Zwangssparen nach drei Monaten passé 

Hausshaltssperre in Wasserburg aufgehoben 

Die Haushaltssperre für Wasserburg wird nach drei Monaten wieder aufgehoben. 
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Die Haushaltssperre für Wasserburg wurde nach drei Monaten wieder aufgehoben. 

Wasserburg - Sparen adé - die Haushaltssperre in der Innstadt ist seit Beginn dieser Woche aufgehoben. Der für 2018 angesetzte Haushaltsansatz kann erreicht werden. 

Dieses "wichtige und erfreuliche Ereignis" teilten Bürgermeister Michael Kölbl und Kämmerer Konrad Doser am Freitagvormittag des 2. Novembers in einem Pressegespräch im Rathaus mit. 


Drei Monate Zwangssparen hat sich gelohnt 

Bei der Bürgerversammlung im November 2017 ließ der Bürgermeister die Bombe platzen: Der Haushalt leide wegen eines Einbruchs der Gewerbesteuer. Sparen war ob der verschärften Lage in der Stadt angesagt. 

Im Juni diesen Jahres hat Wasserburg nur 344.180 Euro an Gewerbesteuer eingenommen. Veranschlagt waren aber für diesen Zeitpunkt 3,7 Millionen – die Hälfte der fürs gesamte Jahr angesetzten 7,8 Millionen Euro.


"Deshalb wurde schon der Haushaltsplan 2018 vorausblickend relativ zurückhaltend gestaltet und im Juli 2018 die Notbremse in Form einer Haushaltssperre gezogen", erklärte der Bürgermeister. Drei Monate herrschte in Wasserburg Sparzwang, "wir haben keine neuen Investitionen begonnen und anstehende Maßnahmen zurückgestellt oder gestreckt". 

Das hat sich am Ende ausgezahlt: Am 26. Oktober konnte die Haushaltssperre wieder aufgehoben werden, wie Kämmerer Doser freudig mitteilte. Der für 2018 angesetzte Haushaltsansatz der Gewerbesteuer von 7,8 Millionen Euro werde allem Anschein nach zum Jahresende hin erreicht

Wasserburg blickt stabiler Haushaltslage entgegen

Letztlich sei es der soliden Haushaltsplanung zu verdanken, dass sich die Situation in Wasserburg wieder rasch entspannt habe. Eine Nachfrage beim Finanzamt habe ergeben, dass Wasserburg planmäßige Gewerbesteuereinahmen für 2017 zu erwarten habe. 

"Die Aufhebung der Sperre entlastet die Gesamtsituation. Wir blicken nun beruhigt dem Jahresabschluss 2018 und dem neuen Haushaltsjahr entgegen. Für 2019 erwarten wir eine relativ geringe Kreisumlage und rechnen mit mehr Rücklagen als Schulden. Längerfristig gehen wir von einer stabilen Haushaltslage aus. Sowohl dem Kämmerer als auch mir liegt eine solide Haushaltsführung am Herzen. Wir geben nicht mit offenen Händen", betonte der Bürgermeister am Schluss. 

mb

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