Buntes Treiben am Samstag in Wasserburg 

Die ganze Welt feierte 25. Geburtstag des Nationenfests 

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"Just Duty Free" heizte der Menge hinter der Frauenkirche kräftig ein und auch die Kleinen kamen nicht zu kurz beim Nationenfest 2018. 
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Wasserburg - Kulinarische Highlights aus aller Welt wohin das Auge blickt - das zeichnet das Nationenfest in den Gassen der Wasserburger Altstadt aus. Dieses Mal feierte das bei Jung und Alt beliebte Fest ein Jubiläum. 

Das Fest, das die ganze Welt in der Wasserburger Altstadt vereint, feierte heuer sein 25. Bestehen. Reges Treiben herrschte den ganzen Samstagnachmittag des 23. Juni über bis in die späten Abendstunden in den Gassen. Neben vielen Aktionen und toller Musik stand freilich wie jedes Jahr das kulinarische Angebot aus aller Welt im Mittelpunkt. An zahlreichen Ständen konnten sich die tausenden Besucher verköstigen, Neues und Exotisches ausprobieren

Die Wasserburger Band "Just Duty Free" ließ den Abend mit rockigen aber auch melodisch ruhigen Klängen bis kurz vor Mitternacht gebührend ausklingen.  

Unsere Bilder vom Nationenfest 2018: 

So schön war das 25. Nationenfest in Wasserburgs Altstadtgassen 

Die Geschichte des Nationenfests: 

Entstanden ist das Nationenfest in der Folge der Anschläge in Hoyerswerda, Mölln, Solingen und anderen Städten, als in Deutschland Asylbewerberheime brannten. 1992 gab es bundesweit Lichterketten. In Wasserburg, damals mit knapp über 10.000 Einwohner, kamen 5.000 Menschen, die dicht an dicht in der ganzen Stadt standen. Bei diesem einmaligen Erlebnis sollte es nicht bleiben, der Freundeskreis Lichterkette plante für das folgende Jahr ein Nationenfest. Damals lebten in Wasserburg Menschen aus mehr als 40 Ländern der Welt. Heute sind es mehr als 90 Heimatländer.

Fröhlich, bunt, friedlich, abwechslungsreich, informativ, mitreißend und lecker - das zeichnet das Nationenfest aus. Afrikanische Rhythmen, tschechische und schottische Dudelsackmusik, deutscher Pop und Rock, keltische Weisen, Bigband-Sound, deutsch-türkischer Crossover, amerikanische Gospels oder orientalischer Bauchtanz - bei manch einem Auftritt fällt es schwer, ruhig stehen zu bleiben. 

Die Hautfarbe: Egal 

Doch nicht nur der Spaß steht im Vordergrund: Über die Lage der Flüchtlinge mit diesen diskutieren, Hilfsprojekte kennenlernen, schauen, was die Parteien für die Integration tun, wie es um Presse- und Meinungsfreiheit in anderen Ländern aussieht, rätseln, welche Hauptstadt zu welchem Heimatland eines Wahlwasserburgers gehört oder einfach mit dem Nachbarn aus Ghana, Marokko, Afghanistan, Argentinien, Mali, der Türkei oder Thailand reden - auch das gehört zum Nationenfest dazu. 

Schließlich sollen sich die Wasserburger - gleich welcher Herkunft - und ihre Festgäste kennen lernen können – und dabei vielleicht feststellen, dass die Hautfarbe eine andere, das aber völlig egal ist.

mb

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