„Unser Kapital sind unsere Mitarbeiter“

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Richard Steinbichler, Peter Schwertberger und Robert Minigshofer von der Sparkasse in Wasserburg
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Wasserburg - Richard Steinbichler zeigt sich glücklich. Die Zahlen stimmen, die Bilanz kann sich sehen lassen. Begeistert ist der Sparkassendirektor vor allem vom größten Schatz, den Mitarbeitern.

Mit 21 Geschäftsstellen im Altlandkreis ist die Wasserburger Sparkasse gut aufgestellt. Der Mitarbeiterstamm gliedert sich in 247 Angestellte, davon 16 Azubis.

Die unterschiedlichen Kompetenz-Bereiche spiegeln ein Gesamtpaket, das sowohl Privatkunden als auch Geschäftskunden angenehm empfinden.

Neben den allgemeinen Bankangelegenheiten rund um den Zahlungsverkehr gehören seit vielen Jahren der Abschluss von Bausparverträgen und Versicherungen zum täglichen Geschäft. Positiv auch die Kundenbindung durch Angebote wie Knax-Club und S-Club, der die Region präge. Der Ticketservice werde ebenfalls für die regionale Kultur immer wichtiger, weil durch ihn Kulturelles an Stärke gewinnen könne, verlautet es beim Gespräch am Donnerstagmittag. Nicht zu vergessen den großen Anspruch an Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring von Sport, Kultur und Soziales und der Unterstützung der Region an sich.

Eine Frage konnte sich die Redaktion nicht verkneifen. Wie ist das mit dem Sponsoring ganz genau? Richard Steinbichler brachte zum Ausdruck, dass bei der Sparkasse Wasserburg kein politischer Einfluss existiere und auch noch nie existiert habe. Mit Blick auf Miesbach könne er sehr gelassen seinem Haus absolute Einflussfreiheit attestieren.

Online wächst

Die Sparkasse Wasserburg sieht zudem großes Wachstum im Online-Banking. Immer mehr Kunden würden sich für diesen Weg der Bankabwicklung begeistern, heißt es von Robert Minigshofer, der die Abteilung Marketing und E-Business leitet. „Unsere Online-Kunden begeistert es vor allem, dass trotz der Möglichkeit der technischen Abwicklung auch der persönliche Kontakt zur Bank vorhanden bleibt“.

Ein Vergleich: Insgesamt führt die Sparkasse Wasserburg ca. 28 000 Privatgirokonten und ungefähr 3 500 Geschäftsgirokonten. 37 % der Konten werden überwiegend online gehandelt. Dabei nutzen 61 % der Geschäftskontoinhaber den Online-Service, Privatkonten werden zu 34 % online geführt. Im Jahr 2013 haben somit 9300 Kunden am Onlinebanking teilgenommen. Dies entspreche einer positiven Veränderung gegenüber dem Vorjahr von 12 %, zeigt sich Minigshofer zufrieden. Interessant: 80 Prozent nutzen Onlinebanking über die Internetseite der Bank und nicht mehr über die Software. Das Chip-Tan-Verfahren nützen derzeit 70 Prozent der Teilnehmer, das Tansystem per SMS aktuell in Etwa 30 Prozent. Das Verhältnis gleiche sich jedoch an, heißt es von Minigshofer. Immer mehr Kunden ließen sich vom System der SMS-Tan begeistern.

Keine spekulativen Momente

Richard Steinbichler ist schon seit 30 Jahren in Wasserburg, seine Erfahrung im Altlandkreis klar spürbar. „Wir sind eine langweilige Bank“, gibt er süffisant zu. „Wir sind konservativ, ohne uns vor dem Modernen zu drücken. Und genau dies ist bei den Kunden auch unser Qualitätsmerkmal, das gut ankommt“.

Die Vorsicht im traditionellen Wirtschaftsraum wie Wasserburg werde groß geschrieben beim Kundenstamm. Viele hätten derzeit wenig Vertrauen in die Stabilität der Währung. 

Anlagefreudig seien viele derzeit in Sachen Immobilie oder Verbesserung / Renovierung im eigenen Wohnraum, heißt es im Gespräch.

Peter Schwertberger berichtet, dass das sachwertorientierte Denken auch bei den Kreditzusagen spürbar sei: „Es handelt sich aktuell um ein Allzeithoch bei den Kreditzusagen rund um den Wohnungsbau.

Mit 59 Millionen Euro im Darlehensgeschäft 2013 allein für den Wohnungsbau, kann man von einer sehr positiven Entwicklung sprechen“. Im Jahr 2012 seien es bereits hervorragende 51 Millionen gewesen, die Veränderung zu 2013 nochmals ein Plus von 8 Millionen Euro.

Im Gesamtdarlehensgeschäft habe man mit der Rekordhöhe im Jahr 2012 von 155 Millionen Euro Kreditzusagen im darauffolgenden Jahr 2013 mit 129 Millionen Euro nicht mehr ganz mithalten können.

Eine Veränderung von 26 Millionen Euro wurde zu Papier gebracht, wird von Schwertberger nachgereicht.

Doch dies sei leicht erklärbar, wie auch Richard Steinbichler im Detail erläutert. In der Wirtschaft und den großen Betrieben gibt es immer wieder Investitionszyklen. Dies verändere auch die Leihfreudigkeit und klar auch manche Zahlen eines Bilanzjahres.

Zum Schluss die Zahlen

Die Bilanzsumme im Jahr 2013 von 922 Millionen Euro setzt positive Signale. Habe man 2012 mit 918 Millionen Euro ebenfalls schon einen guten Stand gehabt, gebe das Plus von 4 Millionen Euro dem Punkt Geldsicherheit der Kunden der Sparkasse Wasserburg weiter Stabilität.

Bei den Gesamteinlagen 2013 wurden 701 Millionen Euro verzeichnet, hier zeigt sich zum Vorjahr ebenfalls ein Plus. Bei den Gesamtausleihen stehen sich die Jahre 2013 mit 604 Millionen Euro und 2012 mit 579 Millionen Euro gegenüber.

Das Eigenkapital liest sich in Zahlen zum Jahresabschluss 2013 mit 126,9 Millionen. Nach Stärkung der Reserven werde die Sparkasse Wasserburg für 2013 einen Jahresüberschuss erzielen, der dem des Vorjahres ähnelt.

Besonders betont haben Richard Steinbichler, Peter Schwertberger und Robert Minigshofer, dass die Sparkasse Wasserburg sich stets im Wettbewerb messe, um dem Kunden immer gerecht bleiben zu können. Doch Kundenbefragungen würden ohnehin seit Jahren ergeben, dass die Zufriedenheit der Kunden mit dem Service top sei.

Doch über Verhaltenscodex und weitere Mode-Erscheinungen beim fairen Kundenumgang könne er nur lachen, schließt Richard Steinbichler das Gespräch. „Für uns sind diese Sachen schon immer klar und wichtig gewesen, eine Gebrauchsanweisung für den Alltag in der Bank muss uns nicht zugetragen werden“.

Quelle: rosenheim24.de

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