Ein Treppenlift ist nicht in Planung

Nix gibt's: Polizisten bleiben Treppensteiger

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Der momentane Standort der Polizei Wasserburg wird aufgewertet. Ein Treppenlift soll eingebaut werden, damit man leichter in den ersten Stock kommt. Vor allem für die Beamten selbst soll es zu einer Erleichterung kommen.
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Wasserburg - Es hätte so "einfach" sein können. Doch mit dem Treppenlift wird es nichts! Die Polizisten aus Wasserburg werden weiter die Treppe hinaufgehen müssen, auch dann, wenn Betrunkene oder anderweitig für den Arrest bestimmte Personen nach oben in den ersten Stock

UPDATE

Nix für Ungut! Ein Transport in den ersten Stock wird auch zukünftig nicht über den Treppenlift erfolgen, sondern "zu Fuß". Und tatsächlich ist die Tatsache gegeben, dass Personen durch Beamte Stufe für Stufe in den ersten Stock zur Polizeiinspektion begleitet werden, um überhaupt die "Ausnüchterungszelle" und Büroräume der Polizei erreichen zu können. Dringlich wird ein Neubau mit barrierefreiem Zugang gebraucht. Die Planungen hierfür laufen, aktuell gibt es Gespräche über das geeignete Grundstück. Noch in diesem Jahr könnte es zu einem Notartermin kommen, somit wäre der erste Schritt getan. Mit einem neuen Gebäude für die Polizei Wasserburg ist allerdings erst in ungefähr fünf Jahren zu rechnen, heißt es von Planern.

Unsere Meldung zum 1. April

Der Alltag der Polizeibeamten in Wasserburg ist nicht immer witzig. Insgesamt 18 Stufen müssen geschafft werden, um Verdächtige oder Betrunkene in den Arrest der Polizeiinspektion zu stellen. Doch damit ist bald Schluss.

Jede Stufe eine Last: Der Standort der Polizeiinspektion Wasserburg wird seit langer Zeit diskutiert. Hinauf in den ersten Stock müssen "Besucher" und Mitarbeiter, wenn sie zur Wasserburger Polizei wollen.

Zum einen ist es nicht besonders serviceorientiert für all diejenigen Besucher, die Hilfe brauchen und beispielsweise eine Aussage machen oder Anzeige stellen wollen. Doch auch die Tatsache, dass die Beamten "besondere Schützlinge" unter Arrest stellen wollen und vorher beispielsweise angetrunkene Personen zu zweit die 18 Stufen hinauf in die Inspektion schleppen müssen, grenzt an einer Frechheit.

Das Innenministerium ist sich dieser Notlage bewusst und signalisiert nun eine Zwischenlösung, bis in einigen Jahren eine barrierefreie neue Inspektion gebaut wird: Ein Treppenlift soll dafür sorgen, dass die Beamten eine für den kurzzeitigen Arrest bestimmte Person nicht mehr mit eigener Manneskraft die Treppe hoch befördern müssen, sondern zukünftig per Knopfdruck: Die Stadt Wasserburg möchte sich aus gegebenen Anlass sogar um die vom Innenministerium nicht installierte Sitzheizung für den Treppenlift kümmern, damit stark frierende "Halunken" in ihren Persönlichkeitsrechten gestärkt werden.

Bereits Mitte April wird der Treppenlift feierlich in Betrieb genommen. Freiwillige Mitfahrer können sich bei der Stadt anmelden, sollten aber mindestens 2 Promille vorweisen können.

Der zuständige Ingenieur hat sich bereits dafür ausgesprochen, eine Spukschüssel in die Sitzautomatik mit einzubauen, ob die Ausgaben in Höhe von 7,20 Euro jedoch aus dem Staatssäckel kommen dürfen muss erst eine Prüfung ergeben. Aus Ministeriumskreisen heißt es, man müsse erst schauen, ob die Beamten überhaupt solch ein Upgrade verdienen, oder ob mehrfach verwendbare Kotztüten nicht alternativ und kostengünstiger wären.

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