunehmen. Oliver Winter brachte die dringende Bitte hervor, zunächst die Informationsquellen in einer nichtöffentlichen Sitzung zu Wort kommen zu lassen: „Wir wollen Ross und Reiter nennen, und nicht nur oberflächliche Informationen erhalten. Darum ist es von großer Bedeutung, dass zunächst ohne die Anwesenheit der Öffentlichkeit dieses Thema vor den Stadtrat kommt“.

Die Ausschussmitglieder stimmten diesem Vorschlag zu, zeigten sich angetan von der Erörterung des Themas im Stadtrat. Wolfgang Janeczka erklärte seinen Wunsch, die Öffentlichkeit allerdings im Nachhinein sehr wohl über die Erkenntnisse zu informieren. „Es ist wichtig, dass die Bürger Fakten zum möglichen Drogenproblem bekommen, bislang wird zwar viel getuschelt, doch gezielte Informationen fehlen der Öffentlichkeit“. Elisabeth Fischer brachte sich ebenfalls in die Diskussion ein. „Ich möchte festhalten, dass auch der Alkoholkonsum in dieses Thema mit einfließt. Auch Alkohol gilt als Droge, wenn auch als Legale“, so Fischer.

Das OK des Hauptausschusses ist vorhanden, jetzt wird für eine der nächsten Stadtratssitzungen der Tagesordnungspunkt vorbereitet, in dem es darum geht, dass sich die Stadträte über die mögliche Drogenproblematik informieren und Experten genaue Fakten und Erkenntnisse erläutern. Mögliche politische Schritte seien nicht ausgeschlossen, hieß es in der Diskussion.

Quelle: rosenheim24.de

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