Stellungnahme der Altstadtbahn GbR zum Urteil

Stilllegung: "Gericht hat Entscheidung verlagert"

Wasserburg - Der Streit um die Stilllegung der Altstadtbahn nimmt auch nach der Urteilsverkündung des Verwaltungsgerichts München kein Ende. Nachdem Bürgermeister Kölbl seine Sichtweise bereits dargelegt hat, meldet sich nun auch die Altstadt GbR zur Abweisung der Klage öffentlich zu Wort: 

Das Bieterkonsortium Wasserburger Altstadtbahn und der Fahrgastverband Pro Bahn haben die Klageabweisung des Verwaltungsgerichts zur Kenntnis genommen und werden sie einer rechtlichen Bewertung unterziehen. Das teilen Norbert Moy und Bernd Meerstein von „Pro Bahn“ mit. 

Insgesamt erscheine dem Konsortium die weitschweifige Begründung in ihrer Substanz nur wenig stichhaltig

Pro Bahn argumentiert weiter: "Da von Seiten des Konsortiums schon erhebliche wirtschaftliche Aufwendungen in das Projekt gesteckt wurden, werden wir nun alle Möglichkeiten prüfen, um gegen das Urteil des Gerichts den Antrag auf Zulassung der Berufung zu stellen und den Sachverhalt damit in der nächsten Instanz klären zu lassen." 

"Kein Verständnis" für Vorgehensweise des Bayerischen Innenministeriums

"Abseits aller juristischen Spitzfindigkeiten haben wir kein Verständnis dafür, wenn der Freistaat Bayern, der sich selbst gern als 'Bahnland' bezeichnet, mitten in einer boomenden Region eine Schienentrasse aufgeben will, die direkt von der Landeshauptstadt in das Herz Wasserburgs führt," wundern sich Norbert Moy, Vorsitzender von Pro Bahn Oberbayern und sein Wasserburger Kollege Bernd Meerstein über die Vorgehensweise des bayerischen Innenministeriums. 

Anlässlich der MVV-Erweiterung bis Reitmehring hatte laut Pro Bahn sogar MVV-Geschäftsführer Alexander Freitag vor einem Jahr vorgeschlagen, die Trasse bis in die Altstadt wiederherzustellen. 

Gericht hat "Entscheidung auf nächste Instanz verlagert"

Pro Bahn legt Wert auf die Feststellung, dass Gegenstand des Urteils nicht die Stilllegung oder gar Entwidmung der Altstadtbahn-Strecke, sondern ausschließlich das Recht auf Klagezulassung des Bieterkonsortiums war. 

Damit habe das Gericht eine Entscheidung zur Stilllegung vermieden bzw. auf die nächste Instanz verlagert. Eine Freistellung der Trasse von Bahnbetriebszwecke sei damit in weite Ferne gerückt

Pro Bahn Oberbayern 

Rubriklistenbild: © Pro Bahn

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