Rotary Club Wasserburg

Wenn Hilfe zur Selbsthilfe ankommt

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Der Alltag in der Johann-Ludwig-Schneller Schule wird vom Rotary Club unterstützt
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Wasserburg - Der Rotary Club unterstützt sowohl regional als auch international soziale Projekte. Jetzt wurde bei einer Libanonreise nachgeschaut, wo die Hilfe eingesetzt wird.

Vertreter des Rotary Club Wasserburg haben sich einige Tage Zeit genommen, um direkt vor Ort die Projekte und Hilfsaktionen, die unterstützt werden, persönlich zu sehen  und das Vorankommen und die Entwicklung der Region im Libanon zu begleiten.

Wie Peter Rink nach dem Libanonaufenthalt erklärt, sorge das libanesische Volk mit 2 Millionen Libanesen sowie 1 Million Palästinensern und 200.000 Menschen aus dem Ausland für die 1,2 Millionen syrischen Flüchtlinge, die sich derzeit hier aufhalten.

Ein Lager aus verschiedenstem Material

„Die Syrer leben in Zeltlagern, auch die Unterseite eines Schrottautos dient schon einmal als Hauswand“, erinnert sich Rink, der mit weiteren Mitgliedern des Rotary Club Wasserburg für eine Woche unterwegs war.

Rotary Club besucht Projekte im Libanon

Nicht nur die Flüchtlingslager wurden angesteuert, auch die Johann-Ludwig-Schneller-Schule  konnte von den Besuchern unter die Lupe genommen werden.

In der integrierten Berufsschule bekommen unter anderem Waisenkinder eine Berufsausbildung als Schreiner, Industriemechaniker, KfZ-Mechatroniker, Elektriker und Bäcker  und können in Frieden, inmitten der Armutsgegend eine Fachrichtung, die sie interessiert, erlernen. „Unser Besuch diente der Begegnung mit den Verantwortlichen vor Ort, aber auch der Besichtigung der bisher durch Rotary Int. finanzierten Hilfsprojekte, wie etwa der CNC-Fräse  für die Industriemechaniker oder die Komplettausstattung der Elektrikerausbildung“, berichtet Peter Rink vom dortigen Alltag.

Ebenso wurde eine Photovoltaikanlage für die Warmwasserbereitung vor einiger Zeit ermöglicht.

Diese mache die Schule finanziell von steigenden Strompreisen unabhängig, erklärt Rink im Gespräch mit Wasserburg24.

Positiv gestimmt

Das schöne an diesen Projekten: Der Praxisalltag funktioniert sehr gut damit. Die Bäckerei beliefert seit geraumer Zeit eine deutsche Gemeinde in Beirut mit frischem Brot.

Auch in der KfZ-Werkstatt gebe es allerlei zu tun, erzählt Rink. Die Menschen der Umgebung geben guten Gewissens ihre Fahrzeuge zum Reparieren an die Schule.

Die Schreiner-Lehrlinge haben ihre Fähigkeiten in den Bau von Möbeln für ein errichtetes Seniorenstift für Arme stecken können. Das nötige Holz wurde durch Rotary-Hilfe angeschafft.

Neben dem Rotary Club aus Wasserburg haben sich unter anderem auch diejenigen aus Traunstein, Hamburg und Ebersberg mit Hilfe für Projekte im Libanon stark gemacht.

Hilfe zur Selbsthilfe sei im Libanon erfolgreich möglich, zeigt sich Peter Rink überzeugt von den Projekten.

Natürlich gebe es weitere Gegenden, die eventuell noch dringender Hilfe benötigen würden, doch im Libanon sei aktive Friedensarbeit realisierbar, erläutert Rink nachdenklich. „Beruflich gut ausgebildete Jugendliche seien deutlich weniger empfänglich für militaristische Aktionen“. Eine gewisse Immunität sei durch eine gute Ausbildung durchaus hin zu bekommen.

Es werde auch weiterhin Hilfe für diese Gegend im Libanon geben, sind sich die Mitglieder sicher.

Der Stil der Schule ist übrigens ein ganz eigener: Wenn die Schüler zum Unterricht sollen, ertönt keine Glocke, sondern klassische Musik. Der Alltag im Libanon sei ein ganz eigener, sind sich viele der Mitreisenden unter den Rotary Mitgliedern aus Wasserburg einig.

Der dortige Besuch wurde von allen als äußerst bereichernd empfunden. Die Eindrücke seien sehr vielfältig gewesen. Neben erschreckenden Bildern gab es auch viel positiv wirkende Situationen mit zu erleben, hieß es von einzelnen aus dem Rotary Club Wasserburg.

Quelle: rosenheim24.de

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