Das Klima war der Hauptdarsteller

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Bürgermeister Michael Kölbl und Klimamanager Christian Klimmer mit den interessierten kleinen und großen Klimaforschern aus Kita und Schule
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Wasserburg – Viel zu tun gab es während der Klimawoche in der Innstadt. Experimente wurden gemacht und Fragen beantwortet. Kinderaugen stufen das Klima als sehr wichtig ein.

Die Wasserrakete hüpfte hunderte Male in die Höhe, die Besucher durften selbst versuchen, wie dieser Antrieb funktioniert, auch Windräder und Boote wurden gebastelt. Sogar mit Musik und einem Theaterstück konnte das Klima erklärt werden. Der Klimatag hat gezündet, viele Interessierte kamen in die Altstadt, um die Projekte zu bestaunen, welche die 14 Gruppen aus Schulen und Kindergärten zuvor 1 Woche lang erarbeitet hatten.

Klimatag in der Altstadt

Mia erklärt ihrer Mama das Geheimnis mit dem Wind. Sie hat im Kindergarten viel mit Wasser und Luft experimentiert, ist begeistert von den Versuchen, die gemacht wurden. „Ich weiß jetzt auch, dass Wasser ganz schön stark ist“, so die 4-Jährige.

Die Kinder und Jugendlichen, die sich in den vergangenen Wochen auf das Thema Klima eingelassen haben, könnten vom Alter unterschiedlicher nicht sein. Vom Krippenkind bis zum 16-jährigen Schüler, jeder sah das Klima aus einem anderen Blickwinkel heraus. So fragten sich Grundschüler, ob es wirklich sein müsse, dass Obst und Gemüse extra eingeflogen wird oder warum dem Eisbären die Eisscholle davon schmilzt. Schüler der Anton-Heilingbrunner-Realschule verglichen die Möglichkeiten der Solarkraft und zeigten Unterschiede auf. Mit einer eigenen Solaranlage erhitzten sie Wasser beim Klimatag auf 75 Grad. Auch das Thema Biogas wurde genau unter die Lupe genommen. Beim Klimatag in der Altstadt hatten die Schülerinnen eine mit gärenden Abfällen gefüllte Plastikflasche dabei, die mit einem Luftballon verschlossen war. So konnte das Prinzip der Biogasanlage praktisch dargestellt und erklärt werden.

Eines der vielen Highlights war das Mausefallenauto. Vivie erklärt den mechanischen Vorgang des Fahrzeugs und zeigt sich sichtlich stolz: „Die Besucher haben es gar nicht glauben können, dass unsere Konstruktion funktioniert“. Der dritte Bürgermeister der Stadt Wasserburg, Otto Zwiefelhofer, eröffnete mit großer Freude den Klimatag, und erklärte, dass es wunderbar sei, wenn junge Menschen schon so zukunftsorientiert denken. Während der Veranstaltung gab es viele staunende Gesichter, die Schüler hatten Spaß an den Versuchen, waren begeistert von dem Thema und entdeckten den Wert eines guten Klimas. Mit viel Witz und einer Menge Infos im Gepäck erläuterten die Mittelschüler ihren Versuch, Spiegeleier zu braten, wie es das Wort selbst umschreibt: Mit Hilfe eines Spiegels und der Sonne wurde der Snack mitten in der Altstadt zubereitet.

Doch nicht nur die Jugend probierte sich aus. Auch die Kleinen aus Krippe und Kindergarten hatten das Klima etwas besser kennenlernen dürfen. So wurde ein Windelquiz erarbeitet, weil eine Woche lang aufgelistet wurde, wie viel Kilo Müll sich durch die Windelberge ansammeln. Aus Müll wurde eine Collage gebastelt und auch der Frage nachgegangen, ob der Eisbär bald nur noch im Zoo leben könne. „Ein durchwegs gelungenes Projekt“ freut sich auch Klimamanager Christian Klimmer. Er war für die Organisation zuständig, und ist begeistert, dass die Kinder sich auf das wichtige Thema Klima eingelassen haben. Wichtig sei es, so Klimamanager Christian Klimmer, dass die jungen Generationen auf das Thema Klimaschutz sensibilisiert werden und gute Gedanken dazu entwickeln. „Ein Gespür dafür, was unserem Klima gut tut, hatten die Kinder schnell“, erklärt eine Erzieherin.

Das selbst entdecken stand hoch im Kurs, viele Experimente lieferten Erkenntnisse, die in Erinnerung bleiben würden, heißt es von den Lehrern begeistert. Bürgermeister Michael Kölbl würdigte die Kids und Jugendlichen mit einer Urkunde und einem Eisgutschein. „Ein herzliches Dankeschön, dass Ihr hier so tollen Einsatz gegeben habt“, sprach Kölbl den kleinen Klimaforschern sein Lob aus. Es sei bemerkenswert, mit welch vielfältigen Fragen sich die Kinder auseinandergesetzt hätten, das Thema Klima wurde aus vielen Blickwinkeln betrachtet, ein Feingespür sei bei den Kindern vorhanden, freuten sich die Verantwortlichen.

Quelle: rosenheim24.de

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