Ab Mittwoch liegen die Listen in Wasserburg aus 

Gegen Sperrung der Altstadt: WFV startet Unterschriftenaktion

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Eine autofreie Hofstatt - das wünschen sich einige Altstadtbewohner. Der WFV aber hält dagegen: Mit einer Unterschriftenaktion. 
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Wasserburg - Für eine uneingeschränkte Zufahrt in die Altstadt 24 Stunden lang und sieben Tage in der Woche - dafür plädiert die Vorstandschaft des Wirtschafts-Förderungs-Verbandes Wasserburg (WFV), die ihrer Forderung jetzt mit einer Unterschriftenaktion Nachdruck verleihen will. 

Der WFV stellt sich damit gegen die Forderung einiger Altstadtbewohner, die sich eine autofreie Hofstatt wünschen - in erster Linie der Sicherheit ihrer Kinder wegen. Im Rahmen der jüngsten Bürgerfragestunde im Rathaus hatten sich ein einige Befürworter dafür eingesetzt, die Hofstatt samstags ab 9 Uhr morgens für den gesamten Verkehr zu sperren. Dieser Vorschlag aber rief den WFV auf den Plan. "Wir sind gegen jede Art von Sperrung, weil sie für unsere Einzelhändler und Kunden nur Nachteile bringt", machte Vorsitzender Moritz Hasselt den Standpunkt des WFV klar. 

Hasselt weiter: "Wir lehnen auch den von der ISEK-Lenkungsgruppe vorgeschlagenen Versuch einer Sperrung von Samstag, 14 Uhr, bis Sonntagabend ab. Das ist doch nur ein erster Schritt, die derzeitige Regelung aufzuweichen." 

Stadt solle lieber "bestehende Verkehrsregeln durchsetzen" 

Mit der Unterschriften-Aktion, die am Mittwoch, 11. Juli, startet und bis 23. Juli läuft, wolle man sich für eine freie Zufahrt für Anwohner, zu Dienstleistern, zur Gastronomie, zu Geschäften, Ärzten, Apotheken, zum Kino und letztlich auch zur Jakobs-Kirche stark machen, so der WFV. Die Listen liegen in zahlreichen Wasserburger Geschäften, im WFV-Büro in der Herrengasse und bei der Sparkasse auf.

"Wir denken dabei auch an ältere Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigungen, an unsere Lieferanten, an Familien und an alle Anwohner", unterstreicht Hasselt. 

Das Argument der Interessengruppe, die Hofstatt sei wegen des Verkehrs besonders für Kinder ein gefährliches Pflaster, will der WFV nicht gelten lassen: "Dann soll doch die Stadt endlich mal bestehende Verkehrsregeln durchsetzen. Wir haben dort einen verkehrsberuhigten Bereich mit Schritttempo und absoluten Vorrang für Fußgänger. Geparkt werden darf eigentlich nur auf klar gekennzeichneten Flächen und solche gibt es dort gar nicht. Überwacht wird das aber unserer Meinung nach nur sehr unzureichend."

Es werde nach Ansicht des WFV zu wenig überwacht in punkto Falschparker. 

Wer in der Ledererzeile, Färbergasse oder Herrengasse parke und seine Parkzeit überziehe, werde sofort bestraft. "Wer sein Auto aber in der Hofstatt parkt, kommt meistens ungeschoren davon und dabei meinen wir nicht die fünf Minuten zum Be- oder Entladen", wettert Hasselt. 

"Wir bitten alle Einzelhändler und unsere Kunden um Unterstützung der Unterschriftenaktion", so der WFV-Vorstand abschließend. Die Sperrung der Altstadt für den Verkehr führe zur Schließung oder Verlagerung von Geschäften. "Wir wollen, dass unsere Stadt so bleibt, wie sie ist: Lebendig und für jeden gut erreichbar."

mb/Pressemitteilung WFV 

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