Wochenendarbeit wird zum Konfliktfall

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Wasserburg - Die Wochenendarbeit, seit Monaten ein Thema in der Molkerei Meggle, gerät zum Konfliktfall. Die Gewerkschaft fordert, die Ausnahmen endlich zu regeln:

„Der Hintergrund: Laut Flächentarifvertrag ist die Arbeit nur von Montag bis Freitag zulässig. Wenn bei Meggle auch am Wochenende gearbeitet werden soll, dann braucht es dafür einen Tarifvertrag, der diese Ausnahmen regelt“, so Georg Schneider von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Rosenheim. Solche Tarifverträge zur Legalisierung der Wochenendarbeit gibt es bereits in den meisten oberbayrischen Molkereien wie zum Beispiel Bauer (Wasserburg), Bergader (Waging/See), Wendelstein (Bad Aibling), Jäger (Haag).

Obwohl Tarifverhandlungen über die Wochenendarbeit bereits auf den heutigen 9. Dezember vereinbart waren, hat die Geschäftsführung von Meggle kurz zuvor eine rechtlich unwirksame „freiwillige Leistung“ in Form von Geld und freier Zeit für jede Wochenendschicht in Aussicht gestellt und mit dem Betriebsrat besprochen. „Das ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht“, so Schneider zu diesen neuesten Entwicklungen: „Ohne tarifliche Genehmigung ist ab 1. Januar die Wochenendarbeit bei Meggle illegal und ein glatter Tarifbruch. Zu einer tariflichen Öffnung gibt es keine Alternative.“

In den Tarifgesprächen am 9. Dezember wurde dann Seitens der Geschäftsführung die Tür zugeschlagen. Die Gewerkschaft NGG bereitet jetzt Aktionen vor, um diesen Tarifbruch anzuprangern.

Pressemeldung Gewerkschaft NGG

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © re

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