Hochsaison für Kaminkehrer

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Kaminkehrer haben lange Tradition
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Wasserburg/Landkreis - Seit Jahrhunderten gelten sie als Glücksbringer. Ein Kaminkehrer hatte schon immer die Gabe, Brände von Häusern durch sein Tun zu verhindern. Deshalb wurde ihm der Glücksbringer-Status zugetragen.

Erzählungen zufolge war der Schornsteinfeger ein Segensbringer, weil seine Arbeit den Familien und Firmen durch das Kehren der Kamine einen wichtigen Dienst erwies.

Früher war das Kaminkehren nicht Pflicht.

Jeder Hausbesitzer war selbst verantwortlich dafür, dass der verrußte Kamin keinen Brand verursacht.

Der Ruß an den Kaminwänden entzündete sich oftmals, Hausbrände waren die Folge.

Darum empfand jeder ein Glücksgefühl, weil mit der Einführung des Pflichtkehrens weniger Brände auftraten.

Neue Aufgaben kamen hinzu

Auch heute ist der Kaminkehrer ein wichtiger Dienstleister.

Die Art der Arbeit hat sich jedoch in den letzten Jahrzehnten enorm verändert.

Der Kaminkehrer als wichtiger Dienstleister

Zusätzliche Aufgaben kamen hinzu. Der Klassiker des Auskehrens des Kamins bleibt wichtig.

Hinzu kommen Energieberatung, Feuerstättenschau, Abgasmessungen der Heizung - ganz egal ob Öl, Gas oder Pellets.

Auch das Kachelofenkehren gehört zu den Arbeiten dazu.

Seit der Einführung des Bundesimmisionsschutzgesetzes hat der Kaminkehrer ein deutlich breiteres Aufgabengebiet erhalten. Dieses sieht vor, dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorzubeugen. Durch Beratung und Messung wird diesem Gesetz Wirkung verliehen.

Der Brandschutz bleibt jedoch wichtigste Aufgabe im Kaminkehrer-Alltag.

Im Winter deutlich mehr Arbeit

Doch was macht diese Berufsgruppe im Winter? Steigen Schornsteinfeger auch bei Schnee und Eis auf’s Dach?

Die Antwort ist simpel: Im Winter hat der Kaminkehrer deutlich mehr zu tun, weil die Leute auch mehr heizen als im Sommer.

„Es leuchtet den Menschen mehr ein, wenn wir im Winter vor der Haustüre stehen, um den Kamin zu kehren, als im Sommer“, so Robert Otter, Kaminkehrermeister aus der Region. Freilich sei es im Winter noch etwas gefährlicher, am Dach unterwegs zu sein und nicht zu rutschen, doch Trittstufen, die mittlerweile an den meisten Hausdächern angebracht sind, ermöglichen eine Arbeit im Winter ohne Probleme.

Der Kaminkehrer ist also vor allem im Winter gefordert.

Glück bringt er jedoch das ganze Jahr.

Quelle: rosenheim24.de

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