Räuber Hotzenplotz treibt sich auf Innbühne herum

Wachtmeister Dimpflmoser als Liebling der Kids

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Räuber Hotzenplotz: Die Abenteuer auf der Innbühne lockten viele Kids
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Wasserburg - Krimi für Kinder auf der Innbühne. Mit modernen Szenen wurde am Samstag die Premiere der Abenteuer des Räuber Hotzenplotz aufgeführt.

Die schöne Kaffeemühle der Großmutter ist weg. Kasperl und Seppel wollen dem Räuber Hotzenplotz natürlich das Handwerk legen und gemeinsam mit Wachtmeister Dimpflmoser das Diebesgut zurückholen. Premiere auf der Innbühne war am Samstagvormittag.

Innbühne: Räuber Hotzenplotz

Der kleine Lucas zieht an Mamas Arm. „Schnell, wir brauchen einen Platz, der Hotzenplotz kommt“, sagt der Fünfjährige. Er ist einer von vielen kulturbegeisterten Kindern, die zur Premiere des Klassikers von Ottfried Preußler auf der Innbühne Platz nahmen. Was ihm so am Räuber Hotzenplotz gefällt? „Dass der frech ist, weil ich bin auch manchmal frech“, grinst Lucas. Jeweils vormittags ist das Abenteuer Hotzenplotz zu sehen. Jörg Herwegh hat die Geschichte der heutigen Zeit angepasst und recht pfiffig die Szenen verändert.

Da beginnt die Geschichte mit gelangweilten Kids, die auf dem Campingplatz nach Abenteuern suchen, einen Wunsch-Ring finden und plötzlich alles und jeder verändert durch den Alltag geht. Natürlich dürfen niemals die Hauptdarsteller fehlen, wegen denen man in solch ein Stück geht. Hotzenplotz, Kasperl und Seppl, die Großmutter und natürlich der beliebte Wachtmeister Dimpflmoser, der auf seine tollpatschige Art und Weise letztendlich fürs Happy End sorgt. Eine Art Kinderkrimi ist das Abenteuer des Hotzenplotzs geworden, der Räuber hat es nicht leicht, den gewieften Kids die Kaffeemühle vorzuenthalten. Kasperl und Seppl retten nicht nur die Kaffeemühle, sondern sorgen für viele Lacher bei den jungen Besuchern auf der Innbühne der zweiten Wasserburger Nächte. Der absolute Liebling der Kinder war jedoch der Wachtmeister Dimpflmoser, der vom Radl fiel und sowohl seinem Schwarm als auch dem Räuber hinterherrannte. Lilly und Julian kamen dem Dimpflmoser ganz nah und lächelten fürs Foto mit dem Wachtmeister besonders kess. „Der ist einfach so lustig“, findet Julian, der aus Amerang angereist war, um das Theaterstück auf der Innbühne zu sehen. Das Publikum war bunt gemischt: Eine Geburtstagsgruppe schaute die Abenteuer an.

Die Geburtstagskinder aus Soyen, Felizia und Louisa wurden beide neun Jahre alt und haben ihre Freundinnen gemeinsam zum Spektakel rund um den Räuber Hotzenplotz eingeladen. „Wir finden es hier total schön, alles sieht ganz toll aus“, schwärmt Louisa. Dass alles live gespielt werde und man mal nicht vor der Glotze sitze, um eine Geschichte zu sehen, gefällt den Geburtstagsgästen ganz besonders. „Das ist mal eine ganz andere Art von Geburtstagsparty“, grinsten die Gäste. Die Innbühne versprüht auch heuer wieder einen gewissen Zauber. Nicht nur die Erwachsenen werden dabei bedacht, Kinder sollen ebenfalls durch Kultur ein besonderes Erlebnis erfahren. Beim Hotzenplotz sind auf der Bühne Lukas Droppelmann, Andreas Faltermeier, Jordi Fichtner, Ramona Forstner, Anna Franke, Benedikt Herwegh, Felix Herwegh, Jörg Herwegh, Simon Mühlbacher, Brigitte Oberkandler, Felix Oberkandler und Oliver Oberkandler zu sehen.

Nicht die Hitze am Samstagvormittag oder die Mücken, die gelegentlich vorbei schauten, nervten die Besucher, sondern die Tatsache, dass im ersten Drittel der Aufführung ein Nebengeräusch die Szenen veränderte: Hinter den Besucherplätzen der Innbühne befindet sich der Städtische Bauhof. Ein Fahrzeug ranchierte immer wieder im Rückwärtsgang, was ein stetiges Piepsen des Warnsignals zur Folge hatte. „Das hat uns echt sehr gestört, denn man konnte in den ersten fünfzehn Minuten fast nichts verstehen von den Darstellern, weil dieses Signal des Wagens so laut war“, bemängelte Norbert Mitterer, der mit seinen Kindern zum Hotzenplotz gekommen war. Dem Stück aber gab er Bestnoten. „Es war eine sehr moderne Fassung des Abenteuers, meine Kinder und ich haben viel gelacht und dass die Kaffeemühle wieder bei der Großmutter ist, haben wir alle herbeigesehnt“, schmunzelt Mitterer. Weitere Vorstellungen des Räuber Hotzenplotzs gibt es auf der Innbühne am 11. Und 18. Juli 2015 jeweils um 11 Uhr zu sehen. Karten gibt es beim Ticketservice der Sparkasse Wasserburg.

Quelle: rosenheim24.de

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