Neuwahl und Satzungsänderung bei FFW

Lodert das Feuer weiter bei der Feuerwehr?

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Bereit für die neuen Aufgaben: Die neue Vorstandschaft der freiwilligen Feuerwehr Wasserburg stellt sich den Herausforderungen der Ehrenämter. Bürgermeister Michael Kölbl fungierte als Wahlleiter. Jugendleiter und erster Kommandant gratulieren.
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Wasserburg – Die alte Vorstands-Riege ist „abgelöscht“, ein neuer Trupp wurde gewählt. Bürgermeister Michael Kölbl zeigte sich erleichtert: „Ich bin heilfroh, dass dies gut über die Bühne gegangen ist“.

Eine ordentliche Hauptversammlung, die zunächst wie ein Lauffeuer diskutiert wurde. Es hat sich in der Stadt bereits herumgesprochen, dass es knisterte – einige sprachen sogar von einer internen Krise bei der Feuerwehr in Wasserburg.

Stimmung kaputt?

„Vielleicht wird es einfach Zeit, dass ein komplett neues Vorstandsteam sich um die Belange der Feuerwehr Wasserburg kümmert, das kann auch eine Chance für die gesamte Gruppe sein“, erklärte ein Mitglied der scheidenden Vorstandschaft. Komplett trat man zurück, um einen Neustart zu ermöglichen. Über Unstimmigkeiten wollte man sich nicht mehr auslassen.

Die Geschicke in jüngster Zeit wurden bei der Feuerwehr Wasserburg vom zweiten Vorsitzenden, Andreas Motzkus geleitet, an der eigentlichen Spitze war lange der mittlerweile verstorbene Kurt Fritsch, dem man zu Beginn der Hauptversammlung im Stillen gedachte.

Obligatorisch gab es einen Bericht des Vorsitzenden sowie der Kassiererin. Beide vielen positiv – doch der außerhalb des Turnus einberufenen Hauptversammlung geschuldet - äußerst kurz aus: Nach der Begrüßung der Mitglieder und Gäste, darunter auch Vertreter der Kreisbrandinspektion sowie Ehrenmitglieder durch Andreas Motzkus erklärte der Vorsitzende in seiner letzten Rede im Amt, dass man am 3. April 2015 wieder stimmungsvoll das traditionelle Starkbierfest in der Halle abgehalten habe, am 8. Mai 2015 das neue LF20 überführt wurde, beim Gartenfest am 4. Juli 2015 das Wetter am Nachmittag die Gäste fernhielt und der Nachtflohmarkt samt Feuerwehrengagement am 7. August 2015 sehr positiv verlaufen sei.

Kassenwartin Gismunde Pöhmerer listete in ihrem Kassenbericht die Verläufe aus dem Zeitraum zwischen 1. Januar 2015 und 18. August 2015 auf, die Zahlen begeisterten, die Kassenprüfer Rudi Göpfert sen. und Hans Maier baten um Entlastung der Kassenwartin und der gesamten Vorstandschaft. „Die Kasse wurde stets vorbildlich geführt und kann sauber übergeben werden“, hieß es von Rudi Göpfert sen.. 

Kasse gut in Schuss

Kassenwartin Pöhmerer konnte Gutes berichten: Während Januar und Mitte August 2015 waren 181 Buchungen zu verzeichnen, derzeit weise das Girokonto der Feuerwehr Wasserburg einen Kontostand in Höhe von über 13.000 Euro auf. „Es sind jedoch noch einige größere Zahlungen wegen dem Flohmarkt zu tätigen“, gibt Pöhmerer der euphorischen Runde zu bedenken.

Beim Gartenfest kam es zu einem Gewinn in Höhe von rund 2.000 Euro, Mitgliedsbeiträge kamen rund 4.000 Euro herein, der Gewinn vom Flohmarkt-Einsatz wird voraussichtlich rund 6.000 Euro betragen.

Satzung geändert

Bislang sah die Satzung vor, dass es keine Mehrfachämter bei der Freiwilligen Feuerwehr in Wasserburg geben dürfe.

Ein kleiner Paragraph war dafür verantwortlich, Mitglieder in verantwortlicher Position in gewisser Weise „auszubremsen“ für weiteres Tun in einem Feuerwehr-Posten. Die Satzungsänderung soll ermöglichen, dass es zukünftig sehr wohl funktioniere, dass Mehrfachämter erlaubt sind. Kurz vor der Neuwahl der Vorstandschaft stand zur Wahl, ob die insgesamt 62 wahlberechtigten Anwesenden für die Satzungsänderung stimmen. Wahlleiter Michael Kölbl verkündete nach der Auszählung, dass die Dreiviertel-Mehrheit gegeben sei, insgesamt 51 Ja-Stimmen gegeben wurden. 9 Mitglieder stimmten mit Nein, es gab eine Enthaltung. „Die Änderung der Satzung gilt hiermit als mehrheitlich beschlossen“, so Kölbl. 

Unspektakuläre Neuwahl

Es schien alles bestens vorbereitet. Bis auf die gehäuften Vorschläge für die Beisitzer wurde für jeden Vorstandsposten lediglich 1 Person vorgeschlagen. So gab es für den Vorschlag, Rudi Göpfert jun. zum ersten Vorsitzenden zu wählen, 49 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen sowie 2 Enthaltungen und 2 ungültige Stimmen. Rudi Göpfert jun. nahm die Wahl an und dankte allen, die ihm das Vertrauen geschenkt hatten. „Allen anderen möchte ich sagen, dass sie sich an die neue Vorstandschaft gewöhnen müssen“, so Göpfert jun.. 

Zum zweiten Vorsitzenden gewählt wurde mit 49 Ja-Stimmen Florian Pytlik. Hinzu kamen 10 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen.

Zum neuen Schriftführer gewählt wurde mit 59 Ja-Stimmen Otmar Moser. Es wurden 2 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung abgegeben. Als Kassenwart stellte sich Robert Deml zur Wahl. Auf ihn vielen 54 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung.

Wahl des Beisitzers schon spannender

Aufgrund der Satzungsänderung, in der ermöglicht wurde, dass ein Amtsträger bei der Freiwilligen Feuerwehr Wasserburg einen weiteren Posten Inne haben darf, ist vorgesehen, dass ein zusätzlicher Beisitzer der Vorstandschaft zugeschrieben wird. Wegen der Tatsache, dass der zweite Kommandant, Rudi Göpfert jun. nun auch als erster Vorsitzender bei der freiwilligen Feuerwehr in Wasserburg fungiert.

Zur Wahl als Beisitzer stellten sich Hans Maier, Alexander Meier, Martin Edl, Martin Egger, Uwe Bayer. Die beiden Vorgeschlagenen Egger und Bayer kamen nicht zum Zug, mehrheitlich gewählt wurden Hans Maier, Alexander Meier und Martin Edl. Zum Mannschaftssprecher gewählt wurde abschließend ebenfalls in geheimer Wahl Alexander Meier.

Die Funktion des stellvertretenden Schriftführers wird in der konstituierenden Vorstandssitzung festgelegt.

Neuanfang mit großen Erwartungen?

Kein Schlagabtausch, kein besonderer Dank an die scheidenden Vorstandsmitglieder, keine menschlichen Züge des Übergangs zwischen alter und neuer Riege.

Ein Neustart mit wechselndem Vorstands-Trupp, der wieder frischen Wind in die Vorhaben der Freiwilligen Feuerwehr Wasserburg bringen soll? „Ich bin froh, dass die Wasserburger Feuerwehr wieder eine vollständige und aktive Vorstandschaft vorweisen kann“, erklärte Michael Kölbl abschließend. Auch auf den Vorausblick wegen des 150-jährigen Jubiläums im Jahr 2016 sei es wichtig, dass der Feuerwehrverein durch Zusammenarbeit gestärkt werde, so Kölbl. Der erste Kommandant, Georg Schmaderer erklärte auf Nachfrage, ob er nun über die neue Vorstandschaft glücklich sei, dass man vorher gut zusammengearbeitet habe und dies auch zukünftig tun werde. „Wir sind eine Mannschaft und das soll immer so bleiben“, so Schmaderer.

Quelle: rosenheim24.de

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