Stadt will nicht

Mehr Hochzeiten an Samstagen? Stadt sagt Nein

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Wasserburg – Ein neues Geschäftsmodell wurde anlässlich der Jahreshauptversammlung des WFV diskutiert. In Wasserburg gäbe es nur an drei Samstagen im Monat jeweils einen Termin zum Heiraten. Zu wenig, finden einige Geschäftsleute.

Christine Deliano, bekanntlich Beisitzerin im WFV (Wirtschafts-Förderungs-Verband) brannte es förmlich unter den Nägeln. „Es kann doch nicht sein, dass in dieser wunderschönen Stadt nicht öfter am Samstag eine Trauung vor dem Standesamt stattfinden darf“, betont Deliano. Eine Stadt mit derart Potential könne sogar von weit her Brautpaare locken, die sich hier gerne das Ja-Wort geben würden, wohl aber am Wochenende. „Dadurch wird auch die gesamte Wirtschaft gefördert“, ist sich Deliano sicher. Die Stadt würde daran ebenso gut verdienen (eine Hochzeit am Wochenende kostet mehr als unter der Woche) wie auch die Lokalitäten, Blumengeschäfte und dergleichen, hieß es in der Diskussion. Das Inhaberpaar des Herrenhauses berichtete, dass ein Brautpaar aus München in Wasserburg an einem Samstag vors Standesamt treten wollte. „Sie hatten für die gesamte Hochzeitsgesellschaft zuerst bei uns angefragt wegen der Feier und mussten dann nachträglich absagen, weil die Stadt Wasserburg den Termin nicht bestätigen konnte“, so die Gastronomin.

Tolle Kulisse, begehrter als gewünscht.

Tatsächlich scheint eine standesamtliche Trauung an einem Samstag bisher lediglich Wasserburgern vorenthalten zu sein und dies nicht an allen Samstagen im Monat. Die Rede ist von drei möglichen Samstags-Trauungen im Monat. „Wasserburg ist natürlich eine schöne Stadt zum Heiraten“, zeigte sich der zweite Bürgermeister Werner Gartner versöhnlich. Doch in Dienstbesprechungen sei beraten und kein Handlungsbedarf für eine Erweiterung gesehen worden. „Seit dieser Legislaturperiode ist es auch dem zweiten und dritten Bürgermeister erlaubt, Trauungen abzuhalten, samstags würde kein Standesbeamte arbeiten, sondern entweder der Rathauschef selbst oder eben seine Stellvertreter. Otto Zwiefelhofer und ich machen das ehrenamtlich“, so Gartner während der Diskussion. Es sei das Anliegen besprochen worden, doch es werden vorerst keine Lockerungen diesbezüglich gemacht, so der zweite Bürgermeister weiter.

Freilich verstehe er die Situation der Geschäftsleute, insbesondere Hotel- und Gaststättenbesitzer, die durch samstägliche Trauungen eventuell zusätzliches Geschäft haben könnten. „Wir sind der Meinung, dass es genug Samstagstermine für Trauungen in der Stadt Wasserburg gibt“, so Gartner abschließend. "Wir geben da noch keine Ruhe und werden dieses Anliegen weiter zum Thema machen“ zeigte sich Christine Deliano überzeugt. Man sei als WFV um seine Mitglieder und die Geschäftswelt sehr bemüht und unterstütze gerne. „Im wunderschönen Wasserburg heiratet man eben einfach gern, das ist doch ein großer Vorteil für Stadtmarketing“, lächelt Deliano.

Quelle: rosenheim24.de

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