Informationsveranstaltung mit Diskussion

So will die ÖDP Wasserburg gestalten

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Von links: Christian Flemisch und Ludwig Maier.

Wasserburg - Mehr Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten, ene Sperrung der Altstadt für den Verkehr: Die ÖDP stellte ihre Vision für Wasserburg vor.

Die Meldung im Wortlaut:


Nachdem in Wasserburg am Inn zur letzten EU-Wahl 5% der Wasserburger ÖDP gewählt haben, die Wasserburger Bürger mit 22% vorbildlich das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ unterzeichnet haben, ist es an der Zeit, dass die ÖDP auch zur Kommunalwahl in den Stadtrat antritt. Dies waren die einleitenden Worte des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Ludwig Maier des ÖDP-Kreisverbands Rosenheim, der damit die Gäste im Saal des Paulaner herzlich begrüßte.

Mehr Blühflächen, weniger Lichtverschmutzung

Anschließend stellte Christian Flemisch, der als einheimischer Wasserburger Beisitzer im ÖDP-Kreisvorstand ist, das beschlossene Wahlprogramm vor, das alle Bereiche von Klima- und Umweltschutz über Verkehr, soziale Belange bis hin zur Kultur abdeckt. Auch wenn die Stadt schon vieles in die Wege geleitet hat, sollen beispielsweise noch mehr Blühflächen und Biotope geschaffen, Insekten sollen durch Verringerung der Lichtverschmutzung geschützt werden. Parkplätze sollen mit Photovoltaikanlagen überdacht werden, um CO2-Neutralität bei der Stromerzeugung herzustellen. Das Anmieten von Flächen für weitere Photovoltaikanlagen wird den Stadtwerken empfohlen. Da Klimaschutz nicht nur eine Aufgabe der Stadt Wasserburg ist, sondern eines jeden einzelnen, sollen in regelmäßigen Vorträgen und Workshops in Verbindung mit dem bereits bestehenden Energiedialog 2050 Bürger und auch Firmeninhaber die Möglichkeit bekommen, sich Anregungen zu holen in der Umsetzung der notwendigen Veränderungen. Einig waren sich alle Zuhörer, dass jetzt gehandelt werden muss und nicht irgendwann.


Ausbau der Infrastruktur

Um dem Wunsch vieler Bürger nach einer Fußgänger- und Fahrradbrücke über den Inn vom Burgerfeld in die Altstadt nachzukommen, soll die Stadt Wasserburg eine Neuplanung veranlassen weiter in Richtung des Innwerks, um eine Genehmigung hierfür zu erhalten. Auch spricht sich die ÖDP für eine Sperrung der Altstadt ab dem roten Turm aus mit Ausnahme der Anlieger und für Lieferungen. Bei vorhandener Mehrheit der Befürworter der Reaktivierung der Altstadtbahn im Stadtrat möchte sie diese Reaktivierung neu beschließen lassen. Denn die Vision, die elektrifizierte S-Bahn bis in die Altstadt umsetzen zu können, gibt sie nicht auf. Eine Express-S-Bahn, die ab ca. 2026 bis Reitmehring fahren wird, soll nicht vor den Toren der Stadt ihre Endstation finden.

In Bezug auf den sozialen Bereich wurde festgestellt, dass ein Ausbau des bestehenden Talentetausches im Bürgerbahnhof kaum bekannt ist. In diesem Zusammenhang ist diese bestehende Nachbarschaftshilfe auszubauen und weiter zu unterstützen. Der Ausbau des kulturellen Angebotes wird gefordert, das die Attraktivität Wasserburgs weiter erhöhen soll.

Aufstellungsversammlung am 16. Dezember

In den begleitenden und anschließenden Diskussionen wurde auch das Geschäftesterben in der Altstadt diskutiert, gegen das die ÖDP vorzugehen versucht durch zum Beispiel das Erwirken von Vorkaufsrechten der Stadt Wasserburg für Gebäude im Stadtbereich. Hier waren sich alle einig, dass hier etwas geschehen muss. Jedoch gingen die Meinungen zur Reaktivierung der Altstadtbahnstrecke auseinander.

Interessant war für die Zuhörer auch, dass die ÖDP in Wasserburg sich gegen die Förderung der Elektromobilität ausspricht, aber stattdessen für die Förderung der zukunftsfähigen Wasserstofftechnologie.

Abschließend wurde noch zur Aufstellungsversammlung am kommenden Montag, den 16. Dezember eingeladen. Es werden noch weitere Kandidaten gesucht, aber auch Unterstützer, die bei der Aufstellungsversammlung unterschreiben.

Pressemeldung ÖDP Wasserburg

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