Grünes Licht für Sanierung der Wasserburger Stadtmauer 

Hautnah dabei: "Hinterhof-Charakter" für Bürger hervorheben 

Die Stadtmauer prägt das Altstadtbild. Damit das so bleibt, steht dem Denkmal nun eine umfassende Sanierung bevor. 
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Die Stadtmauer prägt das Altstadtbild. Damit das so bleibt, steht dem Denkmal nun eine umfassende Sanierung bevor. 

Wasserburg - Die Mauerkrone vom Efeu überwuchert, das Gewerk um Ziegel und Stein marode - die Stadtmauer im Herzen der Altstadt bröckelt seit Jahrzehnten vor sich hin. Dem wird die Stadt nun ein Ende setzen. 

"Sie gehört zweifellos zu einem der wichtigsten Baudenkmäler in Wasserburg", betonte Bürgermeister Michael Kölbl in der jüngsten Sitzung des Stadtrats Ende November. Und: "Wir kommen einer Sanierung nicht aus." 


Dass eine Instandhaltung Jahrzehnte lang verpasst wurde und nun im 21. Jahrhundert fällig werde, um die Mauer langfristig zu erhalten, wurde bereits in der vergangenen Sitzung des Bauausschusses deutlich, als Dr. Christian Kayser vom Ingenieurbüro "Barthel & Maus" das Sanierungskonzept zur Stadtmauer vorstellte. Essentiell bei den anstehenden Arbeiten - auch wenn er schön aussehe: Der Efeu dürfe auf keinen Fall mehr die gesamte Mauer überwuchern, denn das würde das Ende des Denkmals bedeuten.

Sanierungsarbeiten öffentlichkeitswirksam begleiten 

Werner Gartner (SPD) brachte im Rahmen der Sitzung den Gedanken auf, man könne die Mauer nach der Sanierung doch beispielsweise mit einem Beleuchtungskonzept - wie es auch das ISEK bereits vorschlug - mehr in den Fokus rücken


Dies sei ganz in Sinne der Stadtbaumeisterin. Denn Herrmann schwebe es vor, die Bevölkerung bereits zu den Sanierungsarbeiten, die allem Anschein nach mehrere Jahre andauern werden, mitzunehmen

Sie könne sich unter anderem spezielle Baustellen- oder Stadtführungen vorstellen, die sich um Historie und die Erläuterung der Sanierungsarbeiten drehen. "Wir haben hier einen einzigartigen Hinterhof-Charakter, es wäre schade, den nicht zugänglich zu machen für die Bevölkerung." 

Konzept einstimmig auf den Weg gebracht

Nachdem die Bedeutung der Sanierung außer Frage stand, gaben die Stadträte geschlossen grünes Licht für das Sanierungskonzept

Die nächsten Schritte seien nun, Zuschüsse für das 1,6-Millionen-Euro-Projekt zu beantragen und über den Winter intensive Gespräche zu führen, wie die ersten Arbeitsschritte im kommenden Jahr 2019 aussehen werden. Gearbeitet werden könne nämlich nur von April bis Oktober, wie die Stadtbaumeisterin abschließend erklärte.

mb

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