Ursachenforschung an der Mittelschule Wasserburg dauert an 

Rätsel um juckenden Hautausschlag bei Schülern

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An der Mittelschule in Wasserburg grassiert unter einigen Schülern aktuell ein Hautausschlag, der den Behörden Rätsel aufgibt. 

Wasserburg - Ein mysteriöser Hautausschlag bei Mittelschülern gibt aktuell Rätsel auf. Mitarbeiter des Gesundheitamts forschen auf Hochtouren nach der Ursache. Akute Gefahr für die Schüler besteht nicht. 

Ina Krug vom Landratsamt Rosenheim kann den Vorfall bestätigen. Betroffen seien vor den Weihnachtsferien zwei sechste Klassen an der Mittelschule Wasserburg: "Schüler klagten über Juckreiz und Hautausschlag. Da es keine atemwegsallergischen Reaktionen gab und sich der Ausschlag nach dem Duschen verbesserte, gehen wir davon aus, dass die Schüler über die Hautmit einer noch unbenannten Substanz in Kontakt gekommen sind, die zu diesen Symptomen geführt hat." 


Betroffenes Klassenzimmer gesperrt

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes seien vor Ort gewesen, um mit den Schülern und der Schulleitung, dem Lehrern sowie dem Hausmeister zu sprechen und nach der Quelle für die Symptome zu suchen. Man forsche nun mit Hochdruck an der Ursache, doch die gibt derzeit noch Rätsel auf, wie Krug weiter erläutert: "Wir haben Experten hinzugezogen und prüfen alle Möglichkeiten - eingrenzen aber können wir derzeit noch nichts." 

Möglich sei ein Kontakt über die Haut. Putzmittel, Wandfarben, behandelte Oberfläche von Tischen - was wirklich den Ausschlag bei den Schülern ausgelöst hat, ist noch unklar. Man wolle nicht spekulieren. 


Rektorin: "Müssen sachlich bleiben und Ursache ermitteln" 

Die Schulleitung wurde gebeten, dem Gesundheitsamt täglich den Sachstand zu melden. Rektorin Maria Albert erklärte auf Nachfrage von wasserburg24.de: "Wir arbeiten sehr eng mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zusammen und versuchen die Ursache so schnell wie möglich zu finden." 

Anfangs sei es kurz vor Weihnachten nur eine Schülerin gewesen, die über Juckreiz geklagt habe, plötzlich seien es zehn gewesen und ein paar Lehrer hätten sich schließlich auch gekratzt. "Das hat sich dann auch ein bisserl hochgeschaukelt - ernsthaft Gefahr bestand aber zu keiner Zeit. Freilich sind die Eltern besorgt, aber wir müssen sachlich bleiben und die Ursache ermitteln und das verstehen die Eltern auch", betont Albert. 

Wandfarbe scheidet als Ursache vermutlich aus

Im neuen Jahr hätten nun zwei Sechstklässlerinnen noch einmal über Juckreiz geklagt, weshalb das Gesundheitsamt umgehend Kontakt mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und einem ausgewiesenen Experten für Innenraumlufthygiene am Umweltbundesamt aufgenommen habe. 

Krug erläutert dazu am Freitagmorgen (10. Januar): "Die Fachbehörden waren einhellig der Meinung, dass es sich am ehesten um eine schwerflüchtige Substanz mit toxisch-irritativer beziehungsweise allergisierender Wirkung handeln muss, die sich sehr wahrscheinlich auf den Flächen in den Klassenzimmern niedergeschlagen hat. Von dort kann sie über Handkontakt zu den Beschwerden bei den Schülern geführt haben. Die Wandfarbe, mit der etwa sieben Wochen vor Beginn der Symptomatik mehrere Klassenzimmer gestrichen worden waren, scheidet nach Ansicht der Experten als Ursache eher aus. Es wurde empfohlen, das aktuell betroffene Klassenzimmer zu sperren und in beiden Klassenzimmern eine intensive Grundreinigung aller Flächen durchzuführen. Danach spreche nichts dagegen, die Räume wieder zu nutzen. Dieses Vorgehen wurde so mit der Leitung der Mittelschule besprochen und wird konsequent umgesetzt."

Krug unterstreicht abschließend, dass die Kinder nicht in Gefahr seien: "Keine Mama oder Papa muss sich sich ernsthaft Sorgen oder Gedanken machen." 

mb

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