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Feldbegehung

Kooperation im Wasserschutzgebiet Fuchsthal: Landwirte schützen Wasserburger Trinkwasser

Feldbegehung Wasserschutzgebiet Fuchsthal
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Kooperationslandwirte zusammen mit Betriebsleiter Josef Mayer der Stadtwerke Wasserburg (4. von links), dessen Stellvertreter Thomas Bernhart (6. von rechts) und dem Wasserschutzberater Philipp Maier von Ecozept (rechts) bei der Feldbegehung im November.

Wasserburg - Vertreter der Stadtwerke Wasserburg machen sich im Rahmen einer Feldbegehung ein Bild von der Umsetzung der Wasserschutzmaßnahmen vor Ort.

Die Meldung im Wortlaut

Die Stadtwerke Wasserburg beziehen den hauptsächlichen Teil ihres Trinkwassers aus dem Quellgebiet Fuchsthal südöstlich der Stadt. Dort befindet sich das etwa 370 Hektar große Wassereinzugsgebiet, das überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird. Viele der Böden dort haben nur eine geringe Pufferwirkung aufgrund einer kiesigen Unterlage. „Deshalb haben wir schon 2003 die Zeichen der Zeit erkannt und eine freiwillige Kooperation mit den landwirtschaftlichen Betrieben gestartet“, sagt Josef Mayer, Betriebsleiter bei den Stadtwerken. Im Fokus der Kooperationsarbeit steht die Verminderung der Nitrateinträge aus dem Ackerbau. Zur Diskussion der umgesetzten Maßnahmen im laufenden Jahr lud die Firma Ecozept kürzlich zu einer Feldbegehung. Das Freisinger Ingenieurbüro moderiert seit Beginn an den fachlichen Austausch zwischen Wasser- und Landwirtschaft.

Auf einer Fläche von Landwirt Georg Angerl wurden Erfahrungen mit dem Zwischenfruchtanbau nach Getreide diskutiert. „Aufgrund der Trockenheit im August, sah die Fläche nach der Saat zunächst nicht so gut aus, hat sich bis zum Herbst aber überraschend positiv entwickelt, sodass ich mit dem Ergebnis zufrieden bin“ so der ausführende Landwirt. Als Zwischenfrüchte werden Mischungen verschiedener Pflanzenarten angebaut, die den Boden bedecken und durchwurzeln sollen. Das ernährt die Bodenlebewesen und sorgt dafür, dass Kohlenstoff im Boden gespeichert wird.

Für den Trinkwasserschutz ist allerdings ein Effekt von ganz besonderer Bedeutung: Die Pflanzen nehmen den überschüssigen Stickstoff auf und lagern ihn in ihrer Spross- und Blattmaße. Dadurch kann auswaschungsgefährdetes Nitrat über den Winter gespeichert werden und trägt im nächsten Jahr zur Düngung der Folgefrucht bei. Dabei ist die Qualität der Umsetzung maßgeblich von den drei Faktoren Saatzeitpunkt, Mischungsauswahl und Aussaattechnik abhängig, betonte Wasserschutzberater Philipp Maier von Ecozept: „Ein hauptfruchtmäßiger Anbau mit Säkombination führt am sichersten zum Erfolg, das merkt man gerade in den Jahren mit ungünstiger Witterung wie heuer im Spätsommer“.

Auf weiteren Flächen ging der Berater auf die Auswahl der passenden Saatgutmischungen ein und gab Tipps für die geeignete Aussaatstrategie bei verschiedenen Getreidearten. Die anwesenden Landwirte nutzten die Gelegenheit der Feldbegehung, um sich untereinander auszutauschen und die jeweiligen Erfahrungen zu teilen.

Für Betriebsleiter Mayer von den Stadtwerken ist klar: „wir werden weiter den Weg der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Landwirten gehen. Diese freiwillige Kooperation auf Augenhöhe ist Voraussetzung für den vorbeugenden Grundwasserschutz“.

Pressemitteilung Stadtwerke Wasserburg a. Inn

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