Diskussion über bleibende Verbindung

Knackpunkt Bahnübergang Reitmehring bleibt

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Wasserburg - Die B304 mitsamt dem Bahnübergang im Bereich von Reitmehring ist Nadelöhr, Stauverantwortlicher und Orts-Zerschneider. Bürger können noch Einwendungen bringen, das Planfeststellungsverfahren läuft noch. Der Stadtrat diskutierte in der jüngsten Sitzung eifrig darüber.

Ob der innerorts teils verfluchte Bahnübergang in Reitmehring nicht vielleicht doch für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge oder die Reitmehringer Bürger bleiben könne, wurde in der Stadtratssitzung in Wasserburg zunächst heftig diskutiert.

Bürgermeister Michael Kölbl appellierte, diesen Gedanken nicht weiterzutreiben, bringe er doch möglicherweise dem gesamten Projekt der lang herbeigesehnten Verkehrserleichterung und Beruhigung für Reitmehring mit Tunnel- und Brückenlösung sowie einer Umgehung erneut eine Verzögerung.

Seitdem die Planfeststellungsunterlagen öffentlich ausliegen können sich Bürger informieren und Einwendungen einreichen.

Bei einer Infoveranstaltung am Dienstagabend, 5. Juli in der Reitmehringer Grundschulaula  gibt Stadtrat Norbert Buortesch ab 20 Uhr den aktuellen Stand weiter.

In der Stadtratssitzung waren zahlreiche Reitmehringer Bürger im Zuhörerbereich. Die Stadträte zeigten sich interessiert über das Gutachten zum Thema Schallschutz, das die Stadtverwaltung vorgestellt hatte. Der Sachverständige nennt in seinen Ausführungen die bisherigen Messungen, die in den Planungsunterlagen angegeben seien, würden teilweise Messorte nicht berücksichtigt haben oder an besonderen Tages- und Nachtzeiten seien keine Datensammlungen gemacht. Es sei ein unzureichendes Sammeln an Informationen und Kenntnisständen erlangt worden, wird aus dem Gutachten deutlich.

Die Schallschutzmaßnahmen müssten verbessert werden, die bisherige Situation und die zukünftigen Planungen hierzu seien absolut ungenügend, heißt es im Gutachten.

Absolut einig waren sich die Stadträte aller Fraktionen, dass eine Verbesserung der Lebensbedingungen für die Reitmehringer Bürger geschaffen werden müsste und das Projekt vorangetrieben werden solle. "Seit den 70er-Jahren wird hier bereits diskutiert", betonte Michael Kölbl.

Das Fazit vor der Abstimmung durch die Stadträte: Die Verkehrstechnischen Untersuchungen, die den Planungsunterlagen beiliegen, würden ein durchschnittliches Verkehrsaufkommen werden, dies sei laut neuem Gutachter unschlüssig. Schalltechnisch relevante Orte seien teils nicht berücksichtigt worden.

Der Stadtrat hat sich dafür ausgesprochen, die neuen Informationen an die zuständigen Stellen weiterzugeben und um Berücksichtigung zu bitten.

Rubriklistenbild: © Mittermair

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