Letzte Chance vor Sperrzeit-Verordnung

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Muss die Stadt die Sperrzeit regeln?
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Wasserburg - Wenn das Leben in der Innenstadt wegen nächtlicher Ruhestörung nicht mehr schön ist, hört für viele Bürger der Spaß auf. Lösen die Barbetriebe das Problem selbst?

Egal ob unter den Arkaden oder direkt aus den Lokalitäten selbst – viele Gäste machen zu nächtlicher Stunde Lärm.

Oft werden sogar die Klänge aus den Kneipen selbst zum lautstarken Problem.

Der Hauptausschuss der Stadt Wasserburg  hat sich nun dafür ausgesprochen, den Betreibern der Lokalitäten nochmals die Selbstbeschränkung  in die Hand zu geben. Sollte sich an der Lärmbelästigung nichts ändern, wird es eine Sperrstunden-Regelung geben.

Viele Offizielle sind einer Meinung

Sowohl die Polizei als auch die Gaststättenaufsicht des Landratsamtes haben sich mit an den Gesprächstisch gesetzt. Immer wieder gibt es Beschwerden von Bürgern, die sich in ihrer Nachtruhe gestört fühlen und um Hilfe bitten.

Viele Gastronomen kümmern sich bereits darum, dass es so nicht weiter gehen darf und die Lautstärke durch die eigenen Gäste oder durch die Musik in der Lokalität reduziert werden muss. Doch insbesondere zwei Lokalbetreiber scheinen den Ernst der Lage  nicht in vollem Ausmaß erkannt zu haben. Michael Kölbl teilte mit, dass es wahrlich „fünf vor zwölf“ sei, bevor die Sperrzeit durch die Stadt verordnet werde: „Es wurde unmissverständlich mitgeteilt, dass es die letzte Chance gibt, sich freiwillig an bestimmte Regeln zu halten. Wir werden dies in den nächsten Wochen beobachten und dann entscheiden müssen, ob es besser geworden ist oder die Sperrzeit durch die Stadt geregelt werden soll“.

Die Türen der Lokalitäten seien ab Mitternacht geschlossen zu halten, damit der Lärm nicht so nach draußen dringen könne, zeigt sich als Punkt auf der Liste. Außerdem sollten die bestellten Getränke nicht mit nach draußen  zum Rauchen genommen werden dürfen. Ein zuverlässiger Türsteher könne das Publikum dahingehend ermutigen, sich an diese Dinge zu halten, heißt es von Landratsamt und Stadt.

Besonders große Probleme ergeben sich unter den Arkaden in der Innenstadt. Hier gelte kein öffentlicher Bereich, alles falle in Privatbesitz, erläuterte Michael Kölbl. Er appelliere an die Hausbesitzer, sich hier ebenfalls dafür einzusetzen, dass der Lärm durch die Pächter und deren Gäste reduziert nach draußen gehe.

Wie berichtet, leiden die Bürger der Wasserburger Innenstadt unter der Lautstärke vieler Gäste und der zu lauten Musik in manchen Lokalitäten.

Etliche Betreiber beachten die Vorgaben ohnehin in großem Ausmaß, doch „schwarze Schafe“ unter den Kneipenbesitzern  in Herrengasse und Marienplatz schafften es bislang nicht, den Empfehlungen nachzukommen.

Die Polizei und auch die Gaststättenaufsicht des Landratsamtes, Herr Wältl, ermutigen die Bürger weiterhin, Lärmbelästigungen zu melden. Nur so könne notiert werden, ob es funktioniere ohne Verordnung durch öffentliche Hand.

Quelle: rosenheim24.de

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