Neue Umbau-Ideen beim Badria

Gäste sollen länger schwitzen

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Die Saunalandschaft im Badria soll erweitert werden, sowohl innen, als auch außen
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Wasserburg – Dem Badria geht die Lust auf’s Bauen nicht aus. Jetzt steht fest: Nicht nur der Badebereich soll saniert werden, auch die Sauna wird einen neuen Schliff bekommen.

Es sprudelt nur so vor Ideen. Stadtwerksleiter Gerhard Selig ist sich sicher, nur so könne eine Besucherbindung funktionieren. Nach den großen Umbaumaßnahmen im Schwimmhallenbereich werden jetzt die Vorstellungen für eine Erweiterung des Saunaareals  konkret. Derzeit werden Konzepte geschmiedet, um der Saunalandschaft mehr Publikum zu bescheren.

Dabei sei es besonders wichtig, dass die Saunagäste zukünftig auch länger bleiben  wollen, heißt es von Gerhard Selig. „Momentan fällt es auf, dass unsere Saunabesucher zu 90 Prozent nur für 4 Stunden bleiben. Dies wollen wir ändern. Deshalb muss alles attraktiver werden, denn das momentane Ambiente reicht nicht für einen kompletten Saunatag“. Zwar seien die Saunen schön angelegt, doch das Angebot müsse verbessert werden, schiebt Selig nach.

Der Stadtwerksleiter hat seine Ideenpunkte schon mal zu Papier gebracht und beim Werksausschuss vorgefühlt. Grundsätzlich seien die neuen Punkte gut angekommen, so Selig. Jetzt gehe es an die Ausarbeitung und der Aufnahme des Konzepts in den Wirtschaftsplan 2015.  „Im nächsten Jahr wird der Sauna-Außenbereich sehr großzügig erweitert. Auch bei der Bewirtung muss für die schwitzenden Gäste mehr getan werden.

Derzeit kann man im eigenständigen Saunabereich nicht mit der Gastronomie im Bad an sich mithalten“. Doch ein Snackautomat reiche bei weitem nicht aus, um den Besucher einen ganzen Tag in die Sauna zu locken.

Das Prinzip der Ideen wurde vom Werksausschuss zur weiteren Diskussion freigegeben und auch im Grundsatz angenommen. Somit kann es weiterentwickelt werden. Die Kostenzusammenstellung steht noch aus, damit das Projekt dann also in den Wirtschaftsplan 2015 geschoben werden kann. Dadurch sieht Stadtwerksleiter Gerhard Selig Chancen, den Geschäftszweig Sauna besser zu etablieren.

Zunächst sieht es so aus, als würde das Badria im Gesamten viel Geld schlucken. Doch dem Stadtwerksleiter ist klar, dass nur durch Investitionen und Verbesserungen eine langfristige Besucherbindung funktioniere.

Weniger Besucher wegen Umbau

10 Wochen lang wird das Badria in diesem Jahr geschlossen bleiben. Die Umbaumaßnahmen lassen es nicht zu, den Zeitrahmen kürzer zu stecken.

Der Badebereich bleibt von 15. September bis 2. Dezember zu, die Sauna lediglich in KW 43, also vom 20. Bis 26. Oktober. Dann werden die Fensterfronten im Saunabereich eingesetzt.

Der Gaudibrunnen allerdings schließt bereits am 30. Juni. Bis zum 22. Dezember dauern die Betonarbeiten am Spezialbecken. Hintergrund ist, dass der Gaudibrunnen einen der beiden größten Bauabschnitte darstellt. Die Aushärtezeiten dauern länger, deshalb sei diese lange Schließung des Brunnens notwendig, heißt es von Selig.

Der Zugang von der Schwimmhalle Richtung Rutschenbereich und Kinderbecken werde dann über einen tunnelartigen Verbindungskanal im Außenbereich gewährleistet.

Konkrete Zahlen

Die Schätzungen der Besucherzahlen stellen im Vergleich enorme Ausmaße dar: Waren es im Jahr 2013 mehr als 243 000 Gäste, kämen 2014 gesamt in Etwa wohl nur 170 000.

Es werde mit einem Defizit von 1,6 Millionen Euro gerechnet. 

Die deutliche Reduzierung der Besucher mache sich hier breit, doch positiv gesehen, hätte man im Oktober und November keine Betriebskosten, da während dem Umbau auch nicht geheizt werden müsse, erläutert Gerhard Selig. Dies kompensiere etwas. Auch der sehr gut besuchte Januar 2014 spülte kräftig Geld in die Badriakasse.

Wenn alle Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sind, könne man die Gäste jedoch beruhigen, dann kommen keine langen Schließungen mehr ins Haus.

In Zukunft wird es auch die traditionelle 3-Wöchige Schließungszeit im Herbst dann nicht mehr geben. Lediglich 1 Woche sollen dezentral die Bereiche eine kurze Schließung erfahren.

Quelle: rosenheim24.de

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