Jugendfeuerwehren sind Bestandteil des Alltags

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Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer mit Michaela Huber, die aktuell Jugendwart in Wasserburg ist.
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Wasserburg/Landkreis - Die Jugendfeuerwehren im Landkreis Rosenheim sind äußerst aktiv. Beim jährlichen Kreisjugendfeuerwehrtag sollen sich die Gruppen besser kennenlernen.

Mit viel Engagement wird versucht, das Interesse der Jugend in Bezug auf die Feuerwehr zu wecken. Zeltlager, Praxis-Übungen. Es gibt viele Aktionen, die in den einzelnen Ortschaften von den Jugendmannschaften gemacht werden. Jährlich findet auch der Kreisjugendfeuerwehrtag statt. Hier wird darauf geachtet, dass die unterschiedlichen Orts-Feuerwehren sich besser kennenlernen.

Im Interview mit wasserburg24 erklärt Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer, dass das Gebiet des Landkreises äußerst groß ist. Durch die Veranstaltung würden die einzelnen Jugendfeuerwehren näher zusammen rücken.

Wasserburg24: Was steckt hinter dem Kreisjugendfeuerwehrtag?

Manuel Pöhmerer: Die Jugendfeuerwehren der verschiedenen Orte kennen sich teilweise gar nicht, obwohl sie im gleichen Landkreis aktiv sind. Dies soll sich mit dem Jugendfeuerwehrtag ändern, hier wird gemeinsam gespielt, getobt und gedacht. Eine große Gemeinschaft entsteht, das ist uns wichtig. Doch auch für die nahe liegenden Gemeinden kann es ein Vorteil sein. Kinder sind oft in der selben Schule, aber in unterschiedlichen Feuerwehren mit dabei. Beim gemeinsamen Kreisjugendfeuerwehrtag kommen sie gut ins Gespräch, können durch den Feuerwehralltag oft besser miteinander kommunizieren.

Wasserburg24: Wie kommt so eine Gemeinschaftsaktion zustande? Manuel Pöhmerer: Der Landkreis Rosenheim wird von der Feuerwehr her in vier Bereiche geteilt. Wasserburg, Inntal, Großraum Bad Aibling und der Chiemseer Raum.

Wasserburg24: Wie viele Jugendfeuerwehren gibt es im Landkreis Rosenheim?

Manuel Pöhmerer: Wir haben im Landkreis 117 freiwillige Feuerwehren. 90 Davon haben auch eine Jugendfeuerwehr gemeldet. Somit haben wir ungefähr 1000 Jugendliche, die im gesamten Landkreis Rosenheim bei der Jugendfeuerwehr aktiv sind.

Wasserburg24: Wie gestaltet sich die Arbeit einer Jugendfeuerwehr?

Manuel Pöhmerer: Ein Großteil der Stunden in der Jugendfeuerwehr ist gesellig. Nichts geht ohne Spaß in dieser Zeit. Zeltlager, Fußballspielen oder Schwimmen gehen, es geht viel um Gemeinschaft und gute Laune. Natürlich darf auch die Ausbildung im Bereich Feuerwehralltag nicht fehlen, doch es ist wichtig, dass eben auch der gemeinsame und gesellige Zeitvertreib eine Gruppe zusammenschweißt. So gelingt es oft auch, dass im Erwachsenenalter die aktive Feuerwehr durch den einstigen Nachwuchs unterstützt wird.

Wasserburg24: Ab wann darf man bei der aktiven Feuerwehr dabei sein?

Manuel Pöhmerer: Das wird ganz unterschiedlich gehandhabt. Bei den meisten ist es so, dass man mit 16 zu Einsätzen mit darf, aber einen bestimmten Abstand zum eigentlichen Einsatzort haben muss, dies ist außerhalb des Gefahrenbereichs. Die Jugendlichen brauchen oft die Eindrücke eines Einsatzes, weil hier dann die einzelnen Übungseinheiten oft besser verständlich werden. Zuschauen und Lernen gilt während des Alters von 16 bis 18. Diese Zeit ist oft die beste Ausbildung. Darum ist eines sicher: Der Nachwuchs ist wirklich gut ausgebildet.

Wasserburg24: Für wen ist die Jugendfeuerwehr geeignet?

Manuel Pöhmerer: In der Jugendfeuerwehr können wir jede Unterstützung durch weitere Jugendliche gut gebrauchen. Manche kommen zu uns, weil sie etwas bewegen wollen und sich aktiv einbringen wollen in eine Gruppe. Andere fühlen sich weder in einer Musikkapelle noch in einem Sportverein richtig aufgehoben, haben aber Interesse an einer angenehmen Gemeinschaft. Jeder, der zur Jugendfeuerwehr kommen mag, ist herzlich willkommen.

Wasserburg24: Wann findet der diesjährige Kreisjugendfeuerwehrtag in der Region statt?

Manuel Pöhmerer: Im Jahr 2014 findet er am Samstag, den 26. Juli statt, dann freuen wir uns alle darauf, diesmal in Raubling zu Gast zu sein.

Quelle: rosenheim24.de

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