Jahrestag der Nostalgieschilder

Seit 1 Jahr rollen wieder WS-Autos

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Beliebter Gebrauch: Die Kennzeichen mit WS aus dem Altlandkreis
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Altlandkreis - Die Autokennzeichen für den Altlandkreis Wasserburg sind beliebt. Immer mehr Kunden der KfZ-Zulassungsstelle fragen um Schilder mit WS-Zeichen an. Vor 1 Jahr wurden sie wieder eingeführt.

Es gibt sie wieder, die KfZ-Kennzeichen mit WS. Seit 1 Jahr rollen sie an Fahrzeugen angebracht durch den Altlandkreis. Und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Der Altlandkreis Wasserburg hatte stets viele Befürworter. Selbst nach dem vorübergehenden Aussterben der KfZ-Kennzeichen mit WS wurden Nummernschilder sentimental zuhause aufbewahrt. Manch alter Traktor tuckerte stets "im Geheimen" damit herum.

Darum freuen sich viele, dass die Wiedereinführung dieser besonderen Zugehörigkeit geklappt hat.

Nicht jedem ist es erlaubt

Nicht alle Orte, die dem Altlandkreis Wasserburg angehörten, dürfen jedoch auf die „Wasserburger Autotafeln“ zurückgreifen: „Die nun zuständigen Landkreise müssen das OK dazu geben“, heißt es von der Zulassungsstelle.

Mühldorf beispielsweise hat den „Alt-Wasserburgern“, unter anderem mit dabei Gars am Inn und Rechtmehring, einen Riegel vorgeschoben. Der Kreistag hatte vor rund zwölf Monaten so entschieden.

Vom Kreistag in Rosenheim kam die Zusage, dass die einstigen Kennzeichen von Wasserburg und auch Bad Aibling jedem aus dem Landkreis zustünden und die Fahrzeughalter frei wählen dürften.

„Mich ärgert das sehr, dass ich mich nach außen hin nicht als Wasserburger outen darf“, schimpft Patrick, der in einer Ortschaft wohnt, die nun offiziell dem Landkreis Mühldorf zugehört. Sehr gerne würde er dem Altlandkreis Wasserburg angehören und ein solches KfZ-Schild am Auto anbringen.

Mittlerweile fahren 3282 Fahrzeughalter mit dem WS-Kennzeichen herum.

Gerade einmal 12 Monate gibt es diese Möglichkeit, doch immer häufiger wird das neue „alte“ Landkreis-Outfit gewählt.

„Für mich war es selbstverständlich, dass ich mir das Kennzeichen wiederhole“, so Stefanie aus der Innstadt. „Meine Oma hat mir die schönsten Geschichten darüber erzählt, wie das so war im Altlandkreis und irgendwie finde ich es witzig, weil ich schließlich keine Rosenheimerin bin sondern eine Wasserburgerin“. So wie Stefanie geht es vielen. „Wir Wasserburger Jungs und Madel identifizieren uns mit unserer Heimatstadt und das ist nun mal nicht Rosenheim sondern das idyllische Wasserburg“, erklärt Maximilian. Für ihn war es sofort klar, dass er mit der Wiedereinführung des Wasserburger Landkreis-Zeichens bei der Zulassungsstelle solch eines beantragen werde. Sogar die Ummelde-Gebühr hierfür sei ihm egal gewesen, diese Investition habe er gerne auf sich genommen.

Doch es gibt auch diejenigen, die das Ganze für eine unnötige Spinnerei halten. So findet Theresia es „mächtig daneben“, hier extra das „individuelle“ Wasserburger KfZ-Zeichen am Auto anzubringen. „Wir wohnen im Landkreis Rosenheim, die „alte Zeit“ mit dem Altlandkreis existiert nur noch im Kopf, was soll dann das Wasserburger Kennzeichen. So ein Schmarrn“.

Für die Möglichkeit, mit WS-Autoschild zu fahren, haben sich bislang trotzdem sehr viele entschieden.

Nicht nur alt eingesessene Wasserburger Bürger, wie etwa Rathaus-Chef Michael Kölbl, auch Führerschein-Neulinge nutzen das „Altlandkreis-Kennzeichen“.

Ebenfalls im Gleichgewicht ist die Beliebtheit von den Wohnorten her gesehen: Sowohl aus dem Wasserburger Umland als auch von den Städtern werde das Altlandkreis-KfZ-Schild gleichermaßen gerne reserviert, hieß es von den Behörden abschließend.

Quelle: rosenheim24.de

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