Otto Lederer in der Neurologie des ISK

Moderne Versorgung bei einem Schlaganfall: "Jede Minute zählt!" 

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Otto Lederer (links) steht auch politisch voll und ganz hinter der modernen Technik der Neurologie.
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Wasserburg - Bei einem Schlaganfall muss es schnell gehen - das wissen auch die Ärzte im Innsalzach-Klinikums. Mit dem "Tempis"-Netzwerk und modernster Telemedizin wird die Behandlung präziser und schneller. Landtagsabgeordneter Otto Lederer sah sich die neue Technologie in der Neurologie genauer an. 

"Der Schlaganfall zählt zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Pro Minute sterben bei einem Schlaganfall ein bis zwei Millionen Nervenzellen ab. Dadurch, dass ein Schlaganfall nicht weh tut, bemerken ihn betroffene Patienten häufig zu spät - was im schlimmsten Fall tödlich endet", erklärt Dr. Theodor Danzl, Geschäftsführer des Inn-Salzach-Klinikums, Otto Lederer bei dessen Besuch in der Wasserburger Neurologie. Lederer wollte sich am Freitagvormittag, 28. Juli, selbst ein Bild von der neuen medizinischen Technik vor Ort machen. 

Dr. Theodor Danzl (links) mit Dr. Thorleif Etgen und Otto Lederer (rechts) in der Neurologie. 

Wer früher einen Schlaganfall überlebte, entwickelte sich oft zum Pflegefall oder musste mit gravierenden Einschränkungen im Alltag leben. Besonders in der ländlichen Region ist die schnelle medizinische Versorgung noch verbesserungswürdig. Dabei handelt es sich immer um einen Wettlauf gegen die Zeit. "Jede Minute zählt bei einem Schlaganfall", erklärt Dr. Danzl. "Lieber einmal mehr den Sanker rufe, es geht schließlich um die Gesundheit und Menschenleben. Unserer Rettungsdienste sind mittlerweile besonders gut geschult und aufgestellt. Wo früher ein Notarzt mit an Bord war, übernehmen die Erstversorgung heute die Sanitäter - was wiederum Zeit spart." 

Um den Bürgern schnellstmöglich Hilfe leisten zu können, ist das Inn-Salzach-Klinikum seit 12. Juli 2017 ein neues Glied in der Kette des "Tempis"-Netzwerks, das eine optimale Notfallversorgung garantiert. Mit telemedizinischer Anbindung erhalten regionale Versorgungskliniken Zugang zur Schlaganfallexpertise überregionaler Stroke Units. "Wir können via Videonetzwerk beispielsweise mit Spezialisten des Klinikums Harlaching oder der Universitätsklinik Regensburg in Kontakt treten, Bilder übertragen und eine zweite ärztliche Meinung binnen weniger Minuten einholen", so Dr. Thorleif Etgen, Leiter der Neurologie. Die Fachärzte dort können trotz der räumlichen Distanz präzise Diagnosen erstellen und den Behandelnden vor Ort detaillierte Anweisungen über weitere Therapieansätze geben.

Otto Lederer machte sich in der Neurologie des Innsalzach-Klinikums ein Bild von der neuesten Technologie für Schlaganfalldiagnostik.

 "Weg von den Röntgenbildern und hin zu digitalen Medien - Es ist enorm, was heutzutage technisch alles möglich ist. Das war ein wichtiger Schritt für die Neurologie und gewährleistet optimale regionale Versorgung", freut sich Dr. Danzl über die neue Investition. Doch wie alle Neuerungen war auch das "Tempis"-Netzwerk nicht umsonst: Die Anschaffung des Geräts war mit 30.000 Euro veranschlagt, monatlich kämen laut Dr. Danzl 500 Euro an Kosten für die Nutzung dazu. 

Otto Lederer betonte, er finde es "großartig, wie das Innsalzach-Klinikum die Vorteile der Digitalisierung mit der medizinischen Versorgung verknüpft" und wolle das auch politisch unterstützen: "Die Politik und die Fördergelder sind der Motor des Ganzen, erst dann bewegt man Dinge. Wenn es der Gesundheit der Bürgern dient, sind wir gerne bereit uns für Fördermittel einzusetzen. Ein Schlaganfall kann jeden treffen - unabhängig von der Altersgruppe. Es freut mich sehr, dass Wasserburg über eine solch grandiose Technik verfügt und den Patienten so ein Comeback in ein erfolgreiches und gesundes Leben mit hoher Qualität ermöglichen kann." 

mb

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