Hauptausschuss diskutiert über mögliche Einführung

Bekommt Wasserburg eine Sicherheitswacht?

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Wasserburg - Braucht es im Stadtgebiet eine Sicherheitswacht? Der Hauptausschuss bekommt in der Sitzung am kommenden Dienstag Informationen darüber, wie dies in der Praxis aussehen würde.

In einigen Kommunen in der Region gibt es die Sicherheitswacht bereits, etwa in Rosenheim, Schongau, Freilassing sowie Burgkirchen/Burghausen.

Am Dienstag zur Hauptausschusssitzung werden Polizeihauptkommissar Markus Steinmaßl sowie ein Kollege aus Rosenheim und ein Kollege des Polizeipräsidiums, der solche Sicherheitswachten koordiniert, die Ausschussmitglieder informieren, wie die Praxis mit einer Sicherheitswacht sein könnte.

"Es geht um die reine Information der Stadträte zu diesem Thema", erklärt der Dienststellenleiter der Polizei Wasserburg, Markus Steinmaßl im Gespräch mit wasserburg24.de

Die öffentliche Sitzung des Wasserburger Haupt- und Finanzausschuss beginnt am Dienstag, 12 Juli um 18 Uhr in der Ratsstube.

Dabei handelt es sich um ein Projekt des Innenministeriums, bei dem sich ehrenamtliche Bürger gegen eine Aufwandsendschädigung um die öffentliche Ordnung kümmern sollen. Es sei ein Projekt von Bürger für Bürger, betont Steinmaßl.

"Dabei geht es etwa um Sauberkeit, Leinenpflicht, Punkte, die in den Satzungen der Stadt verankert sind, um Vandalismus, um nur einige Beispiele zu nennen", führt Steinmaßl weiter aus.

Entschieden über diese Idee ist noch gar nichts, doch im öffentlichen Teil der Hauptausschusssitzung geht es um die grundsätzliche Information darüber.

Wer könnte sich an der Sicherheitswacht beteiligen?

Bürger, die Zivilcourage zeigen und sich für die Gesellschaft einsetzen wollen, seien bei der Sicherheitswacht richtig, so die Polizei. Es würde einen Dienstplan geben, außerdem würde eingeteilt, welche Tages- und Nachtzeiten besonders relevant wären, eine Mitbetreuung durch die Sicherheitswacht zu starten.  

Gesteuert werde diese Sicherheitswacht von der Polizei, so der Polizeihauptkommissar. "Wir können dann auch über die aktuellen Brennpunkte informieren, dann würden diese Ehrenamtlichen auf eine Art "Streife" gehen".

In vielen Teilen Bayerns gibt es die Sicherheitswacht. "Es hat aber nichts mit Hilfspolizei oder einem Securitydienst zu tun", betont Steinmaßl. Besondere Voraussetzungen müssten gegeben sein.

Bis zu einem Höchstalter von 60 Jahren sei ein solches Engagement bei der Sicherheitswacht möglich, außerdem müsse ein einwandfreier Leumund gegeben sein, heißt es von der Polizei. Es müsse einfach passen für den ehrenamtlichen Dienst bei der Sicherheitswacht. Die Polizei ersetze eine mögliche Sicherheitswacht nicht. Doch es bestehe eine besondere Vernetzung.

Am Dienstag wird es auch Informationen geben, welche Rechte die Ehrenamtlichen in der Sicherheitswacht haben, wie es in der Praxis gesteuert wird und welcher Einsatz im Stadtgebiet möglich wäre. Ob Wasserburg tatsächlich eine Sicherheitswacht bekommt, bleibt noch völlig offen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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