Schülerfreundschaft über Landesgrenzen hinaus

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Viel zu sehen und zu staunen gab es während dem Deutschlandbesuch für die Schulgemeinschaft aus Cugir, Schulalltag aber auch Sightseeing standen an.
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Wasserburg - Das Experiment ist geglückt: Die Städtepartnerschaft zwischen Wasserburg und dem rumänischen Cugir weitet sich aus. Die Realschule pflegt eine Freundschaft zur dortigen Schule.

Es nimmt herzliche Gestalt an: Was einen Versuch wert war, ist nicht mehr wegzudenken. Die Realschule Wasserburg war vor einigen Monaten mit 13 Schülern im rumänischen Cugir zu Gast. Viele Eindrücke gab es, die dort ansässigen, teils deutschen Firmen standen im Interesse der Wasserburger, ebenso wie der Alltag der Gasteltern bei dem Schüleraustausch-Programm. 

So erlebten im Herbst 2013 die Wasserburger Realschüler den Besuch in Cugir

Nun fand der Gegenbesuch statt. Für acht Tage kamen Schüler aus Cugir nach Wasserburg. Auch Lehrkräfte und die Schulleiterin waren mitgereist und sehr beeindruckt vom Alltag der Innstädter. Realschul-Direktor Markus Hösl-Liebig erklärte, dass die Schulgruppe aus Rumänien nicht unbedingt an den Unternehmen der Region Wasserburg Interesse hatten. Vielmehr sei es lehrreich für die Gäste aus Cugir gewesen, das bayerische Schulsystem kennenzulernen und die Region zu erkunden. Der Ministerialbeauftragte für Realschulen Wilhelm Kürzeder, der ohnehin sein Büro in Wasserburg hat, begrüßte die Klasse aus Rumänien und informierte freudig über die Ansprüche der bayerischen Realschule.

Schüler aus Cugir besuchten Realschule

Viel wurde organisiert, die Gastfamilien aus dem Elternkreis der Neuntklässler kümmerten sich rührend um die Besucher. Begleitet wurde das Projekt des Schüleraustauschs von den beiden Lehrkräften Monika Hoffmann und Larissa Furjan.

"Es war eine schöne Woche, in der wir die Freundschaft zwischen den beiden Städten noch einmal ein Stück mehr mit Leben füllen konnten" schwärmt Furjan. Um den Gästen die eigene Heimat zu zeigen, wurden viele Ausflüge unternommen: Allianzarena München, Chiemsee, der Münchener Viktualienmarkt, Salzburg, nicht zu vergessen die Stadt Wasserburg im Detail. "Auch ein Besuch im Rathaus stand auf dem Programm", erklärt Schulleiter Markus Hösl-Liebig. Bürgermeister Michael Kölbl habe sich sehr über die entstandene Freundschaft zwischen den Wasserburger Realschülern und den Schülern aus Cugir gefreut, so Hösl-Liebig weiter.

Großes Lob ging an die Gastfamilien aus dem Wasserburger Raum, die sich äußerst beherzt um die rumänischen Gäste kümmerten. "Ebenfalls möchten wir unseren Schülern Respekt zollen", heißt es im Gespräch weiter. Diese hätten neben den gastfreundlichen Pflichten auch den Schulalltag nicht vergessen. "Die Notenfindung für das Jahreszeugnis stand auch während des Besuchs nicht still, Lernstress gab es trotz  Gästem aus Cugir", berichtet Larissa Furjan.

Die 12 Schüler und die mitgereisten Lehrkräfte zeigten sich von den organisierten Tagen enorm angetan. Schulleiterin Lilica Vant erklärte kurz vor der Rückreise, dass die gesamte Organisation durch die Wasserburger viel Wärme ausstrahlte, was für eine dauerhafte Partnerschaft stets wichtig sei. "Das Engagement aller Beteiligten ist der Grundstock für eine dauerhafte Freundschaft zwischen den Schulen", so Vant. Die Schulleiterin und die Lehrkräfte aus Cugir waren genauso wie die Schüler sehr interessiert an den Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Doch auch der Austausch über das Schulsystem wurde zum Schwerpunkt des Aufenthalts.

Einig waren sich alle, die an dem Projekt beteiligt waren: "Es wird weitergehen, wir konnten die Freundschaft festigen und sind sehr glücklich darüber, dass wir uns alle so gut verstehen". Besonders innige Freundschaften haben sich scheinbar tatsächlich entwickelt: Denn auch ohne Zutun der Schule reisten Schüler aus Wasserburg kurz nach dem ersten Austauschprogramm im Herbst 2013 nochmals nach Cugir, um die Freundschaften auch privat zu pflegen.

"Das Interesse unserer Schüler an den rumänischen Freunden ist groß", freut sich Markus Hösl-Liebig. Er ist sich sicher, dass dieses Austauschprogramm nicht nur eine oberflächliche Freundschaft sei, sondern sich sehr herzlich entwickelt habe.

Beide Seiten seien sich einig, dass es regelmäßig Fortsetzungen geben werde.

Im Sommer möchte Adrian Teban, der Bürgermeister der Stadt Cugir, seinem Bürgermeisterkollegen Kölbl aus Wasserburg einen Besuch abstatten. Er konnte mit der Schülerschaft aktuell nicht mitreisen, weil er in die Europawahl involviert war, hieß es auf Anfrage.

Ein gelungenes Projekt mit Happy End kostet immer viel Kraft, Einfälle, Zeit und Energie. Doch wenn sich der Aufwand lohnt, sei es ein sehr bereicherndes Erlebnis, klingt es kurz nach dem Besuch von den Organisatoren. Die unterschiedlichen Kulturen und Besonderheiten stellen interessante Herausforderungen dar, und zeigen die Vielfältigkeit der Regionen.

Was als reine Städtepartnerschaft begann, hat sich in kurzer Zeit zur echten Freundschaft zwischen den einzelnen Schulgemeinschaften aus Cugir und Wasserburg entwickelt, die sich niemand zu Beginn so herzlich vorstellen hätte können.   

Quelle: rosenheim24.de

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