Realschüler begeistert vom Frankreichbesuch

Sprache und Kultur hautnah erleben

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So viel zu entdecken gab es beim Aufenthalt der Achtklässler aus dem Französischzweig der Realschule Wasserburg während der Tage in Nantes
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Wasserburg - Die französische Sprache und Kultur besser kennenlernen und das Gespräch mit den Franzosen suchen. Mit diesen Vorsätzen haben sich Realschüler nun auf eine Reise nach Frankreich begeben.

"Die Schüler haben sich auf dieses kulturelle und sprachliche Abenteuer gerne eingelassen" schwärmen die beteiligten Lehrkräfte, Nadja Knoll und Elisabeth Erb, die heuer den Frankreichbesuch der Schüler begleiteten.

Bereits seit 9 Jahren gibt es den Klassenaustausch, der auch 2014 wieder prima ankam. Die Schülerinnen und Schüler der Anton-Heilingbrunner-Realschule entdeckten acht Tage lang den französischen Alltag und brachten sich mit der neu erlernten Sprache in Gespräche vor Ort ein.

Frankreichbesuch der Realschüler 

Der gegenseitige Besuch der Realschule Wasserburg und der Schule im französischen Nantes, funktioniert prächtig. 

Seit 9 Jahren gibt es also diese Schulfreundschaft zwischen der Anton-Heilingbrunner-Realschule und dem Collège Gaston Serpette. Jeweils ein Besuch von Schülern und Lehrern in die Innstadt als auch ein Frankreichaufenthalt der Wasserburger steht pro Schuljahr an, somit kann jede Schule den ausländischen Freunden die eigene Kultur und die Sprache näher bringen.

Aufgrund großzügiger Spenden des Deutsch-Französischen Jugendwerkes und der Sparkasse Wasserburg war es auch in diesem Schuljahr wieder möglich, den Schülern des Französischzweiges solch einen Austausch anzubieten. "Wir sind sehr dankbar, dass wir finanzielle Unterstützung erhalten haben und finden solche Begegnungen äußerst wichtig", zeigt sich Elisabeth Erb überzeugt.

Nadja Knoll hat viel Lob im Gepäck. Die 25 mitgereisten Schüler der 8. Klassen waren während des Aufenthalts sehr interessiert und ausgeglichen. Dadurch war es für die beiden Lehrerinnen erneut eine schöne Erfahrung und lediglich positiver Stress: "Unsere Schüler haben sich sehr kooperativ gezeigt und haben Vereinbarungen und Regeln, die bei so einem Auslandsaufenthalt einfach dazu gehören, stets eingehalten".

Eine Herausforderung stellte die Tatsache dar, dass die Schüler in Gastfamilien aufgeteilt wurden. Dadurch war es nötig, dass man sich tatsächlich im Alltag auf die Französische Sprache ganz und gar einlässt und die Kultur lebt.

Bevor die Achtklässler auf Reise gingen, gab es einige Vorbereitungsstunden, in denen beispielsweise erörtert wurde, wie unterhalte ich mich über Essen oder Befindlichkeit. Ein paar Themenbereiche werden geübt, damit man alltägliche Pannen umgehen kann. Und so konnte der Besuch des Collège Gaston Serpette in Nantes auch 2014 wieder zu einem besonderen Erlebnis werden.

"Dass wir so große finanzielle Unterstützung durch das Deutsch-Französische Jugendwerk erhalten haben, ist ein großer Gewinn für uns", erklärt Elisabeth Erb von der Wasserburger Realschule. Dadurch seien Programmpunkte während des Aufenthalts möglich, die äußerst kommunikativ und erlebnisreich seien und die Freundschaft zwischen den Schülern der beiden Länder fördere, heißt es von Erb weiter.

Bereits während des Besuchs der französischen Schüler in Wasserburg im März 2014 wurde das Thema Salzgewinnung aufgegriffen, ein Besuch im Salzbergwerk Berchtesgaden stand an.

Der Besuch im Mai der Wasserburger in Nantes zeigte den Schülern eine völlig andere Art der Salzgewinnung auf, die dort zu Tage gelegt wird. Eine gemeinsame Broschüre wurde erarbeitet, in denen die beiden unterschiedlichen Möglichkeiten der Salzgewinnung zu Papier gebracht und verglichen wurden. 

Die jeweilige Schule, die Gastgeber ist, gestaltet das Programm für die Gäste und koordiniert die Zugehörigkeit der jeweiligen Gastfamilien. Reger Austausch zwischen den Lehrern aus Wasserburg und Nantes ist nötig, um einen reibungslosen Aufenthalt zu garantieren. Doch die Mühe hat sich erneut gelohnt!

Umso schöner, dass die Schüler mit so tollen Erlebnissen und Eindrücken wieder nach Hause kamen. Der Schulalltag des anderen Landes, die vielen Leckereien und die Kulturelle Vielfalt kamen gut bei den Wasserburger Realschülern an.

Die Tatsache, dass die Tore der französischen Schule geschlossen waren und erst kurz vor Unterrichtsbeginn geöffnet wurden, außerdem die Tore während des Schulalltags abgesichert zu blieben und der Faktor Sicherheit äußerst groß geschrieben wurde, war sehr ungewohnt für die deutschen Schüler.

Ein besonders hübscher Programmpunkt war die Besichtigung des Karussells der Meere. Seeungeheuer und Fabelwesen waren Hingucker. "Ein Schüler stieg von diesem Karussell ab und sagte uns, er habe sich nicht vorstellen können, dass er in seinem Alter noch gerne Karussell fahren würde, doch es sei wunderschön gewesen", erzählt die Französischlehrerin der Anton-Heilingbrunner-Realschule im Gespräch mit Wasserburg24. Genau solche bleibenden Eindrücke seien für die Schüler wichtig, um das grundsätzlich fremde Land, die andere Kultur und Sprache besser zu verstehen und kennenzulernen - und auch zu mögen. 

Elisabeth Erb und Nadja Knoll sehen es als große Bereicherung für die Schule an, dass jedes Jahr solche Austausch-Fahrten zwischen dem des Collège Gaston Serpette in Nantes und der Anton-Heilingbrunner-Realschule in Wasserburg gemacht werden können. Es fördere die Deutsch-Französische Freundschaft ungemein und sei ein Projekt für die weitere Zukunft.

Einige Eltern haben Rückmeldung gegeben, dass ihre Kinder nach dem Frankreichaufenthalt wahrlich reifer wirkten und gestärkt nach Hause kamen. "Somit steht fest, es ist für die Persönlichkeitsentwicklung von Vorteil, sich auf so einen Auslandsaufenthalt ein zulassen", heißt es von den Lehrkräften. 

Auch im nächsten Schuljahr ist ein erneuter Austausch der Schüler geplant, dann kommt es zur "Jubiläumsfahrt", denn es wäre das 10. Austauschjahr in Folge zwischen der Anton Heilingbrunner-Realschule in Wasserburg und dem des Collège Gaston Serpette in Nantes.

 

Quelle: rosenheim24.de

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