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Altstadtbahn: Pro Bahn erläutert Knackpunkt

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Altstadtbahn - Bald Wirklichkeit?

Wasserburg - Daten und Fakten zur Sanierung der Altstadtbahn werden am Montag an alle Interessierte weiter gegeben. Das Motto: "So nimmt die Vision Fahrt auf".

Noch ist die Bahnstrecke Bahnhof Reitmehring – Bahnhof Wasserburg Innenstadt nicht stillgelegt.

Der Dammrutsch im März 1987 hinterließ zwar gehörig beschädigte Gleise, so dass die Strecke nicht mehr befahren werden kann, aber anstatt notwendige Reparaturen durchführen zu lassen, plant die Stadt Wasserburg nach Meinung der "Pro Bahn" Verantwortlichen nun nach 25 Jahren Schwebezustand zwischen Befürwortern und Gegnern der Altstadtbahn die endgültige Stilllegung.

Wenn das nur so einfach wäre.

Vor der Stilllegung muss die Strecke zur Übernahme ausgeschrieben werden. Zwei Interessenten haben sich gemeldet. Einer der beiden ist ein Konsortium aus den Firmen: BayernBahn, Rhein-Sieg-Eisenbahn und InnRail, die zusammen mit dem Fahrgastverband PRO BAHN die Strecke wieder befahrbar machen und betreiben wollen. So könnten also in Zukunft die Züge direkt aus der Wasserburger Alt –und Innenstadt nach München oder Rosenheim durchfahren.Wer noch vor 20 Jahren geglaubt hat, niemals direkt vom Bahnhof Reitmehring nach München durchfahren zu können, wird bald von der Wirklichkeit eingeholt. Ab Dezember dieses Jahres verkehren hier stündlich Züge in beiden Richtungen von frühmorgens bis spätabends.

Noch bis in die neunziger Jahre sollte auch die Strecke Wasserburg –Ebersberg stillgelegt werden.

Von einer Renaissance reaktivierter anstelle stillzulegender Bahnstrecken zu sprechen, wäre vielleicht übertrieben, aber es mehren sich die Stimmen, die dem regionalen Zugverkehr Priorität geben vor verstopften und staugefährdeten Autostraßen. Auch die Strecke Wasserburg –Rosenheim in direkter Verbindung stünde dank der neuen Haltestelle Rosenheim Hochschule diesem Schul- und Hochschulstandort besser zu Gesicht. Zumindest den vielen Fahrschülerinnen und Fahrschülern würde ihr täglicher Weg erleichtert.

Wie viel Aufwand braucht die Strecke?

Warum also der Kurzsichtigkeit Rechnung tragen und Chancen einer reaktivierten Altstadtbahn verspielen? Was einmal weg ist, ist weg! Dass die Sanierung der Altstadtbahnstrecke Geld kostet, ist ohne Zweifel allen klar.

Nach Ansicht des oben genannten Konsortiums aber ist der finanzielle Aufwand wirtschaftlich und verkehrspolitisch sinnvoll.

Um einem möglicherweise gewissen Informationsdefizit bei Befürwortern und Gegnern des komplizierten Verfahrens einer Reaktivierung vorzubeugen, möchten sich Fachleute und Mitglieder des Konsortiums den Fragen der Öffentlichkeit stellen:

  • Wie soll die Strecke technisch instand gesetzt werden?
  • Wer hat welche Kosten zu tragen?
  • Wie hat es anderswo funktioniert?

Aufschlussreiche Antworten versprechen Andreas Braun, Geschäftsführer der Bayern Bahn Betriebsgesellschaft mbH und Daniel Preis, Eisenbahn-Betriebsleiter der RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH, sowie Walter Neumayer von der Firma Innrail, Eisenbahndienstleistungen Verwaltungs- u. Handelsgesellschaft UG und Norbert Moy, der Vorsitzende PRO BAHN Oberbayern. Die Veranstaltung findet am 28. Juli 2014 in den Paulanerstuben statt.

Pressemitteilung Pro Bahn / Regina Mittermair

Quelle: rosenheim24.de

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