Sparkasse Wasserburg zieht Jahresbilanz 

Zufriedene Gesichter - und ein Vorstandswechsel zum Dezember

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Zufriedene Gesichter vor Altstadt-Kulisse: Robert Minigshofer, Landrat Wolfgang Berthaler, Peter Schwertberger, Bürgermeister Michael Kölbl und Richard Steinbichler (von links). 
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Wasserburg - Die Sparkasse veröffentlichte bei der Bilanz-Pressekonferenz am 5. Juli eine positive Jahresbilanz 2016 - und verkündete ganz offiziell einen wichtigen Personalwechsel: Peter Schwertberger übernimmt zum 1. Dezember 2017 das Amt des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Wasserburg, Direktor Richard Steinbichler. 

Nach über drei Jahrzehnten verabschiedet sich Richard Steinbichler in den Ruhestand. "Ich bin davon überzeugt, dass mein Nachfolger Peter Schwertberger den Vorstand künftig sehr gut leiten wird", erklärt Steinbichler. Unterstützt wird Schwertberger von dem Vogtareuther Mischa Schubert, der vom Verwaltungsrat als neues Mitglied in den Vorstand bestellt wurde. Schubert ist derzeit Vorstandsmitglied bei der Kreis- und Stadtsparkasse Erding-Dorfen. "Seine Fachkenntnisse stehen außer Frage und er passt hervorragend zur Sparkasse Wasserburg", lobt Steinbichler den neuen Vorstand, der ab Dezember seinen Dienst in der Innstadt antreten wird. 

Mit der künftig neuen Spitze sei die Wasserburger Sparkasse laut Steinbichler gut aufgestellt und könne mit einer "herausragenden Kompetenz und in guter Zusammenarbeit" weitergeführt werden. Schwertberger, der seit über 17 Jahren schon im Vorstand tätig ist, sei mit den Abläufen ausreichend vertraut und dem neuen Amt gewachsen. 

Peter Schwertberger (links) wird der künftige Vorstandsvorsitzende der Wasserburger Sparkasse, Mischa Schubert (rechts) rückt als neues Vorstandsmitglied nach. 

Hinter dem neu einberufenen Vorstand stehen der derzeitige Verwaltungsratsvorsitzende, Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl, und dessen Stellvertreter, Rosenheims Landrat Wolfgang Berthaler. Beide bedankten sich sowohl bei Steinbichler als auch bei Schwertberger für deren vorbildliches Engagement: „Die Herren leben für die Sparkasse, das merkt man ihnen tagtäglich an“, findet Landrat Berthaler lobende Worte. 

Steinbichler: "2016 war ein wunderbarer Jahrgang"

Rundum positiv fiel die Bilanz der Sparkasse für das abgelaufene Geschäftsjahr aus - trotz langanhaltender Nullzinsphase. Die Sparkasse Wasserburg sei laut Bürgermeister Michael Kölbl für das Bundesland Bayern betrachtet eine kleine aber erfolgreiche Sparkasse, die ertragsreich und ausgezeichnet aufgestellt sei und eine vielversprechend Zukunft vor sich habe. Dem kann der scheidende Direktor Steinbichler nur zustimmen: "Die Geschäfte laufen hervorragend, wir profitieren von langjährigen guten Geschäften und haben keinerlei Grund zum Jammern. Mit den Worten eines Winzers war das Jahr 2016 ein wunderbarer Jahrgang." Die Kunden der Sparkasse Wasserburg würden, wie Steinbichler erläutert, dem in der Region verwurzelten kommunalen Unternehmen vertrauen.  

Steinbichler weiter: "Besonders stolz macht uns ein Eigenkapital von 142 Millionen Euro, das ist nahezu beispiellos für eine der kleinsten Sparkassen in Bayern. Wir schlagen die Brücke zwischen Sicherheit und Risiken, beschränken uns auf Geschäfte, die wir beurteilen können und scheuen Spekulationen. Das Geld der Kunden ist sicher.

Sparkassen-Direktor Richard Steinbichler verabschiedet sich zum Jahresende in den Ruhestand. 

Immobilienmarkt boomt nach wie vor 

Des Weiteren gehöre der Wohnungsbau zum "täglichen Brot- und Buttergeschäft" der Sparkasse: "Mit 74 Millionen Euro Kreditzusagen konnten wir den Vorjahrsbetrag nochmal um eine Million steigern", freut sich Peter Schwertberger. "Der Immobilienmarkt boomt - nicht zuletzt wegen der Nullzinsen. Die Gefahr einer Immobilienblase ist im Raum Wasserburg nicht gegeben." Die Nachfrage sei weiterhin um ein Vielfaches größer als das Angebot. Der Bedarf an Wohnungen und Häusern in der Region sei vorhanden, was letztlich auch für die Attraktivität des Landkreises spräche. Verkehrsanbindungen und verbesserte Infrastruktur würden ebenfalls ihren Teil zu der aktuellen Situation beitragen. Die Immobilienvermittlung der Sparkasse Wasserburg sei einer der größten Makler in der Region. "Wir sind dran, diesen Berich weiter auszubauen und sitzen bereits gut im Sattel", so Schwertberger. 

 "Bei der Altersvorsorge investiert man heutzutage in Wertpapiere und Aktien oder eben Immobilien", klärt Schwertberger auf. "Der Trend im Bereich Wertpapiere geht zum Ansparen regelmäßiger Kleinbeträge statt dem großen Ganzen." Eine weitere grundsätzlich solide Anlagestrategie sei nach wie vor das Bausparen, auch weil es keine Zinsen mehr gebe. Zudem sei die Sparkasse Wasserburg im Bereich Versicherungen sehr stark: "Vom Sach- bis zum Hausrat: Wir versichern alles", lacht Schwertberger. 

Sicheres Online-Banking mit "paydirekt" 

Robert Minigshofer, Leiter der Abteilung Marketing und E-Business, erklärt, die Bereiche Girokonten und Online-Banking seien nach wie vor gefragt, die Nachfrage steige kontinuierlich: "Wir haben 29.000 Privatgirokonten und rund 3.700 Geschäftsgirokonten. Es fällt auf, dass viele Kunden vermehrt Online-Banking bevorzugen - die Quote liegt bei 45 Prozent." 

Weit über 80 Prozent der Teilnehmer nutzen dabei das Online-Banking über die Internetseite der Sparkasse Wasserburg, fast jeder zweite Online-Banking-Kunde führt seine Bankgeschäfte über das Handy. Das neue Zahlverfahren "paydirekt" biete hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards. "Alle deutschen Banken stehen voll und ganz hinter der Methode, die bereits von über 1.000 Online-Shops angeboten wird. Man kann es als das deutsche 'paypal' sehen", klärt Minigshofer auf. Eine zweite einfache Bezahlmethode von Handy zu Handy bietet "Kwitt" an. Das Ganz kann mit Nachrichten oder Videos verbunden werden. 

Was bringt die Zukunft?

Zum Abschluss der Bilanz-Pressekonferenz warf Richard Steinbichler einen Blick in die Zukunft: "Dass die aktuelle Bankensituation miserabel ist betrifft natürlich auch die Wasserburger Sparkasse. Gegen die Nullzinspolitik von Mario Draghi können wir zwar ankämpfen, ob es etwas bewirkt, sei dahingestellt." 

Das gute Ergebnis des Vorjahres verdanke die Sparkasse in erster Linie dem Zinsüberschuss, der Differenz von Einnahmen und Ausgaben. Dieser lag 2016 bei 21 Millionen Euro. Im Jahr 2020 werden wohl nur mehr 2/3 übrig bleiben, man rechne mit Einbußen von 7 Millionen Euro, stellt Steinbichler trocken fest. "Daher müssen wir notwendige Anpassungen an diese Entwicklung vornehmen. Wir wollen keine unserer 21 Filialen schließen und steuern auch keine Änderungen in den Öffnungszeiten an. Der genetische Code der Sparkasse Wasserburg bleibt unverändert - wir werden dort sein, wo die Leute uns brauchen. Wer einen Kredit benötigt, ist bei uns herzlich willkommen." 

mb

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