Was macht "eagle eye" in Wasserburg?

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Eagle eye soll einen Rundumblick wagen, um für die Stadt herauszufinden, wie gut die Straßen in Schuss sind.
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Wasserburg - Ab dem 26. Juni rollen für ungefähr eine Woche spezielle Messfahrzeuge an, die mit Kameras ausgestattet sind. Es sollen Daten erfasst werden, die der Stadt beim Straßenerhalt helfen.

Der erste Blick auf das mächtige Kamerafahrzeug lässt den Atem stocken. Sofort kommt der Gedanke auf, ob wohl Stadtaufnahmen für Google oder ähnliche Geographische Karten gemacht würden.

Informationen zur Aufgabe von eagle eye

Doch im Interview mit Alexander Gumnior, der das Projekt „Eagle eye“ betreut, wird klar, dass die Arbeiten nicht die Privatsphäre der Bürger durch Aufnahmen stören werden.

Wasserburg24: „Herr Gumnior, was hat es mit „Eagle eye“ auf sich?“

Alexander Gumnior: „Das Straßennetz von Wasserburg macht über 100 Kilometer aus. Immer wieder stehen Sanierungsarbeiten an. Darum ist es wichtig, dass aktuelle Straßenbestände und Zustandsdaten ermittelt werden, damit die Behörden mehr Informationen darüber erhalten können, welche Unterhaltsaufgaben wann geplant werden müssen“.

Wasserburg24: „Die Stadt Wasserburg muss ihre Straßen sinnvoll unterhalten. Hilft „Eagle eye“ mit den Informationen, die Straßen haushaltsschonend „in Schuss“ zu bringen?“

Alexander Gumnior: „Genau so ist es. Unser Zweck ist es, mit szepiellen Spezialmessfahrzeugen, mit integrierten hoch modernen Kameras, Daten zu ermittelt, die dann ausgewertet und von den Behörden genutzt werden.“

Wasserburg24: „Wie funktioniert die Datensammlung?“

Alexander Gumnior: „Die Vermessungsleistungen ist enorm. Mit 12 Kameras, einer 360°-Panoramakamera, Laserscanner sowie verschiedene Sensoren bestückt, ermitteln die Fahrzeuge alle relevanten Daten des gesamten Straßenraums „aus einem Guss“. Aus den Grunddaten können, wie aus einem Baukasten heraus, die gewünschten Daten, wie etwa die realen Straßenflächen, die Straßenmöblierung und den Straßenzustand erfasst werden. Nachher können diese ausgewertet und dokumentiert werden. Diese Daten sind ideal für die systematische Erhaltungsplanung der Straßen geeignet. Des Weiteren ist eine effektive und kostengünstige Fortführung der bestehenden Bestands- und Zustandsdaten möglich.

Wasserburg24: „Nun könnte man Ihnen unterstellen, dass Sie die Daten auch an Google übermitteln und so die Privatsphäre der Bürger gestört werde?“

Alexander Gumnior: „Diese Befürchtung der Bürger kann ich absolut verstehen, aber keine Angst – „Eagle Eye“ hat keinerlei Gedanken, die Daten anderweitig zu nutzen. Es dient lediglich dem Zweck, den Straßenzustand darzustellen, denn schließlich sollen die Straßen auf einem gewissen Niveau gehalten werden. Dies ist für die Verkehrsteilnehmer äußerst wichtig“.

Wasserburg24: „Ab wann beginnen die Messfahrten mit den mächtigen Maschinen?“

Alexander Gumnior: „Startschuss ist am Donnerstag, den 26. Juni. Das ganze dauert einige Tage bis hin zu einer Woche. Danach haben die Bürger rund um Wasserburg wieder Ruhe von uns. Gefahr während unserer Anwesenheit besteht übrigens nicht“.

Quelle: rosenheim24.de

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