ISEK - Verkehr: Maßnahmen im Stadtrat diskutiert 

Das Ziel im Blick: Verkehr in der Altstadt langfristig verringern 

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So überschaubar wie auf diesem Foto geht es auf der Wasserburger Innbrücke nicht immer zu: Der Verkehr, der täglich in die Altstadt drängt, ist ein Problem, das mithilfe des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) gelöst werden soll. 
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Wasserburg - Die Zahl der Fahrzeuge auf der roten Innbrücke von täglich rund 15.000 senken - das ist das übergreifende Ziel des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK), das Wasserburg in Bezug auf den Verkehr über kurz oder lang durchsetzen möchte.

Die Stadt debattierte gemeinsam mit dem Verkehrsexperten Robert Ulzhöfer über mehrere Varianten zum Sachstand Verkehr in der Innstadt. Das berichtet die Wasserburger Zeitung in ihrer Wochenend-Ausgabe. Am Ende der Sondersitzung des Stadtrates zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) stand jedoch fest: es können nicht alle Verkehrsprobleme der Stadt gelöst werden. Dafür gebe es kleinere und größere Stellschrauben, an denen gedreht werden könne, die aber alle nur begrenzte Auswirkungen haben und teilweise viel Geld kosten.

Stadtbus statt stündlich alle 15 Minuten? 

Besonders teuer würde eine engere Vertaktung des Stadtbusses werden: Statt nur stündlich könnte der Bus alle 15 oder 20 Minuten passieren. Damit wären vermutlich mehr Wasserburger zum Umstieg auf den Bus bereit, viele Familien könnten sich ein Zweitauto sparen. 

Kapuzinerinsel als künftiger Weg über den Inn? 

Eine einmalige Investition und mit 600.000 Euro Zuschuss von vornherein ausgestattet wäre ein Fußgänger- und Fahrradsteg über die Kapuzinerinsel. Laut Ulzhöfer ermögliche das eine schnelle Verbindung von der nördlichen Altstadt ins untere Burgerfeld zu den Schulen und zudem wäre der direkte Weg zwischen dem bestehenden Busbahnhof auf der Halbinsel geebnet. 

Statt Einbahnstraßen bessere Beschilderung? 

Diverse Modelle mit den verschiedensten Einbahnregelungen auf dem Altstadtring stießen bei den Räten weitgehend auf Ablehnung, da sie die Verkehrsbelastung kaum mindere oder in manchen Straßen gar verdopple. Sinnvoller erschien da eine bessere Beschilderung, die mehr Auto- und Lkw-Fahrer auf die Umgehungsstraße führen könnte. 

Mehr Radeln statt Auto fahren? 

Mehr Wasserburger zum Fahrradfahren zu animieren, wäre nicht nur aus Umweltgründen wünschenswert. Allerdings würde das den Verkehr allgemein entschleunigen. Außerdem gehe es stadtauswärts in alle Richtungen heftig bergauf. In Zeiten des E-Bikes jedoch kein Problem, befand Ulzhöfer. Zumal die Stadt mit Ladestationen für E-Bikes ja schon einen Anfang gemacht habe. Was fehle, seien ausreichend vernünftige Radlständer, an denen die teuren E-Bikes sicher angeschlossen werden können. Die Grünen sprachen sich erst kürzlich mit ihrem Antrag auf Vervierfachung der Radlständer in der Altstadt aus. 

Den ausführlichen Artikel mitsamt der Diskussion der Stadträte lesen Sie auf OVB Online oder in der Heimatzeitung. 

Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) beschäftigt die Stadt Wasserburg weiter und geht am Montag, 29. Mai, um 17 Uhr in die nächste Runde: Nach der Diskussion um den Verkehr geht es jetzt um die Thematik Leitlinien und Städtebau. 

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