„Aufstieg in eine andere Liga“

RoMed Klinik Wasserburg baut Leistungsspektrum zukunftsweisend aus

RoMed Klinikum Wasserburg
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Dr. Gordon Hoffmann (Chefanästhesist und ärztlicher Direktor), Maria Maier und Lothar Bader (Fachkräfte für Krankenpflege).

Wasserburg - Nach dem Ausbau der Kapazitäten im Intensivbereich im Zug der Corona-Pandemie setzt die RoMed Klinik Wasserburg nun den nächsten Meilenstein, was den Umfang der medizinischen Versorgungsmöglichkeiten betrifft.

Pressemeldung im Wortlaut:


So können ab sofort mittels eines speziellen Akutdialyse-Geräts Nierenersatzverfahren gewährleistet werden – ohne, dass eine Verlegung der betroffenen Patienten in größere Kliniken nötig ist.

Die Nieren sind – neben der Leber – die wichtigsten die Entgiftungsorgane des menschlichen Körpers, sie regulieren den Wasser- und Elektrolythaushalt und produzieren lebenswichtige Hormone. Im Zuge von schweren Grunderkrankungen oder auch nach größeren chirurgischen Eingriffen kommt es immer wieder vor, dass die Nieren ihre Funktion einstellen. Im Idealfall regenerieren sich diese nach kurzer Zeit von selbst, aber bis dahin müssen die lebenserhaltenden Funktionen, die die Niere leistet, ersetzt werden.


Bisher wurden Patienten in so einem Fall in nahegelegene, größere Kliniken gebracht, ab sofort kann auch die RoMed Klinik Wasserburg mit einem entsprechenden Gerät aufwarten. „Damit steigen wir in eine andere Liga auf“, betont Chefanästhesist Dr. Gordon Hoffmann, weil bei akutem Nierenversagen nun vor Ort ein kontinuierlicher Funktionsersatz sichergestellt werden kann.

„Das Therapieangebot ist nicht zu verwechseln mit einer Dialyse, die man gemeinhin vom chronischen Nierenversagen kennt“, erklärt Dr. Hoffmann. Während bei einem langfristigen Verlust der Nierenfunktion mehrmals wöchentlich der Gang ins Dialysezentrum ansteht, wo das Blut innerhalb weniger Stunden „gewaschen“ wird, gewährleistet das Nierenersatzgerät am RoMed Wasserburg eine kontinuierliche Blutreinigung rund um die Uhr. „Das ist weniger belastend für den Organismus, der dann ohnehin schon meist durch die akute Krankheitssituation geschwächt ist“.

Der Entschluss, ein solches Gerät anzuschaffen, sei einerseits durch die Herausforderungen mit Covid-19 entstanden. „Da hat man gemerkt, dass bei bis zu zwei Dritteln der sehr schwer erkrankten Patienten auch die Niere mit angegriffen war“, so Dr. Hoffmann. Zwar habe es in Wasserburg die Notwendigkeit eines Nierenersatzverfahrens im Zuge von Covid-19-Erkrankungen nicht gegeben, dennoch sei die Anschaffung des Akutdialyse-Geräts ein wichtiger Schritt, um künftig gewappnet zu sein. Auch der Blick auf die Entstehung der neuen Wasserburger Kliniken als leistungsfähiger Gesundheitscampus hat die Entscheidung beeinflusst. Dort werde eine viel umfassendere intensivmedizinische Behandlung möglich werden, wozu das kontinuierliche Nierenersatzverfahren einen wesentlichen Teil beitragen könne.

Bevor das Gerät in zwei bis drei Jahren an den neuen Standort mit umzieht, soll es bereits ab jetzt eine noch bessere medizinische Versorgung für den Raum Wasserburg gewährleisten. Dr. Hoffmann: „Die erste Anwendung steht noch aus, aber das Personal ist bestens geschult und das Gerät ist einsatzbereit“.

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