23 neue Wohnungen entstehen in der Ponschabaustraße 

Spatenstich für soziales Wohnbauprojekt in Wasserburg 

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Feierlicher Spatenstich für ein soziales Wohnbauprojekt in der Ponschabaustraße.

Wasserburg - In der Ponschabaustraße werden 23 sozial verträgliche Wohnungen gebaut. Der Spatenstich am Montagvormittag besiegelte die Planungen. 

"Für die Stadt ist der Beginn der Baumaßnahme in der Ponschabaustraße ein sehr erfreuliches Ereignis." Mit diesen Worten leitete Bürgermeister Michael Kölbl den feierlichen Spatenstich mit Vertretern der Regierung von Oberbayern, Stadtratsmitgliedern sowie beteiligten Architekten und Ingenieuren im unteren Burgerfeld ein. 


Bürgermeister Michael Kölbl beim Spatenstich in der Ponschabaustraße.

Erst vor zwei Jahren habe die Stadt Wasserburg durch das Erlöschen eines Wohnrechts die Zukunft des Grundstücks in der Ponschabaustraße 9 planen können. Der Neubau werde nun an das bestehende Gebäude des Stadler Garten 1 angeschlossen. "Ich freue mich auf den Bau und hoffe, dass die Verwirklichung genauso gut und reibunglos verläuft wie die Planung", sagte der Bürgermeister am Montagvormittag des 3. Septembers.   

Fördermittel und Stiftungs-Gelder für Bauvorhaben

5,3 Millionen Euro beträgt das Bauvolumen insgesamt, die reinen Baukosten liegen laut Kölbl bei den vorgegebenen 4,6 Millionen Euro. "Wir liegen im Kostenrahmen. Außerdem streben wir keine vergoldeten Wasserhähne an, sondern legen Wert auf funktionale Wasserhähne", unterstrich Kölbl metapherhaft. 


Angesichts der Haushaltslage sei die Kostenstemmung zwar das nicht ganz einfach, aber die Stadt habe bei dem Bauprojekt auf Unterstützung von Geldern aus der Stadler-Stiftung sowie Fördermitteln von der Regierung von Oberbayern setzen können.  

Bezahlbarer Wohnraum in der ländlichen Gegend Mangelware 

Doris Schmid-Hammer überreichte der Stadt Wasserburg im Namen der Regierung von Oberbayern für das barrierefreie Bauvorhaben einen Zuschuss von 1,5 Millionen Euro und ein zinsgünstiges Förderdarlehen von 2,5 Millionen Euro und fügte hinzu: "Auch wir freuen uns auf den Bau für Senioren, Alleinerziehende, Singles und Familien. Mittlerweile ist bezahlbarer Wohnraum leider auch schon in der ländlichen Gegend Mangelware, weshalb wir mit unserem kommunalen Wohnungsbauförderprogramm gezielt die kleineren Kommunen unterstützen." Dieses Förderprogramm, so betonte Köbl, habe das Bauvorhaben deutlich erleichtert

So soll das Neubauprojekt aussehen.

Viel Diskussion bis zur Realisierung

In der Sitzung vom 22. Februar 2018 erteilten die Mitglieder des Stadtrats den Planungen in der Ponschabaustraße/Ecke Stadler Garten grünes Licht. Drei Varianten standen den Räten für den Neubau der Sozialwohnungen zur Auswahl. Man entschied sich für Variante zwei des Wohnungsgeschossbaus, einem Hybridbau aus so viel Beton wie brandschutztechnisch nötig und so viel Holzbau wie möglich.

Für den Bau der insgesamt 23 sozial verträglichen Ein- bis Vier-Zimmerwohnungen wurden Einschränkungen erlassen - wie beispielsweise, dass die Nettokaltmiete den monatlichen Quadratmeterpreis von 8,50 Euro nicht überschreiten solle. 

Noch im Dezember 2017 stand die Frage im Raum, ob der Bau der Sozialwohnungen finanziell überhaupt machbar sei - auch in Bezug auf die finanziell labile Lage der Stadt und die erst kürzlich im Juli 2018 erlassene Haushaltssperre

mb

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