Ab 2018 in Wasserburg

Das ändert sich mit der Einführung der Biotonne 

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Ab 2018 gibt es die Biotonne auch in Wasserburg - was bringt sie für Neuerungen mit sich?
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Wasserburg - Zum 1. Januar 2018 gibt es die Biotonne im Stadtgebiet. Aus welchen Gründen braucht die Stadt die Tonne und was ändert sich damit für die Wasserburger?  

Warum braucht Wasserburg die Biotonne?

Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) ist eine getrennte Erfassung von Bioabfällen seit 2015 Pflicht. Hintergrund der gesetzlichen Verpflichtung sind vor allem Aspekte der Ressourcenschonung. Anstatt den größten Teil der Bioabfälle wie bisher mittels Müllverbrennungsanlagen zu entsorgen, wird im Hinblick auf die vom Energiedialog Wasserburg 2050 verfolgte Reduzierung von Treibhausgasemissionen künftig getrennt. So kann mit der Bioabfallsammlung ein erheblicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.

Daten und Fakten rund um die Biotonne

Bisher erfolgt die getrennte Sammlung von Bioabfällen ausschließlich im Bringsystem über einen sogenannten Wiegeschleusencontainer am Wertstoffhof. Da die getrennte Sammlung bisher freiwillig war und nur von rund 500 Haushalten genutzt wurde, wird pro Jahr nur eine Sammelmenge von etwa 65 Tonnen erreicht. Eine Restabfallanalyse ermittelte jedoch im Wasserburger Restabfall ein Potential von fast 600 Tonnen. 

Die Biotonnen gibt es in den Größen 120 Liter, 240 Liter und 660 Liter. Die 120 Liter und 240 Liter Biotonnen sind mit einem Filterdeckel ausgerüstet, der unangenehme Gerüche mildert. Auf Wunsch kann die Biotonne auch mit einem Schloss geliefert werden.

Die Abgabe von Bioabfall am Wertstoffhof mit der Bioabfallkarte wird ab 2018 nur noch für Bürger möglich sein, die von der Biotonne befreit sind. Alle bisherigen Bioabfallkarten verlieren ab dem 1. Januar 2018 ihre Gültigkeit. Die Abgabe von Gartenabfall (Baum-, Hecken-, Strauchschnitt, größere Mengen an Rasenschnitt, Laub) wird am Wertstoffhof weiterhin möglich sein.

Was landet alles in der Biotonne?

  • Speisereste (Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst, Fisch, Knochen und Gräten, Käse und Milchprodukte, Brot und Backwaren, Kaffeesatz mit Filtertüten, Teebeutel, Eier- und Nussschalen)
  • Haare und Federn
  • Kleintierstreu
  • Topfpflanzen und bestimmte Gartenabfälle (Rasenschnitt, Gras, Laub, Blumen, Nadeln, Moos, Unkraut, Kräuter)
  • Bioabfall-Sammeltüten aus Papier und aus gekennzeichneten biologisch abbaubaren Kunststoffen
  • Zeitungs- und Küchenpapier zum Einwickeln der Bioabfälle

Welche Kosten kommen auf die Wasserburger zu?

Die getrennte Sammlung von Bioabfällen bringt große finanzielle Vorteile für die Wasserburger: Da für die Biotonne keine Gewichts- und Entleerungsgebühr erhoben wird, sparen sich die Bürger künftig Restabfallgebühren, da der schwere Bioabfall nicht mehr in der Restabfalltonne landet. Die Biotonne selbst ist gebührenfrei, ein Schloss kostet einmalig 30 Euro.

Wo, wann und wie oft wird die Biotonne entleert?

Die Entleerung findet alle 14 Tage statt. Die Biotonne ist ab Januar 2018 am gleichen Ort zur Entleerung bereitzustellen, wo sich jetzt die Restabfalltonne befinden. Der genaue Entleerungstag wird rechtzeitig bekanntgegeben und in der Abfallinformation 2018 (Verteilung im Dezember 2017) zu finden sein. Die Restabfalltonnen werden ab 2018 grundsätzlich nur noch alle vier Wochen geleert. Bei 240-Liter und 1.100-Liter-Restabfalltonnen besteht die Möglichkeit, diese auf Antrag gegen eine erhöhte Leerungsgebühr weiterhin 14-täglich entleeren zu lassen.

Unter welchen Kriterien wird man von der Biotonne befreit? 

Grundsätzlich muss jeder Haushalt und jedes Gewerbe die Biotonne nutzen, damit möglichst viel Bioabfall gesammelt werden kann. Das nennt sich "Anschlusspflicht". Unter folgenden Aspekten kann man sich per Antrag aber trotzdem von der Biotonne befreien lassen:

  • Befreiung aus Platzgründen: Grundstücke in der Altstadt, die keinen Platz zur Aufstellung einer Tonne zur Verfügung haben, können von der Anschlusspflicht befreit werden.
  • Befreiung wegen Eigenkompostierung: Grundstückseigentümer, die den Bioabfall auf dem eigenen Grundstück kompostieren, können sich ebenfalls von der Tonne befreien lassen. Allerdings müssen pro Hausbewohner 50 Quadratmeter Gartenfläche, auf denen der Kompost ausgebracht werden kann, nachgewiesen werden. 
  • Gemeinsam genutzte Abfalltonne, von der mehrere Nachbarn profitieren: Die Bedarfsanfrage in diesem Fall muss mit dem dazugehörigen Antrag von allen beteiligten Nutzern unterschrieben an die Stadt zurückgeschickt werden.

Bei allen Befreiungen muss der nicht kompostierbare Bioabfall wie beispielsweise Speisereste im Bringsystem entsorgt werden. Dazu benötigt man die Bioabfallkarte.

mb

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