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Deutschlandweiter Engpass - auch Rosenheimer Kreis war betroffen

Wasserburger „Queens“ ohne Guinness: „Das Schlimmste, das einem Pub passieren kann“

Queen-Pub-Betreiber Jakob Hastreiter aus Wasserburg am Inn
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Jakob Hastreiter betreibt in Wasserburg am Inn das „Queens“-Pub vor den Toren der Altstadt. Wochenlang hatte er jetzt Leerlauf bei der Guinness-Lieferung.

Die Bierfässer neigen sich dem Ende zu, der letzte Tropfen im Glas - und kein Nachschub? Mit diesem Schreckmoment sah sich Jakob Hastreiter von heute auf morgen konfrontiert. Das „Queens“-Pub in Wasserburg am Inn saß buchstäblich plötzlich auf dem Trockenen, in ganz Deutschland gab es auf einmal kein Guinness mehr.

Wasserburg - „Das ist das Schlimmste, das einem Pub passieren kann“, betont der Inhaber im Gespräch mit wasserburg24.de. Seit 2008 gibt es das „Queens“ in der Innstadt, seit 2019 ist Christines Sohn Jakob Hastreiter Inhaber. Dass ihnen das Bier einmal ausgeht, das haben sie in all den Jahren noch nie erlebt.

Grund für den Lieferengpass des irischen Bieres unklar

„Ich hätte es ja verstanden, wenn während des Lockdowns die Produktion heruntergefahren worden wäre, doch nicht einmal zu Hochzeiten der Pandemie gab es Lieferschwierigkeiten“, fährt Jakob fort. Ende November haben sie das Bier im „Queens“ gezielt ausgehen lassen, nachdem klar war, dass zum November eine coronabedingte Schließung folgt. Im Mai diesen Jahres konnte Guinness in Fässer direkt aus Dublin ohne Probleme wieder bestellt und auch prompt geliefert werden.

Mitte Juni dann die Hiobsbotschaft: Guinness ist allem Anschein in ganz Deutschland nicht mehr lieferbar - wie lange, ist nicht bekannt, die Hintergründe liegen im Dunklen. „Weder unser Lieferant noch die Brauerei Radeberger, die Guinnesss in Deutschland vertreibt, wussten eine Erklärung. Es wird viel geredet. Pandemie, Brexit, Produktionsschwierigkeiten - ein jeder sagt etwas anderes“, erzählt Jakob weiter.

Dass es am Brexit liegen könnte glaubt er persönlich nicht. Schließlich sei das Newcastle Brown Ale aus England bis heute durchgehend ohne Schwierigkeiten lieferbar. Und so weit entfernt sei Irland nun auch wieder nicht.

Fahrt auf Sicht - „Queens“ mit Lieferung jede Woche aufs Neue vertröstet

„Wir wussten überhaupt nicht, wann wir wieder eine Lieferung bekommen würden - jede Woche wurden wir aufs Neue vertröstetet. Keiner konnte uns eine verlässliche Information geben.“ Am 27. Juli schließlich erreichte Jakob dann die ersehnte Nachricht, dass das Bier aus Irland wieder verfügbar sei. Zwei Fässer holte der Betreiber persönlich in Mühldorf ab, acht befinden sich noch für das „Queens“ reserviert im Lager.

Jakob fiel ein Stein vom Herzen: „Gott sei Dank war Licht am Ende des Tunnels zu sehen.“ Denn ein Pub ohne Guinness, das freilich auch überall mit irischen Bier wirbt, sei nicht gerade von Vorteil.

„Die Leute kommen teilweise nur wegen dem Guinness, einige enttäuschte Touristen mussten zuletzt unverrichteter Dinge wieder gehen“, erinnert sich Jakob. Als Alternative versuchten sich viele Gäste am Newcastle Brown Ale - das sei aber freilich nicht vergleichbar mit dem irischen Dunkelbier.

Und auch das Dosenbier, das im Handel noch erhältlich war, könne mit dem Fass-Bier nicht mithalten - „alleine schon wegen der Kohlensäure“, weiß der Pub-Betreiber.

Guinness-Leerlauf auch in Rosenheimer Pubs

In der Irish Bar „Finn Mc Cool‘s“ in der Nikolaistraße und im „I‘m Irish“ in der Samerstraße in Rosenheim gingen die Vorräte ebenfalls zur Neige. Die Inhaber aber können wie die Wasserburger ebenfalls Ende Juli Entwarnung geben, denn Guinness sei nun wieder ausreichend verfügbar.

Und die Betreiber vom „I‘m Irish“ haben sogar einen Grund für den Lieferengpass parat: Allem Anschein nach wurde die nationale Importmenge Mitte Juni falsch geordert. Und voraussichtlich sollen die Verfügbarkeiten nun wohl so bleiben, sodass dem Guinness-Genuss nichts mehr im Wege steht.

mb

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