Stadt Wasserburg beschäftigt sich mit Neubauplänen

Wertstoffhof raus aus der Altstadt - Was wird aus dem jetzigen Standort?

Wertstoffhof in Wasserburg am Inn
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Der Wertstoffhof in der Wasserburger Altstadt ist zu klein, die Stadt beschäftigt sich mit Neubauplänen und alternativen Standorten.

Wasserburg - Seit fast zehn Jahren schon gibt es Überlegungen, den Wertstoffhof zu verlegen - weil die Fläche des Grundstücks in der Altstadt zu klein ist. Doch was kann alternativ an diesem Standort verwirklicht werden?

Der Hauptgrund der Verlegung des Wertstoffhofes: Die Fläche in der Altstadt ist mit 800 Quadratmetern zu klein und zu beengt. Das naheliegendste, was an dieser Stelle realisiert werden könne sei eine Erweiterung der direkt angrenzenden Grundschule, die zwischen dem jetzigen Wertstoffhof und dem Parkplatz Am Gries liegt. Das erklärt Stadtkämmerer Konrad Doser auf Nachfrage von wasserburg24.de.


„Mittelfristig brauchen wir eine Lösung gegen die Raumnot in der Grundschule. Wir sprechen beispielsweise von neuen Räumen für die Mittags- und Nachmittagsbetreuung. Theoretisch wäre an der Stelle des jetzigen Wertstoffhofes auch eine kleine Turnhalle möglich“, wirft Doser einen vagen Blick in die Zukunft.

Ist hier an der Priener Straße die künftige Einfahrt zum neuen Wertstoffhof? Die Stadt beschäftigt sich mit Neubauplänen.

Neuer Wertstoffhof am Stadtrand statt bisher im Zentrum

Doch zunächst muss der Wertstoffhof raus aus der Altstadt. Aus vier möglichen neuen Standorten entschied sich die Stadt für ein Grundstück an der Priener Straße auf dem sich das ehemalige Umspannwerk befindet. Das sei mittlerweile im Besitz der Stadt und durchaus geeignet, wie Untersuchungen und Analysen ergeben hätten, teilt der Kämmerer weiter mit.

„Es ist mit circa 4.000 Quadratmeter groß genug, um alles vernünftig unterbringen zu können und ausreichend flach von der Lage her“, betont Doser. Wie genau der Neubau aussehen wird sei allerdings noch Zukunftsmusik. Der nächste Schritt sei ein Planungsbüro zu beauftragen, um eine erste Kostenschätzung zu bekommen. Erst danach könne der Stadtrat einen Grundsatzbeschluss für das Projekt herbeiführen.

Der geplante neue Standort befindet sich am Ortsrand auf Höhe des Bauer Frischdiensts in Richtung der Nachbargemeinde Eiselfing. Der Wertstoffhof verliert durch die neue Planung seine zentrale Lage in der Altstadt, was durchaus zu kritischen Stimmen in der Bevölkerung führen könnte. Denn möglicherweise wollen nicht alle Wasserburger bis ans Ende der Stadt fahren, um ihre Abfälle zu entsorgen.

Doser nimmt dieser Befürchtung allerdings den Wind aus den Segeln: „Hier wollen wir mit Wertstoffinseln im Stadtzentrum gegensteuern. Die meisten Bürger fahren den Wertstoffhof ohnehin mit dem Auto an und glaube ich kaum, dass es so viele Altstadtbewohner geben wird, die beispielsweise Gartenabfälle wie Gras- und Laub wegbringen.“

mb

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