Der Vorstands-Häuptling geht

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Vom Vorsitzenden zum Ehrenvorsitzenden
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Wasserburg - Dr. Martin Geiger stand nicht mehr zur Wahl als 1. Vorsitzender des Heimatvereins. Prompt wurde Geiger von seinem Nachfolger Peter Rink zum Ehrenvorsitzenden gekürt.

Der Heimatverein Wasserburg gehört seit Einhundert Jahren zum städtischen Alltag.

Mit dem Jubiläum, das beim adventlichen Abend und der integrierten Jahreshauptversammlung zum Abschluss kam, endete auch eine Ära.

Ohne Zweifel hat Dr. Martin Geiger den Heimatverein zu etwas ganz besonderem gemacht. Zu etwas lebendigem. 41 Jahre lang war Geiger im Vorstand, 23 davon als „Vorstandshäuptling“ wie er sich augenzwinkernd selbst benannte.

Am Montagabend war es wieder eine Freude, bei der Jahreshauptversammlung dabei zu sein.

Dr. Geiger war in seinem Element. Er berichtete mit Witz und viel Frohsinn über sein Wirken im Verein.

Niemand nahm es übel, dass die Jahreshauptversammlung im Dezember 2013 das Jahr 2012 zum Thema hatte.

Kurz erläuterte Dr. Geiger den Hintergrund: „Man kann vor einem großem Jubiläum mit vielen Veranstaltungen nicht einfach einen neuen Vorsitzenden wählen und ihm dann gleich die gesamte Arbeit für die Feierlichkeiten aufs Auge drücken. Deshalb haben wir jetzt mit Abschluss der Jubiläumsmonate erst zur Versammlung eingesagt“.

Kein Murren, keine Verwunderung, nur große Hochachtung wurde dem jahrzehntelang aktiven 1. Vorsitzenden gezeigt. Jeder bewunderte sein großes Engagement für die Stadt und den Verein, den er stets nach außen öffnete. Ihm gelang der Spagat aus Heimatgeschichte und Neuzeit.

Auch bei seiner letzten offiziellen Rede sprudelten gelungene Wortwitze und viel Wissen. Geiger wirkte zufrieden. Tränen suchte man vergeblich. Seinem Nachfolger wünschte er alles Gute.

Nach geheimer Wahl (als Wahlleiter fungierte Bürgermeister Michael Kölbl) schritt der neue Vorsitzende Peter Rink zu seiner ersten Amtshandlung: Er überreichte Vorgänger Geiger eine Urkunde und eine Medaille und sprach ihm den Titel des Ehrenvorsitzenden zu. Auch die weiteren Mitglieder der Vorstandschaft wurden gewählt. Viele wurden im Amt bestätigt, einige Neue fanden sich in der Runde ein.

Bei den Vorstellungen der Kandidaten wurde ein amüsantes Detail immer wichtiger: Wo sind die jeweiligen Kandidaten geboren?

Einige sind schon seit Geburt echte Wasserburger. Viele sind zugezogen aber nicht weniger verwurzelt. Anzusehen war es freilich niemandem woher sein Ursprung stammt. Doch interessant war es allemal. Eins wurde jedoch klar: Jeder der Anwesenden fühlt sich Wasserburg als Heimat sehr verbunden.

Großes Lob wurde auch Matthias Haupt zuteil. Dr. Geiger schwärmte beinahe von ihm. Er sei ein vorbildlicher, aktiver Geschäftsführer, so Geiger. Haupt sei äußerst zuverlässig, umsichtig und sehr engagiert. Durch solch tolle Menschen lebe der Verein auch weiterhin, zeigte sich Geiger bestärkt.

43 Stimmen erhielten sowohl Peter Rink als 1. Vorstand als auch Matthias Haupt als Geschäftsführer.

Auch die weiteren Vorstandsmitglieder sowie die Beisitzer wurden schnell und unbürokratisch bestätigt oder hinzugewählt.

Der Verein steht auf einem soliden Fundament, das über Jahrzehnte stabil geblieben ist. Geiger übergibt ein geordnetes Haus in Form des Vereins.

Er beteuerte jedoch, es sei genügend Platz für Umgestaltung und Neuerung.

Heimatverein lud in den Rittersaal Fotos

Der neue 1. Vorsitzende Peter Rink dankte für das Vertrauen. Er versprach, sich anzustrengen, selbst wenn es schwer sei, seinem Vorgänger nachzueifern.

Mit einem Zitat von Cicero schloss Rink den Abend: „Da wo ich mich wohlfühle, da ist meine Heimat“.

Zum Ausklang des Abends spielten drei Saxophonistinnen der Stadtkapelle. Der Rittersaal gab die perfekte Kulisse für diese geschichtsträchtige Veranstaltung.

Quelle: rosenheim24.de

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