Nach Empörung - Alle rudern zurück

Keine Panik: Autos dürfen weiter durch Altstadt

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Wasserburg - Die Diskussionen waren herrlich! Vielen Dank fürs Glauben oder Vogel zeigen. Rund um den Altstadtbereich wird viel diskutiert und mit der Einführung der neuen Sperrzeitverordnung hätte man glauben können, es gibt mal wieder "was Neues" aus dem historischen "Viertel".

Update

Leider oder "Gott sei Dank" wird es wohl nichts mit dem Fahrverbot durchs Altstadtgebiet an den ungeraden Tagen. Und auch in Bezug auf eine Ausgangssperre und dem weiteren Einschnitt im Nachtleben hegt die Stadt keine weiteren Gedanken. Vielmehr hat Jugendreferentin Irene Langer eine Zukunftswerkstatt organisiert, in der sich junge Menschen mit Ideen, Anregungen und Kritikpunkten zum Stadtleben und den Belangen in der Kommunalpolitik einbringen können. Ein direktes Jugendparlament wird es nicht geben in Wasserburg. Kein Aprilscherz allerdings ist die Tatsache, dass der Umweltausschuss am kommenden Donnerstag, 7. April, über die enorme Verkehrsbelastung im Stadtgebiet diskutiert und sogar den Punkt einer Feinstaubmessung auf der Tagesordnung hat. Eine Fortsetzung zum Thema ist also gar nicht so abwegig.

Unsere Meldung zum 1. April

Nach der gelungenen Einführung der neuen Sperrzeitverordnung im Altstadtbereich hat der Umweltausschuss nun eine Ausweitung der Regelungen beschlossen: Zukünftig dürfen nur an "geraden" Tagen Autos durch die Stadt fahren.

Mit so viel Einigkeit hatte der Rathauschef im Umweltausschuss gar nicht gerechnet. Doch die eilige Dringlichkeit ist klar ersichtlich: Schon lange zeigen sich Stadtbaumeisterin und Stadtvertreter empört über die immensen Summen der vielen Fahrzeuge, die insbesondere vor dem Wasserburger Marienplatz oft im Stau stehen und den Altstadtbereich mit Abgasen "zumüllen".

Die Sorge der Stadtbaumeisterin, dass die neu hergerichtete Kernhaus-Fassade durch die Abgase der Autos nun schnell wieder an Charme und Farbe verlieren könnte, hat nun den Ausschlag gegeben, dass eine neue Verordnung eingeführt wird:

Nur noch an geraden Tagen dürfen Autos durch das Brucktor in die Altstadt fahren. Und auch die weiteren "Einfahrten" sollen an den ungeraden Tagen nicht passierbar sein, heißt es aus dem Rathaus. An ungeraden Tagen soll die Altstadt Auto- und Lasterfrei bleiben, empfohlen werden Radfahren oder die Nutzung der Stadtbusse.

Die Initiative "Gerade jetzt fahren" soll ab 13. Mai eingeführt werden. Aktuell wird eine Art Umweltplakette entworfen, die dann auf jedes Auto kommen soll, um an die richtigen Fahrtermine zu erinnern.

Sollten sich die Leute nicht an die Regelung halten und auch zukünftig an geraden sowie ungeraden Tagen gleichermaßen mit dem Auto in die Altstadt fahren, soll als "Strafe" die Sperrzeitverordnung noch konsequenter modifiziert werden. "Wenn es nicht klappt, werden wir an ungeraden Tagen eine Ausgangssperre verhängen und ein Nachtleben für die Altstadtbereiche komplett verbieten", heißt es von Stadtvertretern.

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