RoMed-Klinik Wasserburg

50 Jahre Klinikstandort gefeiert

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Beim Sommerfest der RoMed-Klinik Wasserburg versammelten sich viele Ehrengäste, um den 50. Standort-Geburtstag  zu feiern.
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Wasserburg - Die Krankenhausküche zauberte ein Buffet, die Ehrengäste erinnerten an die Entwicklung am 50 Jahre alten Standort der RoMed-Klinik. Festreden und  Musik machten den Abend perfekt.

Rund 30 000 Babys kamen in den letzten 50 Jahren im RoMed-Klinikum Wasserburg zur Welt.

Auch in den weiteren Abteilungen tat sich viel. Jetzt wurde beim Sommerfest in der RoMed-Klinik Wasserburg gefeiert.

Erinnerungen wurden ausgetauscht, wie sich das Krankenhaus entwickelt hat und wie es zu dem jetzigen Standort kam.

Vertreter aus Politik, Kooperationspartner, die Klinikleitung sowie Mitarbeiter waren geladen und feierten gerne mit.

Sommerfest an der RoMed-Klinik

Zu den Festrednern, die allesamt äußerst kurzweilig sprachen und viele Fakten, Anekdoten und so manche lustige Geschichte zur Entwicklung parat hatten, zählten Bürgermeister Michael Kölbl, der stellvertretende Landrat Josef Huber, Chefarzt Dr. Clemens Bitter, Pflegedirektor Peter Tischer sowie die Ärztliche Leiterin aus Wasserburg, Dr. Petja Piehler. Sie war es auch, die äußerst charmant durch den Abend führte und die Moderation übernahm. Zunächst stand eine Brotzeit bereit, nach den Grußworten wurde ein reichhaltiges Buffet angeboten, das die Klinikküche kredenzte.

Bürgermeister Michael Kölbl erinnerte an die fast witzige Tatsache, wie das Grundstück des jetzigen Klinikstandorts im Jahr 1958 von der Stadt Wasserburg erstanden worden ist und nach einigen Jahren dem Landkreis Rosenheim geschenkt wurde. Der damalige Bürgermeister Gabriel Neumeier machte trotz anfänglicher Bedenken bezüglich eines Grundstückskaufs durch Stadtrat und Kreistag die Sache zunächst im Alleingang perfekt. „Jetzt können wir sagen, gut, dass mein Vor-Vorgänger hier nicht locker gelassen hat“ bekräftigte Bürgermeister Michael Kölbl. Über den Standpunkt des neuen Klinikbaus am Gelände des kbo-Inn-Salzach-Klinikums erläuterte der stellvertretende Landrat Josef Huber, dass die Planungen weitergeführt würden und er dennoch um etwas Geduld bitte.  Besonders passend fanden die vielen Festgäste die Rede der ehemaligen stellvertretenden Pflegedienstleiterin Elisabeth Wimmer. Sie war es, die sogar noch am damaligen Standort in der Altstadt Dienst getan hatte, sie durchlief verschiedenste Abteilungen und Tätigkeitsschwerpunkte. Ihre Erinnerungen an die Anfangszeiten des Klinikalltags vor 50 Jahren an dem jetzigen Standort brachten Wimmer großen Respekt ein und so manchen Schmunzler.

Wie war das damals?

Vor 50 Jahren wurde unter dem damaligen Verwaltungsleiter Manfred Kremb die Klinik am Standort nördliche Burgau eröffnet. Als ärztlicher Leiter war Chefarzt Dr. Hermann Döderlein aktiv. Mittlerweile arbeiten insgesamt 300 Personen in der RoMed Klinik in Wasserburg. 41 Ärzte, 140 Pflegekräfte, 40 Mitarbeiter im medizinisch technischen Dienst und 33 Mitarbeiter im Funktionsdienst.

Die Jazzband "die Frequenz" brachte zusätzliche Stimmung in das Zelt und den Außenbereich. Fackeln bildeten ein Spalier am Ausgang. Die Feier war äußerst stimmig organisiert, die Verantwortlichen zeigten sich zufrieden.

Zukunftsblick in Richtung Neubau

Die Entwicklungen bleiben nicht aus. Seit einigen Jahren wird über einen Klinikneubau diskutiert, ein Platz auf dem Gelände der kbo-Inn-Salzach-Klinik gefunden. Jetzt laufen die Planungen. Ein ausgeschriebener Städtebaulicher Wettbewerb im Jahr 2013 hat die Gedanken schon einmal bildlicher werden lassen, doch die weitere Ausarbeitung ist noch zäh.

"Durch einen Klinikneubau bleibt der Standort Wasserburg für eine Krankenhausversorgung weiter gesichert" zeigt sich der kaufmännische Leiter, Markus Kaiser sicher.

Das halbe Jahrhundert voll gemacht

In vielen Bereichen der Gesundheit ist das Krankenhaus in Wasserburg mittlerweile für die Patienten aus dem Wasserburger Land da und geht deutlich über eine Grundversorgung hinaus. Sowohl Hauptabteilungen als auch Belegabteilungen haben sich entwickelt. Noch vorhandene Aufzeichnungen der Klinik zeigen, dass 1964 mit rund 200 Betten begonnen wurde. Was als städtisches Krankenhaus begann und vor einigen Jahren unter dem Namen "Triamed"-Klinik lief, wird nun als kooperative RoMed-Klinik geführt.

Das Krankenhausangebot in der Stadt geht offiziellen Stimmen zufolge bis auf das Jahr 1821 zurück. Am Rande des Altstadtkerns wurde eine klinische Versorgung bereitgestellt, ein Haus mit 120 Betten stand bereit. Am momentanen Standort in der nördlichen Burgau ist das Krankenhaus mit Trägerschaft von Stadt Wasserburg und Landkreis Rosenheim seit 50 Jahren ansässig.

Hier konnte sich das Klinikangebot weiterentwickeln. Viel Neues kam hinzu, Änderungen wurden vorgenommen. So stehen Innere Medizin mit Akutgeriatrie, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie eine Belegabteilung für den Bereich HNO unter einem Dach, die Palliativmedizin ist ebenfalls fester Punkt des Klinikangebots. Von 1964 bis 1991 gab es zudem eine orthopädische Belegabteilung.

Im Zuge der Gesundheitsreform und anderer Veränderungen kam auch bei der Bettenentwicklung einiges ins Schwanken. Waren es vor 50 Jahren noch 200, stehen mittlerweile nur noch 130 Planbetten zur Verfügung.

Der Kaufmännische Leiter der RoMed Klinik Markus Kaiser erklärt, dass es seit ungefähr fünfzehn Jahren eine deutliche Verzahnung zwischen stationärer und ambulanter Patientenversorgung gebe. Auch Medizinische Versorgungszentren seien eine Möglichkeit des zusätzlichen Angebots.

Zusammenführung von Facharztpraxen

Neben der Errichtung eines Operationssaals für das Ambulante Operieren, das nach der Jahrtausendwende mit Entwicklungen in der Gesundheitspolitik wichtiger denn je wurde, kam 2008 ein weiterer Meilenstein in das Gebäude der RoMed-Klinik: Drei Facharztpraxen wurden am Krankenhausstandort ansässig, seither gibt es das „MVZ Kreisklinik Wasserburg“. Markus Kaiser zeigt sich begeistert: „Damit wird auch die ambulante Gesundheitsversorgung in der Region Wasserburg unterstützt. Zurzeit werden rund 20 000 Patienten an der Klinik ambulant behandelt“. Außerdem decke man rund 7 000 Behandlungsfälle im stationären Bereich ab.

Der Standort mit stetiger Entwicklung

Das Krankenhaus-Gebäude in der Burgau wurde am 29. Oktober 1964 in Betrieb genommen, zeitgleich das vorherige bestehende Krankenhaus im Stadtkern aufgelöst. Die Baukosten beliefen sich auf damals 16,1 Millionen DM. Zügig kam es zu weiteren Entwicklungen: „Zur Förderung des Berufsnachwuchses nahm 1969 die Krankenpflegeschule ihren Betrieb auf, 1990 eröffnete der Landkreis Rosenheim am Krankenhausareal eine Berufsfachschule für Physiotherapie. Seit 2012 gibt es den Modellstudiengang Physiotherapie in Kooperation mit der Hochschule Rosenheim“, schwärmt die Klinikleitung von dem Fortschritt der Möglichkeiten. Außerdem sei es seit 2014 möglich, durch Ausbildungsbeginn im Oktober und zusätzlich im April die Ausbildungsplätze zu erhöhen.

Die Entwicklung der heutigen RoMed Klinik ist auch außerhalb des Ausbildungssektors offen spürbar gewesen: Ende der 1970er-Jahre wurden die Planbetten auf die drei Hauptfachabteilungen und zwei Belegabteilungen aufgesplittet. Vor nunmehr 29 Jahren dann die Errichtung des neuen Funktionstraktes mit weiterem OP, Röntgen- und Laborbereich. Renovierungen und medizinischer Fortschritt in den weiteren Jahren machte die Klinik zu dem, was sie heute ist. Ein innovatives Krankenhaus, das sich weit über die Grundversorgung hinaus zu einer festen medizinischen Anlaufstelle für die Region entwickeln konnte.

Quelle: rosenheim24.de

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