Griechenland-Krise

Wie erleben Einheimische und Touristen die Krise?

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Wie erleben Touristen aus Wasserburg die Griechenland-Krise? Und was sagen Griechen, die in Wasserburg leben, zur Situation in der eigentlichen Heimat?
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Wasserburg - Wie es weitergeht in der Griechenlandkrise weiß aktuell niemand so Recht. Doch Griechen in Wasserburg und auch Wasserburger, die gerade Urlaub in Griechenland machen, erleben die Krise mit anderen Augen.

Bernhard Aberger ist mit fünf Freunden gerade in Griechenland, um dort Urlaub zu machen. Der 29-Jährige erlebt die Krise hautnah. "Es ist schwer, an Geld zu kommen, auch als Tourist", erklärt Aberger. "Die Automaten sind meist leer". Zudem hätten viele Geschäfte und Bars geschlossen. "In denjenigen Geschäften, die offen haben, werden direkt Hamsterkäufe getätigt, einige Regale sind schon leer, jeder hortet wohl Vorräte an und kauft, was er kriegen kann", beschreibt der Wasserburger seine Urlaubseindrücke. An Flair habe das Land jedoch nicht verloren, es sei immer noch alles sehr idyllisch hier. "Die Einwohner in den touristischen Gebieten sind bisher sehr nett. Immer öfter sieht man, dass Karten ausgeteilt werden, was wohl mit der Abstimmung am Wochenende zu tun hat. Manchen Einheimischen sieht man ihren Kummer an", heißt es von dem 29-Jährigen weiter.

Diesen Kummer kann Dora Tentoma gut verstehen. Die gebürtige Griechin lebt seit vielen Jahren in Wasserburg. "Letztendlich können die Menschen dort gar nichts dafür, doch sie bekommen es am deutlichsten zu spüren", so Tentoma gegenüber wasserburg24.de. Einige Familienmitglieder wohnen in Griechenland und erzählen manchmal über die momentane Situation. "Es ist wirklich schwierig geworden, in dem Land einen normalen Alltag hinzubekommen". Ihre Cousins und Cousinen arbeiten für einen Hungerslohn, müssen Arztkosten oder Krankenhausaufenthalte selbst bezahlen und können auf keinerlei Hilfe vom Staat hoffen. "Griechenland ist eine schöne Gegend, man kann es dort gut aushalten, meiner Familie dort geht es gut, nur finanziell eben nicht". Der Euro sei bei den Einheimischen immer wieder mal Thema, meint Dora Tentoma. "Die Griechen sehnen sich nach ihren Drachmen zurück", meint die Wasserburgerin.

Der Blick aufs Wochenende und auf die mögliche Abstimmung der Griechen bleibt. Wie idyllisch es für die Touristen in Griechenland weitergeht und wie sich die Stimmung bei den Griechen, die mittlerweile in der Region leben, entwickelt, bleibt abzuwarten.

Quelle: rosenheim24.de

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