Kein Schoko-Brautpaar mehr?

Standesamt lernt aus seinen Fehlern

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Kein Schokoladen-Brautpaar mehr für gleichgeschlechtliche Paare, die vors Standesamt in Wasserburg treten.
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Wasserburg - Wer sich vors Standesamt der Stadt wagt, wird nach der Zeremonie mit einem Bild sowie einem Schokobrautpaar bedacht. Grundsätzlich eine nette Sache, nicht jedoch für gleichgeschlechtliche Paare.

Bis vor einigen Monaten wurden gleichgeschlechtliche Paare nach dem Gang zum Standesamt, um den Bund fürs Leben eintragen zu lassen, mit einem Schokoladen-Brautpaar sowie einem Bild der Stadt beschenkt.

Ein Hochzeitsgeschenk, das in Frage gestellt wurde. "Es ist schon sehr seltsam, wenn dir ein klassisches Brautpaar aus Schokolade in die Hand gedrückt wird, obwohl in deinem Leben ein Mann wirklich keine Rolle spielt", erklärte kürzlich eine Bürgerin, die den Schritt gewagt hat und ihre Lebensgefährtin geheiratet hatte, gegenüber wasserburg24.de.

Auch Brigitte und Christine aus Wasserburg traten als gleichgeschlechtliche Lebenspartner im August 2014 vors Wasserburger Standesamt und bemängelten dieses Schoko-Geschenk. „Fast schon amüsiert haben wir uns darüber, dass wir vom Standesbeamten als Geschenk neben einem Aquarell von Wasserburg ein Schoko-Brautpaar überreicht bekamen“ erzählte Christine damals. Eigentlich sei es ja fast schon eine Beleidigung, ein „normales Brautpaar“ als gleichgeschlechtliches Pärchen zu bekommen, blicken Brigitte und Christine zurück. Es sei etwas gedankenlos gewesen.

Aus diesen Fehlern hat das Standesamt Wasserburg gelernt. "Es gibt für gleichgeschlechtliche Paare mittlerweile kein Schoko-Brautpaar mehr, sondern was anderes", betont Harald Pfrogner vom Standesamt. Man habe sich auf eine andere Präsentvariation geeinigt. Auf welche, verschwieg Pfrogner. "Überraschungseffekt".

Quelle: rosenheim24.de

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