Der Held vom Inn will kein großes Aufsehen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Idyllische Stadt Wasserburg: Doch am Donnerstagvormittag musste eine Frau aus dem Inn gerettet werden. Wasserburg24 hat mit dem Lebensretter gesprochen.
  • schließen

Wasserburg - Eduard ist ein Held. Der 28-Jährige hat die Frau, die am Donnerstag im Inn nahe Wasserburg trieb, gerettet. Einfach so, ohne großes Aufsehen. Wasserburg24 hat mit dem jungen Mann gesprochen.

Ein ganz normales Gespräch mit einem Bürger aus Soyen, der den Inn durchaus kennt, oft fährt er mit seiner Familie und dem eigenen Schiff den Fluß entlang.

Doch diesmal war alles anders. Plötzlich musste es ganz schnell gehen.

Lebensretter Eduard will anonym bleiben, großen Trubel brauche er nicht, sagt er. Im Interview schildert er, wie er den Rettungstag erlebt hat:

Eduard selbst hat von dem Sirenengeheul und den Aufregungen in Wasserburg am Donnerstagvormittag zunächst nichts mitbekommen. Er wohnt einige Kilometer von Wasserburg entfernt, in Soyen. Sein Vater hat ihn von Wasserburg aus angerufen und gesagt, dass scheinbar jemand im Innwasser gesichtet worden sei und der Sohn sollte doch die Augen offen halten. „Ob jemand vorbei treibt“, sozusagen.

Der Vater selbst hatte zugesagt, von Wasserburg aus mit dem Schiff los zu starten und dann flussabwärts hinterher zu fahren.

Nach diesem Telefonat fuhr Eduard zur nahegelegenen Anlegestelle nach Rieden. Hier war ein kleines Ruderboot von Fischern am Steg angebunden. Der 28-jährige Eduard schaute ins Wasser und wartete, überlegte, was er wohl täte, wenn hier jemand vorbei treiben würde.

UND DANN? 

Tatsächlich trieb plötzlich die Frau vorbei. „Zurzeit hat der Inn viel Wasser, darum ist auch viel Treibholz vorhanden“, erklärt Eduard gegenüber Wasserburg24. „Glücklicherweise hat sie einen kleinen Baumstamm erwischt, sonst wäre die Frau bestimmt gar nicht so weit gekommen“ so der Retter weiter.

Einige Kilometer Wasserstraße seien es durchaus zwischen Wasserburg und Rieden. Als er die Frau vorbei treiben sah, hat er zu ihr hin geschrien. Die hilflose Frau hat sofort geantwortet: „Hilfe. Bitte retten!“ Verzweifelt muss sie gewesen sein, diese Situation. Und äußerst ernst. Eduard hat das Boot losgebunden und ist zu der Frau gepaddelt.

„Der Hubschrauber ist dann auch schon hergeflogen und ich habe ihnen vom Wasser aus gezeigt, wo die Frau treibt. Ich selbst bin der Frau immer näher gekommen. Schließlich habe ich sie ins Boot hineingezogen“.

Ebenfalls bemerkenswert: Viele ehrenamtliche von Wasserwacht und Feuerwehr waren beim Einsatz um die Rettung der Frau aktiv! Respekt an Euch alle.

Zur gleichen Zeit ist ein Helfer aus dem Hubschrauber gesprungen und Richtung Boot geschwommen. Die Frau hat sich zu dem Zeitpunkt schon im Boot befunden, gemeinsam mit dem Helfer aus dem Heli ist Eduard mit der Geretteten dann ans Ufer gepaddelt. Dort wartete der Hubschrauber bereits. Die Frau wurde umgehend versorgt und kam ins Krankenhaus.

Eduard hat sie vorher noch nie gesehen, weiß auch jetzt nichts weiter über sie oder ihren Gesundheitszustand. „Ich bin nur froh, dass sie gerettet wurde“.

Ob er stolz ist, kann er gar nicht sagen. Äußerst zurückhaltend wirkt er, macht keine „große Sache“ daraus. „Wenn ich sie nicht gerettet hätte, dann hätte sie bestimmt der Hubschrauberpilot schnell gesichtet oder auch mein Vater, der mit seinem Boot zügig hinterherkam“, glaubt Eduard.

„Mag sein“, finden wir. Aber gerettet worden ist die Frau dennoch durch das Handeln des 28-Jährigen.

Die Helfer aus dem Hubschrauber haben mitgeteilt, dass sie von oben sehr schwer etwas in dem trüben Wasser erkennen konnten. Die Mithilfe und offenen Augen von Eduard haben der Frau definitiv eine rasche Rettung ermöglicht.

Er hat die Frau aus dem Wasser ins Boot gezogen, und ans Ufer gebracht. Und ist dadurch ein Lebensretter. Ob er das gerne hört oder nicht, es ist Fakt.

Und sicherlich ein großes Danke für dieses Eingreifen wert.

Große Anerkennung für so viel menschliches Engagement. Auch wenn Eduard im Nachhinein sehr zurückhaltend reagiert und kein großes Aufsehen möchte. DANKE EDUARD.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser