Steht die FOS in Wasserburg auf der Kippe?

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Die Schulleitung der Beruflichen Oberschule in Wasserburg bangt um ihre Schülerzahl. Eine FOS in Haar käme den Wasserburgern ungelegen.
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Wasserburg – Die Schulleitung der Beruflichen Oberschule macht sich Sorgen um die Zukunft der Schule. Eine möglicherweise geplante FOS in Haar könnte die Schülerzahlen in der Innstadt minimieren.

Schulleiter Johann Schaller ist in Sorge um die gesicherte Zukunft der Fachoberschule in Wasserburg. „Zu uns kommen viele Schüler aus der Umgebung von Zorneding, die sich zukünftig aber vielleicht dafür entscheiden könnten, nach Haar in die FOS zu gehen“ fürchtet Schaller. Um den Bestand zu sichern, überlege die Schulleitung daher auch alternative Wege zu gehen und den FOS-Schulstandort Wasserburg attraktiv zu halten, heißt es von Schaller weiter.

Landkreis lässt Wasserburg mit der Angst nicht allein

Landrat Wolfgang Berthaler sieht kein Problem in dieser möglichen Situation der abhandenkommenden Schüler durch einen eventuellen Bau einer FOS in Haar. „Ich hab keine Bedenken, dass der FOS-Standort in Wasserburg wackeln würde“, heißt es vom Rosenheimer Landrat. „In Anbetracht dessen, dass die Schule in Rosenheim aus allen Nähten platzt, und wir womöglich in zwei bis drei Jahren schon wieder dranbauen müssten, um die Schülerkapazität stemmen zu können, kann ich die Wasserburger beruhigen. Wir werden kooperieren und gegebenenfalls Schüler aus Rosenheim nach Wasserburg schicken, um auszugleichen“. Wolfgang Berthaler ermutigt Johann Schaller, keine Angst davor zu haben, dass Wasserburg die Schüler ausgehen würden.

Dies werde sicher nie der Fall sein, so Berthaler auf Nachfrage. „Momentan ist es ja ohnehin noch nicht zu merken, aber sollte man spüren, dass die Schülerzahlen in Wasserburg aus irgendeinem Grund zurückgehen, reagieren wir sofort und leiten Schüler um. Schüler aus dem nördlichen Kreis könnten ohne Problem nach Wasserburg kommen. Die Mobilität vieler Schüler sei gegeben, mit Auto oder der guten Zuganbindung in die Innstadt zu gelangen.

FOS in Haar schon spruchreif?

Der Bau einer Fachoberschule in der Gemeinde Haar ist derweil noch gar nicht in trockenen Tüchern. Zwar gäbe es Überlegungen, eine FOS zu bauen, teilt der Bauamtsleiter aus Haar, Rainer Wöhrl mit, doch es sei aktuell noch Zukunftsmusik und keinesfalls sicher.

Im Gespräch mit wasserburg24.de erklärt Wöhrl: „Es gab zwar mal die Meldung vom Münchener Bürgermeister Dieter Reiter, er ziehe in Betracht, eine FOS in Gronsdorf-Ost entstehen zu lassen. Wir von der Gemeinde Haar halten dies für eine absolute Zukunftsmusik und es wird noch viel Wasser die Isar hinunter gehen, bis sich möglicherweise etwas zugunsten einer Fachoberschule im Gebiet Haar tun könnte“, heißt es aus dem Bauamt. Natürlich wäre auch das Interesse der Gemeinde Haar gegeben, als Standort für eine weitere Schule zu dienen, doch es sind bislang definitiv nur Überlegungen und konkrete Verfahrensabläufe dauern äußerst lange. Für Spekulationen sei man noch viel zu früh dran, betont Rainer Wöhrl abschließend.

Momentan muss sich die Schulleitung der Beruflichen Oberschule in Wasserburg keine Gedanken machen, dass Schüler aus dem Bereich Zorneding und dem Umland nicht mehr zum Schülerstamm gezählt werden könnten. Auf das Wort von Landrat Wolfgang Berthaler darf Johann Schaller ebenfalls vertrauen, ihm käme eine Umverteilung von FOS-Schülern von Rosenheim nach Wasserburg ohnehin gelegen. Fakt bleibt also: Die Zukunft der FOS/BOS in Wasserburg bleibt gesichert. Auf Veränderungen werde umgehend reagiert.

Quelle: rosenheim24.de

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