Polizei warnt vor Ethanolöfen

Kripo ermittelt nach Ofen-Explosion in der Schmidzeile

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Wasserburg - Nach der schweren Explosion eines Ethanol-Ofens in der Schmidzeile hat die Kripo Rosenheim die Ermittlungen übernommen. 

Am Abend des 9. Februar ging ein lauter Knall durch die Wasserburger Altstadt. In der Schmidzeile explodierte ein Ethanol-Ofen, ein 33-Jähriger erlitt dabei schwere Verbrennungen, seine Partnerin wurde ebenfalls verletzt. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Münchner Spezialklink gebracht. 

Gesundheitszustand weiter kritisch

Über den genauen Gesundheitszustand konnte die Polizei auf Nachfrage von wasserburg24.de keine genauen Angaben machen, aber der Zustand des Mannes dürfte weiter kritisch sein. 

Kripo ermittelt

Zwischenzeitlich hat die Kripo Rosenheim die Ermittlungen übernommen, was aber zum Standardprozedere bei solchen schweren Unfällen gehört, so Polizeisprecher Stefan Sonntag.

Momentan geht die Kriminalpolizei davon aus, dass der Ofen noch warm war, als der Mann das Ethanol nachfüllen wollte. Deshalb bildete sich wohl das explosive Gasgemisch.

Polizei und Feuerwehr warnen vor den Gefahren

“Der Sicherheitsaspekt sollte bei der Entscheidung für einen Ethanolofen an erster Stelle stehen”, erklärt Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. „Die europaweit geltende Norm DIN EN 16647 legt die Anforderungen an sichere Geräte fest. Nach erfolgreicher Prüfung vergibt beispielsweise der TÜV ein entsprechendes Prüfzeichen.“

Bilder vom Einsatz

Feuerwehreinsatz in der Wasserburger Altstadt am Mittwoch

Brennbare Materialien fernhalten 

Ethanolöfen eignen sich nicht fürs Beheizen eines Raumes, sondern erfüllen dekorative Zwecke. Bioethanol ist ein Alkohol, der aus Getreide, Kartoffeln oder Zuckerrohr gewonnen wird. Statt zum Verzehr, werden diese biologischen Rohstoffe zu Alkohol vergoren und als Brennstoff genutzt. 

Das flüssige Bioethanol besteht zu etwa 95 Prozent aus pflanzlichen Alkoholen. Ganz ungefährlich ist Bioethanol daher nicht: Offen stehend, kann Bioethanol schon bei Temperaturen um 21 Grad ein leicht entzündliches und explosionsfähiges Luft-Gemisch bilden. 

Herstellerhinweise aufmerksam lesen

Ob Edelstahl, Glas oder Stein – aus welchem Material der Ethanolofen besteht ist Geschmackssache. Für alle Geräte gilt aber, dass sie fest stehen und richtig montiert sein müssen. Vor dem ersten Einsatz empfiehlt es sich, die Herstellerhinweise aufmerksam zu lesen. 

Denn der unvorsichtige Umgang mit flüssigen Brennstoffen wie Ethanol birgt Risiken und kann zu schweren Unfällen und Verbrennungen führen. Falls während des Betriebs des Ethanolofens ein unangenehmer Geruch entsteht, liegt dies meist daran, dass dem Brennstoff Wasser und Gelbstoff beigemischt wurden und das Ethanol deshalb weniger sauber verbrennt. 

Tipps zur Sicherheit: 

Vorsicht beim Nachfüllen des Brennstoffes: nicht befüllen, so lange der Kamin brennt oder noch heiß ist! Stellen Sie den Kamin nicht in der Nähe von brennbaren Materialien auf! Lassen Sie den Ofen nie unbeaufsichtigt! Lüften Sie regelmäßig: Der Brennvorgang senkt den Sauerstoffgehalt im Zimmer, es entstehen Gase wie beispielsweise Kohlendioxid! Achten Sie auf Löschwerkzeuge, die auch für brennende Alkohole geeignet sind!

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