Erste Details zum Konzept sickern durch *Mit Voting* 

Ein Biergarten direkt am Inn in Wasserburg - aber erst im Sommer 2021?

An dieser Stelle (rechts im Bild) wäre ein Biergarten in Wasserburg möglich. Eine mobile Imbisswirtschaft mit Wirtsgarten Gäste aus Nah und Fern an den Wasserburger Inndamm locken. Ein Konzept dazu gibt es bereits. 
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An dieser Stelle (rechts im Bild) wäre ein Biergarten in Wasserburg möglich. Eine mobile Imbisswirtschaft mit Wirtsgarten Gäste aus Nah und Fern an den Wasserburger Inndamm locken. Ein Konzept dazu gibt es bereits. 

Wasserburg - Es ist der Traum vieler Wasserburger: Ein lauschiges Platzerl direkt am Inn, eine zünftige Brotzeit und eine kühles Bier im Hochsommer. Die Stadt liebäugelt seit Jahren mit der Idee eines Biergartens, es fehlte aber bisher immer am Platz. Nun könnte ein geeigneter Ort gefunden sein und erste Pläne nehmen Gestalt an. 

Das Wasserburger Stadtbauamt hat bereits ein Konzept erstellt: Eine mobile Imbisswirtschaft mit Wirtsgarten soll es werden, Selbstbedienung ohne Service-Personal und Platz für bis 30 bis 50 Gäste. Zusätzlich soll es circa 15 anderweitige Sitzgelegenheiten wie Sonnenstühle oder Sitzkisten geben. Maximal drei Mitarbeiter sollen sich um den Verkauf von Speisen und Getränken aus einem mobilen Verkaufsanhänger heraus kümmern. Auch der Toilettenanhänger soll mobil sein. Im Notfall - beispielsweise bei drohendem Hochwasser - soll das gesamte Betriebsgelände innerhalb von 24 Stunden abgebaut werden können. 


Kultur, Musik und Kunst im Gepäck

Das Konzept kommt einem klassischen Biergarten gleich: Der Betrieb soll von April bis Oktober, jedoch nur bei angemessener Witterung, laufen und lediglich am Wochenende von Freitag bis Sonntag sowie an den Feiertagen jeweils von 11 bis 22 Uhr. In Bezug auf die Gastronomie wird Wert auf regionale und hochwertige Produkte nach dem Motto "Gute Qualität statt großer Auswahl" gelegt. Es soll unter anderem eine kalte Brotzeit, Eis, Kuchen und Snacks geben sowie Getränke aller Art von Bier, Wein und Sekt über Schorlen, Säfte und Limonaden bis hin zu Kaffee und Tee. 

Zudem soll sich ein Kultur-Programm in Form einer Kleinkunstbühne etablieren: Dafür ist unter anderem ein Zelt vorgesehen, in dem Bands Live-Musik zum Besten geben können oder in dem Lesungen durchgeführt werden. Das Angebot ist auf höchstens zwölf außerordentliche Veranstaltungen pro Jahr beschränkt. 


Die geplante Lage des Biergartens am Inndamm. *Für eine größere Ansicht auf das Bild klic ken* 

Die Idee an sich ist nicht neu: Zuletzt wurde im Dezember 2019 darüber diskutiert, ob es möglich wäre eine Art "Kultur-Biergarten" am Inn zu etablieren. Die nun vorgesehene Imbisswirtschaft mit Selbstbedienung kommt dem damaligen Vorschlag der Kultur-Referentin Edith Stürmlinger recht nahe. Beim jüngsten Zusammentreffen im Mai stimmte der Wasserburger Bauausschuss einem "Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung einer Imbisswirtschaft mit Wirtsgarten" am Inndamm zu. Bedeutet das grünes Licht für das Projekt "Biergarten in der Altstadt"? 

Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann möchte die Vorfreude nur ungern trüben, ist aber skeptisch, ob sich das Projekt in diesem Jahr noch realisieren lässt: "Der Teufel steckt im Detail. Es handelt sich bisher nur um eine Voranfrage. Wenn das Landratsamt zustimmt, müssen wir zunächst den Flächennutzungsplan am Otto-Geigenberg-Weg ändern, um einen Biergartenbetrieb überhaupt zu ermöglichen." 

Altstadt-Biergarten am Inn erst 2021? 

Neben wasserrechtlichen Belangen - das Grundstück östlich des Bauamts am Inndamm gehört dem Wasserwirtschaftsamt - stehe außerdem die Klärung offener Fragen aus dem Gaststätten- und Baurecht an. Man wisse noch nicht, welche Auflagen auf die Stadt und einen Betreiber der Imbisswirtschaft - man sei bereits in Gesprächen - zukämen - gerade jetzt in Zeiten der Corona-Krise. Herrmann unterstreicht daher: "Wir möchten das Projekt auf jeden Fall anstoßen und in diesem Jahr auf die Beine stellen. Ich glaube eine Umsetzung wird jedoch erst im Sommer 2021 möglich sein." 

mb

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