Erste Entwürfe zur Sanierung der nördlichen Altstadt

Heisererplatz und Palmanostraße: Verbindung "Chance für die Altstadt"

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Das alte Waaghäusl (rundes Bild) steht bei den Plänen der Sanierung des Heisererplatzes (oben) und der Palmanostraße (unten) im Mittelpunkt. 
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Wasserburg - Die städtebauliche Sanierung der Palmanostraße und des Heiserplatzes nimmt langsam Gestalt an. Der Stadtrat einigte sich in der Sitzung vom 30. März auf erste Entwürfe in dem längerfristigen Bauprojekt: 

Architekt Michael Leidl hat verschiedene Varianten für die Umgestaltung der nördlichen Altstadt in petto. Den etwas unattraktiven Spielplatz in die Parkanlage des Heisererplatzes integrieren, das Verkehrschaos samt Parkplatzsuche an beiden Stellen entzerren, die Bushaltestelle an der Landwehrstraße verlagern. Und das alte Waaghäusl - erhalten oder ersetzen? Diese Ideen sind nur ein kleiner Ausschnitt der Möglichkeiten, die die Sanierung beinhalten kann. "Auch wenn das aktuell nicht zur Debatte steht", erklärt Leidl, "ich sehe eine Verbindung beider Plätze in naher Zukunft als Chance für die Altstadt."

Heisererplatz: Verkehrssituation entspannen, Parkflächen mehren

Besonders das Thema Parken dominierte die Diskussion um den Heisererplatz. Seit Jahrzehnten dominiert der Verkehr die Altstadt - die Sanierungsmaßnahmen sollen die Situation entspannen. Neu geregelt werden soll demnach die Anordnung der vorhandenen Parkplätze, die Autos künftig quer und nicht wie bisher längs zur Fahrbahn stehen. Dadurch würden mehr Stellplätze entstehen und auch Fahrräder künftig ausreichend Platz finden. 

Der kleine unattraktive Spielplatz soll in die Parkfläche des Heisererplatzes integriert werden.  

Der kleine Spielplatz soll idealerweise in die Parkanlage integriert werden, die Grünanlagen aufgewertet werden, der alte Baumbestand aber unbedingt erhalten bleiben. Möglich ist darüber hinaus eine neue Anordnung der Denkmäler. Die Räte dachten auch über eine verkehrsberuhigte Zone und eine Einbahnstraße in dem Bereich um den Heisererplatz nach. Die Kosten für die geplanten Sanierungsmaßnahmen des Heisererplatzes bewegen sich laut Bürgermeister Michael Kölbl in einem finanziellen Rahmen von 500.000 bis 580.000 Euro

Als Grundlage für die weitere Entwurfsplanung beschlossen die Räte Variante 3, in der insbesondere das Schrägparken unter Berücksichtigung der Anwohner zugunsten einer größeren Parkanlage favorisiert wird. Auch die NS-Gedenkstätte soll einen angemessenen Ort bekommen. In die Überlegungen miteinbezogen wird auch die Möglichkeit einer Einbahnstraße am Heisererplatz. 

Die Grünflächen am Heisererplatz sollen aufgewertet und vergrößert werden. 

Palmanostraße: Erhalt oder Neubau des Waaghäusls

Im Mittelpunkt der Überlegungen stand das rund 100 Jahre alte Waaghäusl - und die zentrale Frage: Abbruch oder Erhalt? Bei einem Abriss steht die Frage nach einer künftig vernünftigen Nutzung des Gebäudes im Raum - und wie man mit dem anliegenden Tiefgaragen-Zugang, der laut Stadtbaumeisterin Mechthild Herrmann aufgrund der Länge der Garage erhalten bleiben müsse, umgeht. Ein Neubau des Häusls hingegen würde das Areal optisch aufwerten. Was dem denkmalgeschützten Gebäude letztlich bevorsteht, darüber war sich das Gremium noch uneins - sprach sich aber dafür aus, die Stelle mit einem Gebäude als "Abschluss" zu belegen. "Andernfalls schaffen wir einen Trichter, der den Verkehr wie ein Sog in die Fletzingergasse zieht", bedenkt Kölbl. 

Die Palmanostraße mit dem alten Waaghäusl im Hintergrund, das den Abschluss des Bereichs definiert. 

Der Kostenvoranschlag für die Sanierungsmaßnahmen der Palmanostraße beläuft sich auf etwa 410.000 bis 450.000 Euro. Die Räte stimmten als Grundlage für die weitere Entwurfsplanung für Variante 1., die den Erhalt oder Ersatz des Waaghäusls und die Verlegung der Bushaltestelle „Landwehrstraße“ an den Kaspar-Aiblinger-Platz vorsieht. Zudem soll eine großzügig gestaltete Nutzungsfläche für gastronomische Zwecke (z.B. in Form eines Biergartens) angeboten werden und Fahrradstellflächen entstehen. 

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mb

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