Braucht Wasserburg eine „nette Toilette“?

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Braucht Wasserburg eine "nette Toilette"? Die Frage aller Fragen geht um.
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Wasserburg – Wo geht man mit dem eigenen Kind auf’s Klo, wenn man gerade in der Stadt ist? Wo finden Touristen eine der fünf öffentlichen Toiletten? Braucht die Stadt eine „nette Toilette“ oder ist die Idee nur Spinnerei?

Bereits vor ungefähr sieben Jahren hat sich der Fremdenverkehrsverein Wasserburg mit dem Anliegen an die Stadt gewandt. Man habe die Idee vorgestellt, mehr Image für die Stadt und mehr Service für Stadtbesucher mit dem Start von „nette Toilette“ zu erreichen, heißt es von Jürgen Häuslmann. Die Wirte hätten sich besprochen, man hätte den Gästen gerne solch einen Service angeboten.

Was ist die „nette Toilette“?

Gaststätten und Cafés würden den Stadtbesuchern, auch wenn sie keine Lokalgäste sind, ihre Toilette zur Verfügung stellen. Dieser Service sei Imageaufwertung für eine Stadt, zahlreiche Kommunen machen bereits mit, so Häuslmann.

Das Prinzip „nette Toilette“ habe sich stark entwickelt, erklärt der Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins Wasserburg auf Nachfrage. „Leider ist unser Vorhaben im Sande verlaufen, was wir Wirte wirklich sehr schade finden“, betont Häuslmann. „Die Gastronomen wollten als Gegenleistung lediglich einen kleinen Abzug vom Wasser bzw. Abwasser“. Auch jetzt lassen etliche Lokalitäten die Stadtbesucher kostenfrei auf die Toilette gehen, auch wenn es keine direkten Gäste sind. „Aber ich bin überzeugt davon, dass die Menschen es mit der ersichtlichen Erlaubnis durch ein Schild „nette Toilette“ einfach ohne schlechtes Gewissen oder mit einem besseren Gefühl tun“, so Häuslmann. Freilich gebe es in der Stadt öffentliche Toiletten, doch als Tourist wüsste man im Bedarfsfall oft nicht, wo diese zur Verfügung stünden. „Auch mit Kindern ist es doch so, dass man viel lieber auf eine Toilette eines Gasthauses oder Cafés geht, als auf eine öffentliche Toilette“, zeigt sich Häuslmann überzeugt.

Stadt nicht abgeneigt

Was sagt die Stadt zu dem Gedanken des Prinzips „nette Toilette“? Bürgermeister Michael Kölbl bestätigt, dass die „nette Toilette“ im Gespräch gewesen sei. Wirtschaftsreferent Oliver Winter sei mit dem Thema vertraut. „Grundsätzlich besteht Aufgeschlossenheit der Stadt Wasserburg zu der Einrichtung“, so Kölbl im Gespräch mit wasserburg24.de. Es müsse sich aber auf einige Lokalitäten begrenzen, heißt es aus dem Rathaus. „Es gibt öffentliche Toiletten, die jedem zur Verfügung stehen“, erklärt das Stadtoberhaupt.

Sowohl in den Parkhäusern, im Rathaus, außerdem am Gries stünden öffentliche Toiletten zur Verfügung, mit insgesamt fünf öffentlichen Toiletten sei Wasserburg zwar gut ausgestattet, doch speziell an Veranstaltungstagen oder bei großem Touristenansturm würde man in der Tat möglicherweise mehr Angebot benötigen, zeigt sich Kölbl aufgeschlossen. Gespräche diesbezüglich seien am Laufen. Der Rathauschef betont nochmals, dass es sich um eine Auswahl an Lokalitäten handeln werde. Die Stadt Wasserburg entrichte für diese Einrichtung dann – wie andere Städte auch – eine Pauschale für die Mehrausgaben. Bedarf gebe es möglicherweise im Bereich der Hofstatt, auch andere Bereiche seien durchaus möglich, so Kölbl abschließend.

Quelle: rosenheim24.de

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