Fit&Fun-Betreiber spielt mit Gedanken der Umnutzung *Mit Voting* 

Lager- statt Tennishallen - Wo trainieren Kinder und Erwachsene dann? 

die Tennishallen im Sportpark Fit&Fun. 
+
die Tennishallen im Sportpark Fit&Fun. 

Wasserburg - Sie sind seit beinahe 30 Jahren Bestandteil des Sportparks Fit&Fun: Die Tennisplätze und die Badminton-Abteilung im Sportpark. Doch nun könnte der Halle das baldige Aus drohen. 

Betreiber Hans Enzinger denkt über eine Umnutzung nach, denn das angrenzende Unternehmen "RKW" benötige dringend Lagerraum und sei an den Betreiber herangetreten mit der Bitte der Umfunktionierung und einem Mietvertrag zu günstigen Konditionen, erklärt Enzinger im Gespräch mit wasserburg24.de. Auch in Anbetracht der RKW-Arbeitsplätze stelle die  Tennis-Halle mit insgesamt 2500 Quadratmetern eine ideale Erweiterungsfläche dar. 


"An den Tennishallen hängt freilich wahnsinnig viel Herzblut. Aber ich muss auch an meine Zukunft denken, ich bin schließlich nicht mehr der Jüngste", betont bald 65-Jährige. "Obwohl unsere Tennis-Halle eher stärker frequentiert ist - ich sehe in zehn bis 20 Jahren keine Zukunft mehr - alleine schon in Anbetracht der demographischen Entwicklung. Und der Nachwuchs im Tennisbereich fehlt." 

Stadt Wasserburg für Nutzungsänderung 

Auch wenn der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung im März einstimmig grünes Licht für die geplante Umnutzung der Tennisplätze in Lagerräume gegeben hat, noch sei die Sache nicht in trockenen Tüchern, wie Enzinger vorsichtig sagt. "Beim 'RKW' muss die Entscheidung erst alle Instanzen durchlaufen und von Seiten des Landratsamts stehen ebenfalls noch Genehmigungen aus." 


Spruchreif wäre das Aus der Tennishallen und des Badminton-Areals dann ab Juli 2019 - nachdem das Wasserburger Frühlingsfest von 6. bis 16. Juni über die Bühne gegangen ist. Die "After-Wies'n-Party" in dem Hallen soll dann zumindest heuer noch wie gewohnt stattfinden. Womöglich kann auch die Disco "Universum" bis dahin ein Comeback feiern. 

Keine paar Meter voneinander entfernt: Für das "RKW" wäre die Umnutzung der Tennishallen und der Badminton-Plätze eine Erleicherung. 

Bedeutet das das endgültige Aus der Tennisplätze im Sportpark? Schließlich ist die Traglufthalle ebenfalls schon Geschichte - sie wurde aufgrund eines technischen Defekts abgebaut und die Tennisplätze sind seitdem unbenutzbar. Im Rahmen einer Änderung der Flächennutzung stand die Möglichkeit der Errichtung von Wohnmobilstellplätzen im Raum. Enzinger gehört das Grundstück, er muss aber als Erbbauberechtigter Steuern an die Kirche zahlen. Was am Ende mit der Außenbereichsanlage  hinter dem Sportpark passiert ist noch unklar. 

Möglich aber sei es laut Enzinger durchaus, dass man an der Stelle neue Tennisplätze verwirklicht - ob mit einer Tragluft- oder Festhalle, das stehe noch in den Sternen - "schließlich belaufen sich grobe Schätzungen zufolge allein die Nettokosten für eine Festhalle auf eine hohe sechsstellige, wenn nicht siebenstellige Summe". Dabei sei die Infrastruktur, Strom und Wasser, vorhanden. 

Der 65-Jährig pocht eventuell auf den Zusammenschluss von Vereinen in der Umgebung. "Die Kapazitäten der Tennisvereine erstrecken sich über ein Areal von Schnaitsee über Dorfen bis nach Ebersberg. Ich bin offen für neue Zusammenschlüsse." 

Was bedeutet die Umnutzung für den Sportpark? 

Enzinger kann beruhigen: Alle anderen Einrichtungen - von Fitness über Sauna- und Wellnesbereich bis zu den Squash-Plätzen - bleiben vorhanden im Fit&Fun. "Wir wollen sogar noch erweitern. Räumlichkeiten für einen neuen großen Kursraum sind im Sportpark gegeben." Und auch bei der monatlich stattfindenden Fit&Fun-Party bleibe alles beim Alten.

Ihre Meinung:

mb

Kommentare