Neue Rettungshundestaffel der Johanniter

Spürnasen für den Ernstfall in Wasserburg bereit

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Johanniter-Dienstellenleiter Markus Haindl (l.) und die neue Johanniter-Rettungshundestaffel für den Landkreis Rosenheim, die von Robert Herter (2.v.l) geleitet wird.

Wasserburg am Inn - Zwanzig ehrenamtliche Helfer, acht geprüfte Hunde und 14 Hunde in Ausbildung bilden die neue Johanniter-Rettungshundestaffel. Die hilft, wenn Not am Mann ist.

Mit einem ersten Beschnuppern – im wahrsten Sinn des Wortes – stellte sich am 9. April die neue Johanniter-Rettungshundestaffel mit und ohne Hund bei den Helfern aus dem Sanitätsdienst, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz vor. 20 Ehrenamtliche, acht geprüfte Rettungshunde und 14 Hunde in Ausbildung engagieren sich ab sofort bei den Johannitern in Wasserburg und sindfür Sucheinsätze im gesamten Landkreis Rosenheim und in angrenzenden Landkreisen alarmierbar.

Markus Haindl, der Dienststellenleiter der Johanniter in Wasserburg, betont: „Wir wollen da sein, wenn Menschen in Landkreis Rosenheim und im übrigen Oberbayern Unterstützung oder akute Hilfe brauchen. Über den Zuwachs durch 20 motivierte Ehrenamtliche freuen wir uns besonders, da es für die Region nun wieder ein einsatzfähiges Team gibt, das ausrückt, wenn Menschen vermisst werden. Bezeichnend ist das Kommando mit dem die Hundeführer ihre Tiere auf die Suche schicken: Such und hilf!“

Sie helfen im Notfall: Mit dem Kommando "Such und hilf!" spüren, die Hunde auch Vermisste auf.

Fachberater Rettungshunde bereits seit Anfang März aktiv

Staffelleiter Robert Herter sowie d rei weitere speziell ausgebildete Mitglieder der Rettungshundestaffel stehen der Integrierten Leitstelle bzw. den Feuerwehren und der Polizei als Fachberater für das Rettungshundewesen zur Verfügung.

Sie bringen bei der Planung und der Organisation von Sucheinsätzen ihre fachliche Expertise ein –bereits seit Anfang März wird diese Funktion als Unterstützung der Johanniter-Unfall-Hilfe für den Landkreis Rosenheim zur Verfügung gestellt.

Rettungshunde als Teil des Johanniter-Ortsverbands Wasserburg

Die Rettungshundestaffel Rosenheim gehört organisatorisch zum Johanniter-Ortsverband in Wasserburg am Inn. Seit vielen Jahren engagieren sich dort ehrenamtliche Sanitäter im Bevölkerungsschutz, im Sanitätsdienst aber auch im Rettungsdienst und Krankentransport.

So sorgen die Johanniter bei rund 70 Veranstaltungen jährlich für schnelle und qualifizierte Erste Hilfe in Notfällen und rücken bei Unglücken mit vielen Betroffenen gemeinsam mit dem Roten Kreuz als Schnell-Einsatz-Gruppe aus. Zudem unterstützen die Ehrenamtlichen den überwiegend hauptamtlich organisierten Rettungsdienst in Wasserburg durch Einsatzkräfte für den Rettungswagen sowie mit einem ergänzenden Hintergrund-Fahrzeug, das bei Bedarf nachts ausrückt.

Die Helfer der Rettungshundestaffel Rosenheim werden auch den Sanitätsdienst der Johanniter in Wasserburg personell verstärken und profitieren von angebotenen Aus- und Fortbildungen des Ortsverbandes.

Über die Arbeit mit Rettungshunden

In Bayern sind damit nun neun Johanniter-Rettungshundestaffeln an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Rund 160 aktive Helfer mit ca. 50 geprüften Rettungshunden engagieren sich bayernweit bei den Johannitern.

Als Fachdienst im Rahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes betreiben die nach DIN 13050 zertifizierten Rettungshundeteams in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Feuerwehren die Personensuche nach Vermissten.Üb er 150 Mal im Jahr waren die Rettungshundestaffeln der Johanniter im vergangenen Jahr im Einsatz.

Nur mit gültiger Zertifizierung dürfen die Rettungshundeteams in den Einsatz gehen und werden über die jeweilige Leitstelle angefordert. Die Hundeführer mit ihren vierbeinigen Spürnasen engagieren sich ehrenamtlich und sind für ihre umfangreichen Aus- sowie Weiterbildungen auf Spenden angewiesen. 

Die Ausbildung zum Rettungshundeteam dauert rund zwei bis drei Jahre und wird mit einer Prüfung abgeschlossen, die alle 24 Monate aufgefrischt werden muss. Nur ein geprüfter Hund darf in den Einsatz gehen.

Die Ausbildung der Rettungshunde dauert rund zwei bis drei Jahre

Rettungshundearbeit nur durch Spender und Förderer möglich

Die Einsätze der Rettungshundestaffel sind für die vermisste Person und die Angehörigen kostenfrei. Die intensive Ausbildung und Schulung der Rettungshundeteams sowie deren Ausstattung kostet aber sehr wohl Geld.

Daher ist die Rettungshundestaffel auf die Hilfe von Spendern und die Unterstützung der Fördermitglieder der Johanniter angewiesen.

Gespendet werden kann über die Internetseite der Rettungshundestaffel Rosenheim oder direkt über folgendes Konto: Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.; IBAN: DE66 3702 0500 0004 3039 01; BFSWDE33XXX; Stichwort: Rettungshundestaffel Rosenheim.

Weitere Informationen

Weitere Informationen auch zu der Rettungshundestaffel für den Landkreis Rosenheim und eine Möglichkeit zur Onlinespende gibt es im Internet unter www.johanniter.de/rosenheim.

Pressemitteilung der Johanniter-Unfall-Hilfe - Ortsverband Wasserburg

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