Stadtrat diskutiert Antrag wegen Jugendbürgerversammlung

Wasserburg: Mehr auf die jungen Leute hören?

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Die Stadt Wasserburg zählt viele junge Menschen, die hier leben. Doch haben die auch genug Interesse für die Lokalpolitik?
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Wasserburg –Braucht es mehr Faszination und Interesse junger Menschen in Bezug auf die Lokalpolitik? Wenn es nach Stadträtin Edith Stürmlinger und das Wasserburger Bürgerforum geht, ja. Deshalb wurde ein Antrag gestellt, der Bürgerversammlungen speziell für Jugendliche und Kinder einfordert.

„Wir müssen den jungen Leuten mehr Gehör verschaffen, denn die Politik in der Heimat geht sie viel an“, zeigt sich Edith Stürmlinger überzeugt.

Leider hätten junge Menschen wenig Interesse daran, die allgemeinen Bürgerversammlungen zu besuchen. Stürmlinger glaubt, dass eine gewisse Voreingenommenheit eine Rolle spielen könnte. „Junge Menschen sind unsere Zukunft und sie haben ein Recht darauf, uns als Stadträte auf ihre Bedürfnisse, Meinungen und Anliegen aufmerksam zu machen“, erklärt Stürmlinger im Gespräch mit wasserburg24.de. Sie fordert gemeinsam mit ihren Kollegen des Bürgerforums alle dazu auf, diese Chancen dann auch zu nutzen.

„Rührt Euch und sagt uns, worauf es Euch ankommt“, ermutigt Stürmlinger die junge Generation. Dazu gehören Jugendliche, die ganz eigene Sichtweisen zu bestimmten Themen hätten, doch Jugendbürgerversammlungen könnten sogar noch ein Stück weitergehen.

„Vielleicht kann sich daraus sogar ein Jugendparlament entwickeln, das steht offen“, betont die Stadträtin, die in Wasserburg als Kulturreferentin fungiert. Nicht außer Acht lassen sollte man neben der vielen Jugendlichen, die in Wasserburg leben, auch die Familien mit Kindern.

Darum stehe in dem Antrag, der auf spezielle Jugendbürgerversammlungen poche, auch der Vorschlag, eigene Kinderbürgerversammlungen einzuberufen. „Familien mit Kind haben ebenfalls Meinungen und Ideen, wie die Stadt sich noch kinderfreundlicher präsentieren könnte oder was an einem Spielplatz noch verbessert werden sollte“, ist sich Edith Stürmlinger sicher. Sie warnt davor, einfach über den Kopf der jungen Leute hinweg zu entscheiden und nicht verstärkt auf deren Bedürfnisse zu schauen.

„Es erweitert das Stimmungsbild und durch ein spezielles Angebot an Informationen und Meinungen können Kinder und Jugendliche die Demokratie lernen und besser verstehen“, glaubt die erfahrene Stadträtin. „Sagt uns, was Ihr vermisst und helft uns, Gedanken und Ideen zu verwirklichen“, heißt es von Stürmlinger abschließend.

Am Donnerstag nächster Woche, 17. Dezember 2015, findet ab 17 Uhr die Stadtratssitzung in Wasserburg statt. Der Tagesordnungspunkt, der spezielle Jugendbürgerversammlungen und solche für Kinder vorschlägt, wird möglicherweise heiß diskutiert. Bereits in anderen Kommunen werden erfolgreich Jugendparlamente geführt. Wasserburg könnte die nächste Stadt in der Region sein, die den Jugendlichen mehr Gehör verschaffen wird.

Quelle: rosenheim24.de

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